Friedrich Heinzerling

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Friedrich Heinzerling (* 15. Dezember 1824 in Großen-Buseck, heute Buseck/Gießen; † 10. Januar 1906 in Aachen) war ein deutscher Brückenbaumeister, Professor für Bauwissenschaften und Rektor der RWTH Aachen.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Heinzerling wurde als Sohn des Johann Georg Heinzerling, Landrichter in Großen-Buseck, geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1842 studierte er an der Bauakademie Berlin und der Ludwigsuniversität Gießen Naturwissenschaften, Architektur und Ingenieurswesen und absolvierte 1848 seine Fakultätsprüfung im Baufach sowie 1850 die Allgemeine Staatsprüfung im technischen Fach. Anschließend spezialisierte er sich insbesondere auf Brückenbauten.

Nach seinen Abschlüssen war er zunächst bis 1856 am Brücken- und Hochbau der Main-Weser-Bahn beteiligt sowie anschließend als Bauleiter des Bahnabschnitts Ingelheim-Bingen der Linksrheinischen Bahnstrecke. Im Jahr 1860 folgte er einen Ruf als Lehrer für Ingenieursfächer an der Gewerbeschule in Darmstadt, bevor er dann nach seiner Habilitation ab 1864 eine Professur für Bau- und Ingenieurswissenschaften an der Universität Gießen annahm. Schließlich wechselte Heinzerling am Jahr 7. Juli 1870 zur RWTH Aachen, wo man ihm zum ordentlichen Professor für Brückenbau und höhere Baukonstruktionen ernannte. Hier blieb er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1905 und leitete zwischenzeitlich als Nachfolger von Gustav Friedrich Hermann auch die RWTH von 1892 bis 1895 als deren Rektor.

In Aachen war der mittlerweile zum Geheimrat beförderte Heinzerling Mitbegründer und Vorsitzender des Aachener Gewerbevereins und der Bezirksgruppe des Verbands Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine, Sektion Aachen sowie 1880 Initiator der Erbauung der Schwimmanstalt am Adalbertsteinweg, der heutigen Aachener Osthalle.

Unter anderem auch auf Grund dieser Projekte wurde posthum 1909 in Aachen eine Straße nach ihm benannt, die allerdings im Jahr 1969 in Geschwister-Scholl-Straße umbenannt wurde.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Brücken in Eisen – Baumaterial, technische Entwicklung und statische Berechnung der eisernen Brücken; Spamer, Leipzig, 1870
  • Beitrag zur Begründung einer allgemeinen Theorie und Systemkunde der Baukonstruktionen; Aachen, 1870
  • Grundzüge zur konstruktiven Anordnung und statischen Berechnung der Brücken- und Hochbauten; Aachen, 1870–1874
  • Die angreifenden und widerstehenden Kräfte der Brücken- und Hochbaukonstruktionen; 2. Auflage, Berlin, 1876
  • Die Brücken der Gegenwart; Jacob Anton Mayer, Aachen 1874–1883
  • Der Eisenhochbau der Gegenwart; Aachen, 1878 Heinzerling, Friedrich (Hrsg.) –
  • Aus der Familie Heinzerling. Den Heinzerling’schen Nachkommen gewidmet, zum Christfest 1898. La Ruelle, Aachen 1898 Digitalisat
  • Denkschrift zum 25jährigen Bestehen der Aktien-Gesellschaft Schwimm-Anstalt am Kaiserplatz von 1880–1905. Mit Titelbild (gefaltetes Frontispiz) und zwei (Falt)-Tafeln., Aachen, La Ruelle, 1905
  • Heinzerling, Friedrich, Otto Intze (Hrsg.) und August Hertwig: Deutsches Normalprofil-Buch für Walzeisen zu Bau- und Schiffbau-Zwecken. Erster [1.] Band. Normalprofile für Walzeisen zu Bauzwecken; 7. verbesserte Auflage, Aachen, La Ruelle, 1908
  • Friedrich Heinzerling: Statische Berechnung der Land- und StrompfeilerAllgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1875 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/abz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]