Burkhard Göke

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Burkhard Göke (2018)

Burkhard Johannes Göke (* 26. Juni 1956 in Wolfsburg, Niedersachsen) ist ein deutscher Internist und Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burkhard Göke wuchs in Wolfsburg auf und erreichte 1975 am Ratsgymnasium der Stadt das Abitur. Nach dem Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte er Humanmedizin in Göttingen (1976–1982). 1982 promovierte er am Institut für Pharmakologie (Arnold Hasselblatt) zum Dr. med., trat als Assistenzarzt in die Abteilung Gastroenterologie und Endokrinologie der Universitätsklinik Göttingen (Werner Creutzfeldt) ein. Göke wechselte 1984 an das Zentrum für Innere Medizin der Philipps-Universität Marburg (Rudolf Arnold) und habilitierte sich dort 1988. Er erlangte die Anerkennungen als Arzt für Gastroenterologie und Endokrinologie. 1989 wurde ihm ein Heisenbergstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zuerkannt. Er absolvierte Forschungsaufenthalte in Manchester (UK; Maynard Case) und Ann Arbor (USA; John A. Williams[1]). 1993 wurde er Professor für Gastrointestinale Endokrinologie in Marburg und Leiter einer Klinischen Forschergruppe der DFG. 1998 wurde Göke als Ordinarius und Chefarzt an das Inselspital der Universität Bern (Schweiz) und 2000 an das Klinikum Großhadern der Universität München (LMU) berufen. Dort war er bis 2014 Direktor der Medizinischen Klinik 2 und von 2008 bis 2013 Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Klinikums. Seit Januar 2015 ist Burkhard Göke Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).[2]

Burkhard Göke ist verheiratet und hat acht Kinder.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burkhard Göke hat mehr als 500 wissenschaftliche Originalarbeiten, Übersichten, Buchbeiträge und Fallberichte publiziert. Er hat sich in Marburg und München um die Organisation von Forschungsverbünden gekümmert (KFG GI-Endokrinologie Marburg; KFO 128 München). Seine Forschungsarbeit beschäftigte sich unter anderem mit der Physiologie der Bauchspeicheldrüse, der Therapie neuroendokriner Tumore, der Steuerung der Hormonabgabe vom endokrinen Pankreas durch Darmhormone und hier insbesondere mit den Inkretinen, die den Blutzucker mitregulieren. Seine Arbeiten haben die Entwicklung neuer Diabetesmedikamente unterstützt.[3][4][5][6][7][8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burkhard Göke/Klaus G. Parhofer/Carsten Otto: Das Praxisbuch Diabetes mellitus. München u. a. 2002, ISBN 3437229303.
  • C. Auernhammer, D. Engelhardt, B. Göke, K. Parhofer (Hrsg.): Praxisbuch Endokrinologie und Stoffwechsel, München, Jena 2004, ISBN 3437233602.
  • B. Göke, J. de Heer, R. Göke: Gastrointestinale Hormonsysteme und ihre Regulation. In: Molekularmedizinische Grundlagen von para- und autokrinen Regulationsstörungen; D. Ganten, K. Ruckpaul, J. Köhrle (Hrsg.), Berlin, Heidelberg, New York 2006, S. 261–290.
  • G.R. Pape, B. Göke (Hrsg.): Hepatologie für die Praxis, München, Jena 2006, ISBN 3437241605.
  • Burkhard Göke/Christoph Beglinger (Hrsg.): Gastroenterologie systematisch. 2. Aufl., Bremen 2007, ISBN 9783895991684.
  • B. Göke:  Die Behandlung des Diabetes mellitus: Mythen und Evidenz. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 63(5), 512-520 (2020) doi:10.1007/s00103-020-03124-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Personenseite Williams' bei der Michigan Medical School.
  2. Vgl. Personenseite Gökes beim UKE.
  3. H.C. Fehmann, R. Göke, B. Göke: Cell and molecular biology of the incretin hormones glucagon-like peptide 1 (GLP-1) and glucose-dependent insulin releasing polypeptide (GIP). Endocrine Reviews 1995, 16: 390-410.
  4. H.C. Fehmann, B. Göke (Hrsg.): The insulinotropic gut hormone glucagon-like peptide-1. Frontiers in Diabetes, Vol. 13, Karger, Basel 1997.
  5. B. Göke: Darmhormone regeln den Zuckerhaushalt. Entwicklung einer neuen Therapie. Forschung - Mitteilungen der DFG 1995; 2-3, S. 20–22.
  6. M.M. Byrne, B. Göke: Human studies with glucagon-like peptide 1, potential of the gut hormone for clinical use. Diabetic Medicine 1996; 13, S. 854–860.
  7. B. Göke, R. Göke, H.C. Fehmann, H.P. Bode: The physiology and pathophysiology of GLP-1. In: Handbook of Experimental Pharmacology. Glucagon III. P. Lefèbvre (Hrsg.), Springer, Heidelberg-New York 1996, S. 275–309.
  8. D.J. Drucker, B. Thorens, D. Bataille, K.E. Mayo, B. Göke, L.J. Miller: Glucagon Receptor Family. In: The IUPHAR Compendium of Receptor Characterization and Classification 2nd Edition. S. 209–226; 2000; IUPHAR Media Ltd., Nightingale Press Royston, UK.
  9. Mitteilung der DDG, abgerufen am 5. April 2018.