Buschklee

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Buschklee
Lespedeza capitata

Lespedeza capitata

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Desmodieae
Gattung: Buschklee
Wissenschaftlicher Name
Lespedeza
Michx.

Buschklee (Lespedeza)[1] ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die 40 bis 60 Arten sind in Ost- und Südostasien vom Himalaja über China und Japan bis nach Australien, sowie in Nordamerika verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration von Lespedeza macrostyla

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buschklee-Arten sind krautige Pflanzen, Halbsträucher oder sommergrüne Sträucher, oft mit kriechenden oder schleppenartig überhängenden Zweigen. Die Rinde ist manchmal flaumig behaart. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig dreiteilig gefiedert.[2]

Blütenstände, Blüten und Früchte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden seitenständige traubige oder bündelige Blütenstände gebildet[3]. Je zwei Blüten stehen über einem haltbaren Tragblatt. An der Spitze des Blütenstiels stehen zwei kleine Hochblättchen. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind nur kurz glockenförmig verwachsen, der mit fünf Kelchzipfeln. Die Blütenkrone besitzt die typische Form einer Schmetterlingsblüte. Die Fahne ist länglich bis verkehrt-eiförmig. Das Schiffchen ist nach oben gebogen und endet stumpf. Die genagelten (an der Basis abrupt verschmälerten) Flügel sind länglich, geöhrt und sie haften dem Schiffchen an. Neun der zehn Staubfäden sind miteinander verwachsen.[2]

Die einsamige Hülsenfrucht öffnet sich nicht.[2]

Zweifarbiger Buschklee (Lespedeza bicolor)
Thunbergs Buschklee (Lespedeza thunbergii)

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Lespedeza gehört zur Subtribus Lespedezinae aus der Tribus Desmodieae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae. Ein Synonym für Lespedeza Michx. ist Despeleza Nieuwl. [4]

Der französische Botaniker, Reisende und Pflanzensammler André Michaux gab der Gattung ihren Namen zu Ehren des spanischen Gouverneurs von Florida, Vincente Manuel de Céspedes (1746–1802). Da statt des Anfangsbuchstaben ‚C‘ ein ‚L‘ übertragen wurde, entstand der Name Lespedeza.[5]

Es gibt etwa (40 bis) 60 Lespedeza-Arten (Auswahl):[2][4]

  • Lespedeza stuevei Nutt.: Sie kommt in den USA vor.[4]
  • Thunbergs Buschklee (Lespedeza thunbergii (DC.) Nakai, inkl. Lespedeza formosa (Vogel) Koehne): Sie kommt mit mehreren Unterarten in Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Shandong, Sichuan, Yunnan, Zhejiang, Taiwan, Indien, Japan und Korea vor.[2]
  • Lespedeza tomentosa (Thunb.) Sieb. ex Maxim.: Sie ist in Indien, Kaschmir, Nepal, Pakistan, China, Japan, Korea, Russland und in der Mongolei weitverbreitet.[2]
  • Lespedeza violacea (L.) Pers.: Sie kommt im östlichen Kanada und in den USA vor.[4]
  • Lespedeza virgata (Thunb.) DC.: Sie kommt mit mindestens zwei Varietäten in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Liaoning, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Zhejiang, Taiwan, Japan und Korea vor.[2]
  • Lespedeza virginica (L.) Britton: Sie ist vom östlichen Kanada über die USA bis ins nördliche Mexiko verbreitet.[4]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z Puhua Huang, Hiroyoshi Ohashi, Tomoyuki Nemoto: Lespedeza, S. 302 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10 - Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-91-7.
  3. Andreas Bärtels: Enzyklopädie der Gartengehölze. Ulmer Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3198-6, S. 378–379.
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s Lespedeza im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  5. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6, S. 336, 384.
  6. Datenblatt Lespedeza schindleri bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.
  7. S. I. Ali: Lespedeza. In: Flora of Pakistan. S. 357 (eFloras.org).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Buschklee (Lespedeza) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien