Chambeshi

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Chambeshi
Chambezi, Tschambesi
Der Chambeshi im Einzugsgebiet des Kongo (unten rechts)

Der Chambeshi im Einzugsgebiet des Kongo (unten rechts)

Daten
Lage SambiaSambia Sambia
Flusssystem Kongo
Abfluss über Luapula → Luvua → Kongo → Atlantik
Quelle Etwa 50 km südöstlich des Tanganjikasees
9° 5′ 50″ S, 21° 31′ 15″ O
Quellhöhe etwa 1600 m[1][2]
Mündung In den Bangweulusümpfen in den LuapulaKoordinaten: 11° 53′ 0″ S, 29° 48′ 0″ O
11° 53′ 0″ S, 29° 48′ 0″ O
Mündungshöhe 1164 m
Höhenunterschied etwa 436 m
Sohlgefälle etwa 0,87 ‰
Länge 500 km[3]
Einzugsgebiet 44.427 km²[4]
Abfluss am Pegel Chambeshi Pontoon[5]
AEo: 34.745 km²
NNQ
MQ
Mq
HHQ
4,6 m³/s
113 m³/s
3,3 l/(s km²)
847 m³/s
Abfluss[3]
AEo: 44.427 km²
an der Mündung
MQ
Mq
185 m³/s
4,2 l/(s km²)
Rechte Nebenflüsse Lukulu
Der Chambeshi mit den Bangweulusümpfen

Der Chambeshi mit den Bangweulusümpfen

Der Chambeshi (auch Chambezi oder Tschambesi) ist der Quellfluss des Luapula und gehört zum afrikanischen Stromsystem des Kongo.

Verlaufsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entspringt in den Bergen des nördlichen Sambias unweit der Grenze zu Tansania im äußersten Südosten des Kongo Einzugsgebietes. Seine Quellen liegen auf einer Höhe von etwa 1600 m über üNN ungefähr 50 km südöstlich des Tanganjikasees. Der Fluss hat einen Fließweg von etwa 500 km bis er auf die Bangweulusümpfe trifft, die er in südwestlicher Richtung durchfließt. Der genaue Weg durch die Sümpfe ist veränderlich. Manche Seitenarme des Flusses strömen dem Bangweulusee zu, während andere die Richtung beibehalten. Beim Verlassen der Sümpfe vereinigt er sich mit dem von Norden aus dem Bangweulusee kommenden Luapula, dessen wichtigster Nebenfluss er ist, und der nach der Durchquerung des Mweru-Sees als Luvua weiterfließt.[6]

Westlich der Stadt Isoka führt eine Pontonbrücke über den Fluss.

Hydrometrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abflussmenge des Chambeshi wurde am Pegel Chambeshi Pontoon, bei etwa ¾ des Einzugsgebietes, in m³/s gemessen.[5]

Flussgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vermutete maximale Ausdehnung des Paleo-Makgadikgadisees im frühen Pleistozän und der Verlauf der Flüsse im frühen bis mittleren Känozoikum.

Der heutige Verlauf des Chambeshi wurde erdgeschichtlich erst sehr spät der Abflussweg des Flusses. Fast während des gesamten Känozoikums war der Fluss, der heute zum Kongo Einzugsgebiet gehört, ein Nebenfluss des Kafue und mündete über den Kafubu. Der Kafue seinerseits mündete auch an einer anderen Stelle, nämlich über den Machili in den Sambesi, beziehungsweise den Makgadikgadisee. Somit war der Chambeshi vor der Hebung der OKZ, (Ovambo-Kalahari-Simbabwe Verwerfung), im mittleren Känozoikum Teil des Limpopo Einzugsgebiets.[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Google Earth
  2. sowjetische Generalstabskarte, abgerufen über http://loadmap.net/
  3. a b Water Resources Management Authority (WARMA)
  4. JICA Veröffentlichung Seite 1
  5. a b JICA - Micro-Hydropower Generation Planning
  6. Brian Leith (Director): Congo, TV-Dokumentation auf British Broadcasting Corporation (BBC), London, 2001.
  7. The evolution and ages of Makgadikgadi paleo-lakes: consilient evidence from Kalahari drainage evolution south-central Africa
  8. The Zambezi River - Andy E. Moore, Fenton P.D. (Woody) Cotterill, Mike P. L. Main and Hugh B. Williams