Burkhard Rauhut
Burkhard Rauhut (* 22. Juli 1942 in Berlin) ist ein deutscher Mathematiker. Er ist emeritierter Professor für Statistik und Wirtschaftsmathematik an der RWTH Aachen sowie deren ehemaliger Rektor. Ferner war er Gründungsrektor der GUtech in Oman.
Nach dem Studium der Mathematik, Physik und Wirtschaftswissenschaft an der Freien Universität Berlin 1961–1966, der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität Karlsruhe, Studienabschluss als Diplom-Mathematiker 1966 in Göttingen war er von 1966 bis 1967 Redakteur der Zeitschrift Methods of Operations Research. 1970 wurde er in Karlsruhe promoviert und im selben Jahr habilitierte er sich dort. 1972 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität Karlsruhe. Im Jahr 1973 wurde er als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für Mathematische Statistik und Wirtschaftsmathematik der Technischen Hochschule in Aachen berufen, wo er auch 2008 emeritiert wurde. Er war zudem Mitglied der Deutschen Mathematik-Vereinigung und der Deutschen Statistischen Gesellschaft geworden.
Vom 1. September 1999 bis zum 31. Juli 2008 war er Rektor der RWTH Aachen, vom 23. November 2005 bis 21. März 2006 kommissarischer Präsident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz. Seit dem 1. Januar 2006 ist er Vorstandsvorsitzender der Akkreditierungsagentur ASIIN. Er betrieb die Internationalisierung der RWTH, gewann mit seiner Hochschule im Jahre 2007 die dritte Förderlinie der „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder“ und hat maßgeblich an wesentlichen Bauprojekten der Hochschule mitgewirkt, vor allem solchen zur Verbesserung von Studierenden-bezogenen Services (Studierenden-Service-Zentrum „SuperC“, Lernatelier „MOGAM“, Seminargebäude „Semi 90“). Im Jahr 2006 setzte er die Einführung von Studiengebühren durch. Er ist seit 2009 Mitglied des Hochschulrates der TU Darmstadt.
Sein Nachfolger als Rektor der RWTH Aachen wurde am 1. August 2008 Ernst Schmachtenberg.
Rauhut war nach seiner Emeritierung von September 2008 bis März 2013 als Gründungsrektor an der German University of Technology (GUTech) in Oman tätig. Er ist darüber hinaus Mitglied im Beirat des Centrums für Hochschulentwicklung.[1]
Burkhard Rauhut ist verheiratet mit Judith Jütte-Rauhut und hat eine Tochter und zwei Söhne, darunter der 1969 in Aachen geborene Paläontologe Oliver Rauhut und die am Lehrstuhl der RWTH Aachen[2] tätige Inka Fleur Bertram.
Ehrungen und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2008: Goldener Ehrenring der Stadt Aachen
- 2008: Doctor honoris causa University of Science and Technology Beijing, P.R. China
- 2011: Theodor-Berchem-Preis für internationales und interkulturelles Engagement des DAAD
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rauhut, Burkhard. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 982.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Centrum für Hochschulentwicklung: Beirat. Abgerufen am 4. November 2009
- ↑ www.hrm.rwth-aachen.de
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Burkhard Rauhut im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- Hochschulrektorenkonferenz: „Professor Dr. Burkhard Rauhut“ ( vom 19. August 2007 im Internet Archive)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rauhut, Burkhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker, Rektor an der RWTH Aachen |
| GEBURTSDATUM | 22. Juli 1942 |
| GEBURTSORT | Berlin |