Strom (Gewässer)

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Einteilung der verschiedenen Gewässertypen

Als Strom wird in gehobener Umgangssprache ein großer Fluss bezeichnet, der ins offene Meer mündet. Als Kriterium wird eine Länge von mindestens 500 km und ein Einzugsgebiet von mindestens 100.000 km² angegeben.[1]

Zur Definition von Strom wird in Deutschland oft, der DIN-Norm 4049 folgend, das Mündungsgewässer herangezogen. Dieser Begriffsbestimmung gemäß wäre ein Strom ein Fluss, der direkt ins Meer mündet. Danach wäre die in die Nordsee mündende Ems ein Strom, die deutlich mehr Wasser führenden Donau-Nebenflüsse Inn und Theiß jedoch nicht.

Übersicht[Bearbeiten]

Als „Ströme“ wurden im Deutschen oft – wenigstens an ihrem Unterlauf – die folgenden mächtigen Flüsse bezeichnet:

Sprachgebrauch[Bearbeiten]

Das Rhein-Maas-Delta

Das Wort wird vielfach metaphorisch gebraucht (Ströme von Blut).

Ströme erscheinen auch in der Literatur, zum Beispiel in einem Gedicht von Peter Rühmkorf:

Früher, als wir die großen Ströme noch
mit eigenen Armen teilten,
Ob, Lena, Jenissei, Missouri,
Mississippi, Elbe, Oste,
und mit Gesang den Hang raufgezogen
und mit Gesang auch wieder herab, immer den Augen hinterher und Hyperions
leuchtenden Töchtern,
des Tages Anbruchs Röte
und des Mondes Aufzugs Beginn –
Heute: drei Telefongespräche
und der Tag ist gelaufen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Herders Neues Handlexikon, 1987
  2. In Deutschland wird zuweilen auch die Ems hinzugefügt.