Calciumbromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Calciumbromid
__ Ca2+     __ Br
Allgemeines
Name Calciumbromid
Andere Namen

Calciumdibromid

Verhältnisformel CaBr2
CAS-Nummer
  • 7789-41-5 (wasserfrei)
  • 71626-99-8 (Hydrat)
  • 22208-73-7 (Dihydrat)
  • 13477-28-6 (Hexahydrat)
PubChem 24608
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 199,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 3,353 g·cm−3 (Anhydrat)[2][3]
  • 2,295 g·cm−3 (Hexahydrat)[3]
Schmelzpunkt

730 °C [2]

Siedepunkt

806–812 °C[2]

Löslichkeit

gut in Wasser (1420 g·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​321​‐​405​‐​501 [4]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Calciumbromid ist eine chemische Verbindung des Calciums und zählt zu den Bromiden. Es ist ein farbloser, an der Luft sich langsam gelb färbender Feststoff.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calciumbromid lässt sich durch Reaktion von Calciumcarbonat, Calciumoxid oder Calciumhydroxid mit Bromwasserstoff gewinnen.[3]

Eine Alternative ist die Umsetzung der Calciumsalze mit Brom und einem Reduktionsmittel wie Ameisensäure oder Formaldehyd.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calciumbromid kristallisiert wie Calciumchlorid und Strontiumchlorid in der Calciumchloridstruktur, die der Rutilstruktur ähnlich ist. Im gasförmigen Zustand bildet es lineare Moleküle.[5] Es ist auch ein kristallines Hexahydrat bekannt, das trigonal in der Raumgruppe P321 (Raumgruppen-Nr. 150)Vorlage:Raumgruppe/150 mit den Gitterparametern a = 8,164 Å und c = 4,016 Å kristallisiert.[6]

An der Luft färbt sich die Verbindung langsam gelb, da sich elementares Brom bildet. Calciumbromid ist in Wasser und Methanol gut, in Ether und Chloroform nur in geringem Maß löslich.[7]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund seiner Dichte wird Calciumbromid vorwiegend in Bohrspülmitteln bei der Förderung von Erdöl und Erdgas eingesetzt. Daneben wird es zur Herstellung von Photoplatten, als Arzneimittel, in Holzschutz-, sowie in Flammschutzmitteln eingesetzt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenblatt Calciumbromid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. März 2011 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  2. a b c d e Datenblatt Calciumbromid bei AlfaAesar, abgerufen am 9. Juni 2009 (JavaScript erforderlich).
  3. a b c d e Yoffe, D.; Frim, R.; Ukeles, S.D.; Dagani, M.J.; Barda, H.J.; Benya, T.J.; Sanders, D.C.: Bromine Compounds, in: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim 2013; doi:10.1002/14356007.a04_405.pub2.
  4. a b Eintrag zu Calciumbromid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  5. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1241.
  6. A. Leclaire, M.M. Borel: Le dichlorure et le dibromure de calcium hexahydrates. In: Acta Crystallographica, B33, 1977, S. 2938–2940, doi:10.1107/S0567740877009881.
  7. Eintrag zu Calciumbromid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. Januar 2015.