Anhui

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Dieser Artikel befasst sich mit der Provinz Anhui; zum gleichnamigen Asteroiden siehe (2162) Anhui.
安徽省
Ānhuī Shěng
Abkürzung: (Pinyin: Wăn)
Hauptstadt Hefei
Fläche

 – Gesamt
 – Anteil an der
VR China

Rang 22 von 33

139.400 km²
1,45 %
 

Bevölkerung

 – Gesamt 2001
 – Dichte

Rang 9 von 33

59.860.000 Einwohner
429 Einwohner/km²

Verwaltungstyp Provinz
Gouverneur Li Guoying
Bangladesch Bhutan Nepal Myanmar Laos Vietnam Thailand Philippinen Japan Nordkorea Südkorea Kirgisistan Kasachstan Mongolei Afghanistan Usbekistan Tadschikistan Pakistan Indien Russland de-facto Pakistan (von Indien beansprucht) de-facto Indien (von Pakistan beansprucht) de-facto Indien (von China als Teil Tibets beansprucht) Republik China (von China beansprucht) de-facto Provinz Xinjiang, China (von Pakistan beansprucht) de-facto Provinz Tibet, China (von Pakistan beansprucht) Macau Hongkong Hainan Guangdong Guangxi Hunan Yunnan Fujian Shanghai Jiangxi Zhejiang Jiangsu Hubei Anhui Guizhou Chongqing Shaanxi Henan Shanxi Shandong Hebei Peking Tianjin Ningxia Liaoning Jilin Sichuan Autonomes Gebiet Tibet Heilongjiang Gansu Qinghai Xinjiang Innere MongoleiLage von Ānhuī Shěng in China
Über dieses Bild
ISO-3166-2-Code CN-34
Bezirksebene 16 Städte
Kreisebene 55 Kreise, 44 Stadtbezirke, 6 Städte
Gemeindeebene 898 Großgemeinden, 377 Gemeinden, 225 Straßenviertel, 7 Nationalitäten-Gemeinden

Anhui (chinesisch 安徽, Pinyin Ānhuī) ist eine Provinz der Volksrepublik China. Anhui ist eine Binnenprovinz im Südosten Chinas, am Jangtsekiang gelegen. Anhui wurde 1667 mit der Teilung der Provinz Jiangnan in Anhui und Jiangsu gegründet. Der Name „Anhui“ leitet sich von den Städtenamen Anqing und Huizhou (heute: Huangshan) ab. Anhuis Hauptstadt ist Hefei. Nachbarprovinzen sind Henan, Hubei, Jiangsu, Jiangxi, Shandong und Zhejiang.

Administrative Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung Anhuis
Umrisskarte Anhui

Auf Bezirksebene setzt sich Anhui aus 16 bezirksfreien Städten zusammen. Diese sind:

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhui liegt im Grenzbereich zwischen gemäßigtem und subtropischem Klima. Außerdem treffen hier die warmen und kalten Luftströmungen von der Küste und dem Binnenland aufeinander. Daher ist das Klima wechselhaft, wobei es besonders im Gebiet des Flusses Huai He immer wieder zu Überschwemmungen, aber auch zu Dürren kommt.

Die Jahresniederschläge steigen von rund 700 mm im Norden bis auf über 2000 mm am Huang Shan im Süden an.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die überwiegend landwirtschaftlich geprägte Wirtschaft galt Anhui bis 1949 als rückständigste Provinz Ostchinas, inzwischen hat sie sich jedoch zu einem Zentrum der Schwerindustrie, vor allem der Automobilindustrie um den Hersteller Chery in Wuhu entwickelt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte Sehenswürdigkeit der Provinz ist der 1841 Meter hohe Huang Shan. Der Huangshan spielt In der Kunst und Literatur Chinas seit der Tang-Dynastie eine große Rolle. )[1] Er wird von den Chinesen so sehr geschätzt, dass Xie Xiake unwidersprochen sagen kann: Wer auf dem Huang Shan war, schaut keinen anderen Berg mehr an. Die außerordentliche Schönheit des Huang Shan äußert sich in den Augen der Chinesen in der vollendeten Harmonie von kühnen Felsformationen, uralten knorrigen Kiefern und heißen Quellen. Ein viel besungenes Wetterereignis ist das sogenannte Wolkenmeer, bei dem die Bergspitzen, vom Gipfel aus betrachtet, aus einem Ozean aus Wolken aufragen. Der Huang Shan ist das touristische Gravitationszentrum der Provinz und ist von Shanghai und Hangzhou (von Osten) oder von Wuhan (von Westen) leichter zu erreichen als von der Provinzhauptstadt Hefei aus. Hefei selbst ist eine schnell gewachsene, von der Industrie geprägte Großstadt. Er gehört zum Unesco-Welterbe)[1]

Neben dem Tourismusmagneten Huang Shan gibt es noch den 1.342 Meter hohen Jiuhua Shan, einen der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Anhui stammen etliche moderne Schriftsteller, darunter Hu Shi und Chen Duxiu. Chen Guidi und Wu Chuntao fanden wegen ihrer Reportage Zur Lage der chinesischen Bauern internationale Beachtung.

In der Region wurde in Chaohu der Cartorhynchus, ein mit Vorfahren der Ichthyosaurier verwandtes ausgestorbenes Reptil gefunden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anhui-Universität
  • Anhui Universität für Traditionelle Chinesische Medizin (Chinesisch: 安徽中醫藥大學; Pinyin: Ānhuī Zhōngyīyào Dàxué)
  • Anhui Universität für Wissenschaft und Technik (Chinesisch: 安徽理工大學; Pinyin: Ānhuī Lǐgōng Dàxué)
  • Anhui Medizinische Universität (Chinesisch: 安徽医科大学; Pinyin: Ānhuī Yīkē Dàxué)
  • Anhui Universität für Finanzen und Wirtschaft (Chinese: 安徽 财经大学, Pinyin: Ānhuī Cáijīng Dàxué)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anhui liegt eine der Wiegen der chinesischen Nation. Seit der Urgeschichte finden sich Siedlungsspuren. Seit der Zeit der Frühlings- und Herbstannalen (722 bis 481 v. Chr) bekannt. Während der Shang Dynastie war in Anhui Bozhou zeitweilig die Hauptstadt. Auch in der Zeit der Drei Reiche war es von wirtschaftlicher Bedeutung [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Huangshan
  2. China City and Province Information - Anhui Province China City and Province Information (en) Abgerufen am 15. Februar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anhui – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 32° N, 117° O