Canis lupus chanco

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Begründung: Keine valide Unterart nach Handbook of the Mammals of the World Band 1: Carnivores
Mongolische Wölfe

Die Einteilung der Lebewesen in Systematiken ist kontinuierlicher Gegenstand der Forschung. So existieren neben- und nacheinander verschiedene systematische Klassifikationen. Das hier behandelte Taxon ist durch neue Forschungen obsolet geworden bzw. ist nicht Teil der in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellten Systematik der Gruppe.

Der Mongolische Wolf (Canis lupus chanco) ist eine Unterart des Wolfes und zählt zur Art (Canis lupus) und gehört innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) zur Gattung Wolfs- und Schakalartige (Canis).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mongolische Wolf erreicht eine Körperlänge von etwa 120 bis 140 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 70 bis 90 Zentimeter sowie ein Gewicht von rund 40 Kilogramm, selten auch bis 60 Kilogramm. Sein kräftig gebauter Körper endet in einen buschigen Schwanz, der eine Länge von 40 bis 50 Zentimeter aufweist. Männchen werden etwas größer und schwerer als Weibchen. Das buschige Fell weist eine sehr variable Färbung auf und kann von hellbraun bis hin zu dunkelbraun gefärbt sein. Die Bauchseite sowie die Kehle ist deutlich heller. Im Winter ist das Fell insgesamt heller. Der Mongolische Wolf ist etwas kurzbeiniger als die Nominatform. Der Kopf ist recht breit und sitzt auf einem massigen Hals. Die Ohren sind von stehender Form. Mongolische Wölfe sind in Rudeln lebende Tiere. Das Rudel wird von einem Leitpaar angeführt, den sogenannten Alphatieren. Ein Rudel kann durchaus aus zehn bis fünfzehn, selten bis 30 Einzelindividuen bestehen. Innerhalb des Rudels paaren sich nur die ranghöchsten Tiere. An der Jagd sind alle erwachsenen Tiere eines Rudels beteiligt. Bei ihrer Hatz auf Beute können sie Geschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mongolische Wolf ist über weite Teile des Himalaya, über dem Kaschmir und das nordwestliche China bis in die Mongolei weit verbreitet. Hier lebt er meist in offenen Landschaften der Steppe sowohl in der Ebene als auch gebietsweise bis in alpine Regionen des Himalaya.

Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bevorzugten Beutetieren des Mongolischen Wolfes gehören insbesondere Hirsche, Blauschafe, und ähnliche größere Säugetiere, die im Rudel durch eine ausgeklügelte Jagdstrategie erlegt werden. In Zeiten knapper Nahrung jagen sie aber auch kleinere Tiere in Hasengröße wie Murmeltiere, Ziesel und Mäuse. Ein Mongolischer Wolf benötigt je nach Alter bis zu vier Kilogramm Fleisch am Tag.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mongolische Wölfe erreichen die Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr. Die Paarung findet in der Regel im Frühjahr statt. Innerhalb eines Rudels paaren sich nur die Alphatiere. Nach einer Tragezeit von 60 bis 65 Tagen bringt das Weibchen durchschnittlich vier bis sechs Jungtiere (Welpen) in einem Erdbau zur Welt. Regional wurden auch schon Würfe von über zehn Jungtieren beobachtet. Die Welpen sind bei der Geburt noch blind und weisen etwa ein Gewicht von 400 bis 500 Gramm auf. Ihre Augen öffnen sie zum ersten Mal etwa nach vierzehn Tagen. Nach drei bis vier Wochen verlassen sie zum ersten Mal ihren Bau. Die Jungtiere werden von der Mutter etwa für zwei bis drei Monate gesäugt. Nach und nach nehmen sie dann feste Nahrung zu sich. An der Aufzucht beteiligen sich alle Mitglieder eines Rudels. Ab dem dritten oder vierten Lebensmonat begleiten die Jungwölfe ihre Eltern auf Streifzügen oder zur Jagd. Mongolische Wölfe erreichen in Freiheit ein Alter von rund zehn Jahren, in Gefangenschaft können sie ein Alter von zwanzig Jahren erreichen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World, Vol. 1 & 2. B&T, 6. Auflage, 1999, (engl.), ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005, ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem, ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart 1992, ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004, ISBN 383100580X