Chris Faust

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Chris Faust (* 4. Dezember 1968 in Frankfurt am Main; eigentlich Christopher Faust) ist ein deutscher Hockey-Trainer und Coach. Er konnte mit zahlreichen Mannschaften national und international Erfolge erzielen.

Nach Abschluss der Schule mit Mittlerer Reife wurde Chris Faust zum Großhandelskaufmann ausgebildet und absolvierte die Fachoberschule Wirtschaft mit Abschluss Handelsfachwirt IHK. Außerdem ist er Diplom-Trainer des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), Sport- und Vereinsmanager (IHK). Vor seiner Trainerlaufbahn war er 10 Jahre bei Nestlé Deutschland tätig. Chris Faust ist seit 2015 auch als Speaker tätig und hat zusammen mit der Autorin Sabine Hahn die Kinderbuchreihe „Die Hockey-Kids“ veröffentlicht (Band 1: ISBN 978-3981797022 / Band 2: ISBN 978-3981797046 / Band 3: ISBN 978-3982048413, alle bei MON COQ edition).

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon seit frühester Jugend, seit 1972 spielt Chris Faust Hockey, zunächst bei Eintracht Frankfurt, ab 1978 beim SC SAFO Frankfurt, war hessischer Jugendauswahlspieler und nahm an diversen hessischen sowie süddeutschen und deutschen Meisterschaften teil.

Mit Erreichen des „Aktiven Sportalters“ 1985 kehrte er zu Eintracht Frankfurt als Regionalliga- und Bundesligaspieler zurück. Nach zwei Kreuzbandrissen und diversen Knie-Operationen wechselte er 1989 zur SKG Frankfurt, sowohl als Spieler wie auch Trainer der Oberliga- und Verbandsliga- sowie der Jugendmannschaft.

1995 kehrte er wieder zu Eintracht Frankfurt zurück und spielte noch je eine Saison in der 2. Bundesliga und Regionalliga, war daneben zusätzlich als Co-Trainer für die Damen- und die Herrenmannschaft tätig.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989–1995 nahm er die Trainertätigkeit auf beim SKG Frankfurt, Trainer Oberliga, Verbandsliga und Jugendmannschaft. Bis 1998 war er Co-Trainer bei der Eintracht Frankfurt, Hockey-Damenmannschaft und Hockey-Herrenmannschaft. Von 1998 bis Oktober 2001 war er Chef-Trainer des Höchster THC, mit dem er einige Aufstiege in die Oberliga und Regionalliga feierte. Parallel erwarb er im BLZ-Hockey in Köln die C-, B- und A-Lizenz. Außerdem war er von 1998 bis 2004 Landestrainer in Hessen im Jugendbereich.

Von November 2001 bis Mai 2002 war er Spielertrainer bei der TGS Vorwärts Frankfurt und von Juli 2002 bis März 2004 Chef-Trainer beim Limburger HC für die 1. + 2. Bundesligamannschaft der Herren sowie der Jugend.

Von 2002 bis 2004 war er Co-Trainer der Jugendnationalmannschaft U16 männl., mit der er Europameister wurde. In dieser Zeit nahm er an diversen DHB-Lehrgängen für sämtliche Kader – von U16, U18, U21 bis zur A-Nationalmannschaft – als Co-Trainer und Hospitant teil.

Von 2003 bis 2009 war er Sportlicher Leiter des MTV Kronberg und von Juli 2004 bis zum Rückzug der Mannschaft aus finanziellen Gründen im Oktober war er Chef-Trainer der Regionalliga-Mannschaft der Herren der SaFo Frankfurt, anschließend, von November 2004 bis Juni 2006, Chef-Trainer bei SC 1880 Frankfurt sowohl der Damenmannschaft in der 1. und 2. Bundesliga als auch der Jugend, und von August 2006 bis Januar 2008 war er Chef-Trainer der Herren beim Limburger HC für die Regionalliga sowie 2. Bundesliga. In 2007 erzielte er als Special-Coach der Australischen Damennationalmannschaft beim Indoor Worldcup in Wien Platz 6.

Von 2007 bis 2010 absolvierte er eine Ausbildung zum Diplom-Trainer an der Trainerakademie des DOSB in Köln, während er in der Saison 2008/09 als Chef-Trainer den Wiesbadener THC betreute, und eine Diplomandenstelle beim SV Wehen Wiesbaden im Bereich Spielanalyse/Spielauswertung der 2. Fußball Bundesliga-Mannschaft besetzte. Sein Engagement als Trainer im Hanauer THC, 1. Damen und 1. Herren, ab April 2009 musste er schon im September aus gesundheitlichen Gründen beenden. Von Oktober 2009 bis September 2011 war er Vereinsmanager und Sportlicher Leiter des HC Bad Homburg. 2010 bis 2011 fungierte er als Nationaltrainer der Schweizer U16 männlich. Von August 2011 bis Februar 2012 war er Trainer im Mannheimer HC für die Mädchen-A-Mannschaft und die 2. Damen und Co-Trainer der 1. Damen. 2011 übernahm er zusätzlich die Aufgabe des Headcoach für die Czech-Ladies. 2011 bis 2012 folgte die Zeit als Trainer des Mannheimer HC, Mädchen A, 2. Damen, Co-Trainer 1. Damen.

2012 bis 2015 begleitete er für die Czech Hockey Federation das Amt des Headcoachs und Sportdirektors. Von März 2012 bis Juli 2016 war er Hauptamtlicher Jugendtrainer beim SaFo Frankfurt. 2016 bis 2017 war er Cheftrainer Damen beim Münchner SC und 2015 bis 2017 Headcoach High Performance bei Swiss Hockey für die Schweizer Nationalteams der Damen und Herren. Als Cheftrainer im Leistungssport des Schweizerischen Landhockey-Verbands war er u. a. in die Trainerausbildung und Konzeptarbeit involviert. Nach dem Wechsel zum Münchner SC im Sommer 2016 musste er ab Oktober eine Burnout-Pause einlegen und in klinische Behandlung gehen. Er kehrte dann im Frühjahr 2017 wieder nach Frankfurt zurück zu seinem Heimatverein SaFo, wo er bis Sommer 2020 als Hockey-Koordinator fungierte. Seit November 2017 war er als Cheftrainer Damen und U21 vom Österreichischen Hockey Verband (ÖHV) engagiert. Zum 1. Oktober 2020 übernahm Faust die Stelle als Hockey-Koordinator beim Höchster Tennis- und Hockey-Club. Aufgrund seiner persönlichen Vita bietet Chris Faust seit Herbst 2018 auch Vorträge zum Thema Burnout-Prävention an.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2007 in Wien erreichte er als Special-Coach der Australischen Hockeynationalmannschaft der Damen Platz 6. Von August 2010 bis 2011 war er Nationaltrainer der Schweizer Jugendmannschaft U16 männlich. Von Dezember 2010 an war er Headcoach der Tschechischen Hockeynationalmannschaft der Damen, mit der er bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2011 in Poznań/Polen einen 6. Platz erreichte.

Vom 1. April 2012 bis zum 31. August 2015 war er Headcoach und Sport Direktor der Czech Hockey Federation und erreichte neben der Bronze-Medaille der Hallen WM 2015 im Juli auch den Feldaufstieg vom B in den A Pool zusammen mit Irland.

Vom 1. September 2015 an war er als Cheftrainer Leistungssport des Schweizer Landhockey-Verbands tätig und auch in die Trainerausbildung involviert, um dort langfristig ein Leistungssport-Konzept zu installieren. Mit ihm schaffte die Herrennationalmannschaft den Klassenerhalt im Januar 2016. Die Schweizer Damen stiegen ebenfalls im Januar 2016 mit Chris Faust in den A-Pool auf.

Chris Faust hat im November 2017 den Posten als Cheftrainer Damen & U21 beim Österreichischen Hockey Verband (ÖHV) übernommen. Er stieg im Januar 2018 gleich wieder mit den Damen in Brüssel in den A Pool auf und strebte ein langfristiges Aufbauprogramm an.

Faust betreute über den Winter 2019/20 ein Hallenhockey-Projekt des Clubs East Grinstead in England. Aktuell ist er Trainer der österreichischen Nationalmannschaft der Damen und erreichte bei der Hallenhockey-Europameisterschaft der Damen im Januar 2020 in Minsk/Belarus durch einen 6. Platz den Klassenerhalt und zugleich die Qualifikation für die Hallenhockey-Weltmeisterschaft in Lüttich/Belgien 2022 (wegen der Corona-Pandemie verlegt von 2021).

Trainer-Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damen Hockey

  • 2004 Aufstieg in die 1. Hallenbundesliga der Damen mit dem SC 1880 Frankfurt
  • 2007 Platz 6 mit Australien bei der Hallen-WM in Wien/Österreich
  • 2011 Platz 6 Hallen-WM in Polen
  • 2011 Deutscher Feldhockey-Meister Mädchen U14 mit dem Mannheimer HC
  • 2012 Hallen-EM in Leipzig 5. Platz
  • 2012 Worldhockey-Liga, Runde 1 in Prag
  • 2012 U21 Frauen B-Euro Feld in Russland, 2. Platz und Aufstieg in den A-Pool
  • 2013 qualifiziert für Runde 2 in Valencia
  • 2013 U21 Frauen Halle Euro Vize-Europameister
  • 2013 Feldhockey 2. C-Euro Athen und Aufstieg in B Pool
  • 2014 5. Platz Hallen A Euro in Prag und direkte Qualifikation für die WM 2015
  • 2014 Feldhockey U21 A Euro Belgien Platz 7
  • 2014 3. Platz Worldleaque A Team und Qualifikation für 2. Runden
  • 2015 3. Platz Hallen WM
  • 2015 Feldhockey, EuroHockey Championship II, Aufstieg in A-Pool
  • 2016 2. Platz Hallen-EM B-Pool in Cambrai, Aufstieg in A-Pool
  • 2018 Aufstieg in den A-Pool der Damen mit Österreichischem Hockey Verband (ÖHV)
  • 2019 Hallen-Vize-Europameister in Krakau/Polen mit den U21-Damen (Altersschnitt 17,8 Jahre)
  • 2019 7. Platz U21 B-Pool Alanya/Türkei
  • 2019 4. Platz A Nationalmannschaft B Pool in Glasgow/Schottland
  • 2020 6. Platz Hallen Europameisterschaft A Pool (Top 8 Europe)
  • 2020 Mit österreichischen Damen Qualifikation für Hallenhockey-WM in Belgien 2022


Herren Hockey

  • 2000–2005 diverse Oberliga Titel
  • 2003 Bundesliga Aufstieg Halle mit dem Limburger HC
  • 2012 Olympia-Qualifikation in Japan, 5. Platz
  • 2012 Worldhockey-Liga Prag, Runde 1, 3. Platz
  • 2013 8. Platz A Euro Boom Belgien
  • 2014 2. Platz World League, Feldhockey Runde 1 in Tschechien
  • 2014 Halle, 6. Platz A Euro in Wien und direkte Qualifikation für die WM 2015
  • 2015 1. Platz Pool B U21 und Aufstieg in A Pool Hallen WM
  • 2015 Hallen WM 9. Platz
  • 2016 2016 Hallen-EM A-Division in Prag, EM- und WM-Qualifikation

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]