Carl von Marr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carl von Marr (1858-1936)
Carl von Marr: Die Flagellanten, 1889

Carl von Marr (* 14. Februar 1858 in Milwaukee; † 10. Juli 1936 in München) war ein US-amerikanisch-deutscher Maler sowie Münchner Hochschullehrer und -rektor.

Leben[Bearbeiten]

Carl von Marr, Sohn des deutschen Auswanderers und Kupferstechers John Marr, studierte zunächst in Milwaukee bei Henry Vianden und ging danach nach Deutschland, wo er in Weimar Schüler bei Martin Schauss, in Berlin bei Karl Gussow und in München bei Wilhelm von Lindenschmit und Otto Seitz Schüler war. 1893 wurde er Professor an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München, 1895 Mitglied der Berliner Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architectur-Kunst und von 1919 bis 1924 Rektor der Münchner Kunstakademie. 1896 erhielt er auf der Internationalen Kunstausstellung in Berlin eine große Goldmedaille.

Seit 1916 war er mit Elsie Messerschmitt geb. Fellerer, der Witwe des Historienmalers Pius Ferdinand Messerschmitt, verheiratet.

Marr malte zahlreiche Bilder, die Figuren, Genre und religiöse Szenen beinhalten; einige davon wurden mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Seine Werke wurden auf zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und Amerika präsentiert.

Das Museum of Wisconsin Art in West Bend besitzt mehrere Werke Marrs, darunter das monumentale Gemälde „Die Flagellanten“.

Carl von Marr ist in München auf dem Friedhof Solln im selben Grab wie Pius Ferdinand Messerschmitt begraben. In München-Solln, wo er mehrmals wohnte, wurde 1947 die Karl-Marr-Straße nach ihm benannt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl von Marr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl-Marr-Straße. In: sollner-hefte.de. Abgerufen am 13. Juni 2014.