Strom (Gewässerart)

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Einteilung der verschiedenen Gewässertypen
Rhein-Maas-Delta

Als Strom wird in gehobener Umgangssprache ein großer Fluss bezeichnet, der ins offene Meer mündet. Als Kriterium wird eine Länge von mindestens 500 km und ein Einzugsgebiet von mindestens 100.000 km² angegeben.[1]

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Definition von Strom wird in Deutschland oft, der DIN-Norm 4049 folgend, das Mündungsgewässer herangezogen. Dieser Begriffsbestimmung gemäß wäre ein Strom ein Fluss, der direkt ins Meer mündet. Danach wäre die in die Nordsee mündende Ems ein Strom, die deutlich mehr Wasser führenden Donau-Nebenflüsse Inn und Theiß jedoch nicht.

Ebenso ist zu unterscheiden zwischen Strömen und den deutlich kürzeren und ein nur vergleichsweise kleines Einzugsgebiet entwässernden Küstenflüssen.

Redewendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als idiomatische Wendung wird mit dem Strom schwimmen (sich der herrschenden Meinung anschließen, sich anpassen) verwendet und gegen den Strom schwimmen (sich der herrschenden Meinung widersetzen, sich nicht anpassen) gebraucht.

Scheme dich nicht zubekennen / wo du gefeilet hast / vnd strebe nicht wider den strom. Sirach 4, 31 (Luther-Bibel 1545)
Schäme dich nicht zu bekennen, wenn du gesündigt hast, und stelle dich nicht gegen den Strom. Sirach 4, 26 (Luther-Bibel 2017)

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als „Ströme“ werden im Deutschen oft – wenigstens an ihrem Unterlauf – die folgenden mächtigen Flüsse bezeichnet:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herders Neues Handlexikon, 1987
  2. In Deutschland wird zuweilen auch die Ems hinzugefügt.