Carl-Cranz-Gesellschaft

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Carl-Cranz-Gesellschaft e.V.
(CCG)
Logo Carl-Cranz-Gesellschaft.jpg
Zweck: Technisch-wissenschaftliche Fort- und Weiterbildung
Vorsitz: W. Hopp
Geschäftsführer: Andreas Lange
Gründungsdatum: 1960
Mitgliederzahl: 80
Sitz: Weßling-Oberpfaffenhofen
Website: www.ccg-ev.de

Die Carl-Cranz-Gesellschaft e.V. ist eine Einrichtung für technisch-wissenschaftliche Weiterbildung. Sie wurde am 9. Dezember 1960 unter der Schirmherrschaft des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß[1] mit dem Ziel gegründet, im Zuge des Aufbaus der Bundeswehr und entsprechender Forschungs- und Entwicklungskapazitäten wehrtechnische Aus- und Weiterbildungsangebote für Hochschulabsolventen sowie Fachkräfte aus Industrie und Militär bereitzustellen. Die ersten wehrtechnischen Lehrgänge wurden 1963 in Weil am Rhein und Oberpfaffenhofen bei München durchgeführt.[2] Die Gesellschaft wird vom Bundesministerium der Verteidigung finanziell unterstützt.[3] Ihrem Kuratorium gehören neben Vertretern von Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Fraunhofer-Instituten vorwiegend Vertreter führender deutscher Rüstungsunternehmen wie Airbus Defence and Space, Diehl Defence, ESG, Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall an, die der Gesellschaft auch als kooperative Mitglieder verbunden sind.[4]

Benannt ist die Gesellschaft nach dem Schöpfer der modernen Ballistik, dem Professor für Technische Physik an der Technischen Hochschule Berlin, Carl Cranz.

Jährlich werden mehr als 100 ein- bis fünftägige, deutsch- oder englischsprachige Seminare in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz durchgeführt, die von Experten aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen geleitet werden. Etwa 25 % der Teilnehmer kommen aus dem Ausland, vorwiegend aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Dabei arbeitet die CCG mit Forschungsinstituten, vornehmlich Einrichtungen der Großforschung, mit Hochschulen, der Industrie und mit staatlichen Organisationen zusammen. Besondere Vereinbarungen zur Zusammenarbeit bestehen zum Beispiel mit der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik.[5]

Das Seminarprogramm der Carl-Cranz-Gesellschaft gliedert sich neben fachübergreifenden Angeboten in die Fachbereiche:[6]

  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Führung und Aufklärung
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Satellitenkommunikation und Navigation
  • Sensorik und Erkundung
  • Transport- und Verkehrssysteme
  • Verteidigung und Sicherheit
  • Werkstoffkunde und -technologie

In den letzten Jahren hat die Gesellschaft ihr Angebotsspektrum über den wehrtechnischen Rahmen hinaus in den zivilen Sektor ausgedehnt und bietet beispielsweise auch Seminare zu Themen wie altersgerechte Assistenzsysteme für Senioren, REACH oder Werkstoffmodellierung im Automobilbau an.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Mayer: Gedankengänge am "Tag 3" des Krieges im Irak. Referent sieht in der geistigen Auseinandersetzung mit Islam das einzige Mittel - Warnungen - ... In: Onetz. 24. März 2003, abgerufen am 17. Januar 2017.
  2. Historie der CCG. In: Website der Carl-Cranz-Gesellschaft. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  3. Ralf Nestler: Kriegsspiele auf dem Campus. In: Der Tagesspiegel. 6. April 2009, abgerufen am 17. Januar 2017.
  4. Vorstand und Kuratorium. In: Website der Carl-Cranz-Gesellschaft. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  5. DWT - Wehrtechnik im Dialog. In: Website der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  6. Fachbereiche. In: Website der Carl-Cranz-Gesellschaft. Abgerufen am 17. Januar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]