Hochschulrektorenkonferenz

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Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) – bis 1990: Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) – ist der freiwillige Zusammenschluss der deutschen Hochschulen und vertritt diese gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Sie hat gegenwärtig 268 Mitgliedshochschulen, an denen rund 94 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind.[1]

Die HRK ist Mitglied in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschulrektorenkonferenz wird von einem achtköpfigen Präsidium geleitet und nach außen vertreten. Präsident der HRK ist seit 2012 Horst Hippler. Grundlegende Beschlüsse und Empfehlungen werden von der zweimal jährlich tagenden Mitgliederversammlung sowie vom Senat gefasst.

Die HRK unterhält ein Sekretariat in Bonn mit Außenstellen in Berlin und Brüssel sowie ein Büro in Tokio.[2] Finanz- und Rechtsträger der HRK ist die Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz.[3] Ihre Bibliothek verfügt über eine der größten hochschul- und wissenschaftspolitischen Spezialsammlungen der Bundesrepublik Deutschland mit über 69.000 Monographien, 800 laufend gehaltenen Zeitschriften und den Vorlesungsverzeichnissen aller deutschen Hochschulen seit 1945. [4]

Die HRK betreibt unter ihrem Dach eine Reihe von Projekten, darunter das Projekt „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“, verleiht zusammen mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft den ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre und bietet den Hochschulen ein Audit ihrer Internationalierungsstrategien. Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung hat sie 1994 das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) als Denkfabrik und Beratungsunternehmen für die Reform des deutschen Hochschulwesens gegründet.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschulrektorenkonferenz befürwortet u. a. eine stärkere Beteiligung der Hochschulen an der Studierendenauswahl, die Einführung von Studienbeiträgen sowie die Exzellenzinitiative der Bundesregierung.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschulrektorenkonferenz gibt seit 1996 die Reihe „Beiträge zur Hochschulpolitik“ heraus, in der bisher (Stand 2012) fast 140 Bände erschienen sind.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die HRK wurde am 21. April 1949 als Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) gegründet und umfasste anfangs nur Universitäten und – damals so bezeichnete – Wissenschaftliche Hochschulen der früheren Bundesrepublik und West-Berlins. Seit 1974 wurden auch Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen, Kirchliche und Philosophisch-theologische Hochschulen sowie die Hochschulen der Bundeswehr aufgenommen. Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Beitritt von Hochschulen aus den neuen Bundesländern erfolgte im November 1990 die Umbenennung in Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Präsidenten der WRK/HRK seit 1951[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur
  2. http://www.hrk.de/hrk/geschaeftsstelle
  3. http://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur/stiftung
  4. http://www.hrk.de/hrk/bibliothek/
  5. siehe Bestand in der Deutschen Nationalbibliothek unter http://d-nb.info/018874428