Christine Langer

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Christine Langer (* 24. Oktober 1966 in Ulm) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christine Langer übte nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau Tätigkeiten in verschiedenen Berufen aus. Zuletzt war sie Mitarbeiterin einer neurologisch-psychiatrischen Arztpraxis. Von 1997 bis 2010 leitete sie den Verein Ulmer Autoren 81, von 2004 bis 2007 war sie Sprecherin des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen (BVjA). Seit 2000 ist sie Literaturkritikerin mit Schwerpunkt Lyrik. 1999 wurde sie in die Redaktion der vom BVjA herausgegebenen Literaturzeitschrift Konzepte berufen. Seit 2003 ist sie dessen Chefredakteurin.[1] Seit 2013 ist sie Jurorin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Christine Langer lebt in Neu-Ulm.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langer verfasst in erster Linie Lyrik, die in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurde.[2] Sie debütierte 2000 mit dem Band Treppenaufgang (Lyrik und Kurzprosa). Ihre Gedichte wurden mehrfach vertont (u. a. von Orchestern aus Linz, Bratislava, Bukarest) sowie ins Französische und Rumänische übertragen. Zu Christine Langers Gedichten heißt es: „Wenn es Exemplarisches gibt in diesen Gedichten, dann ist es aber weniger die Kürze, sondern eine fragile Balance aus Klängen und Bildern in sorgsam durchkomponierten Wortgebilden. Es sind Texte, die eine hohe Schule des poetischen Stilllebens vorführen, von spröder, häufig gebrochener Rhythmik, aber trotzdem voller Musik.“.[3]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Treppenaufgang. Lyrik und Prosa, Gerhard Hess Verlag, Ulm 2000
  • Studie für Fotografen. Gedichte, Verlag Künstlergilde, Esslingen 2004
  • Lichtrisse. Gedichte, Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2007
  • Findelgesichter. Gedichte, Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2010
  • Jazz in den Wolken. Gedichte, Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2015

Hörbücher und Vertonungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bodenlos & kirschenrot (Label Lehle, 2005), Vertonung von Gedichten durch Martin Schmitt & Reinhard Köhler
  • Donausuite. Gedichtvertonung durch Orchester aus Linz, Bratislava, Bukarest, Ulm und Neu-Ulm, uraufgeführt am 28. Oktober 2004 in der Musikschule Ulm
  • Gedichtvertonung durch Rolf Hempel, mit Chor und Blechbläserquartett nach dem Gedicht „Fern der Provinz“, uraufgeführt am 18. September 2009 in Esslingen

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Förderpreis für Literatur der Stadt Ulm
  • 1997: Literaturpreis der Künstlergilde Esslingen für Lyrik
  • 1997: Poetikseminar an der Waldorfschule Ulm
  • 2000: Stipendium Villa Vigoni, Italien
  • 2002:/2003 Künstlerwohnung Soltau
  • 2005: Stipendium Deutscher Literaturfonds zum Textwerk-Lyrikseminar des Literaturhauses München
  • 2006: Erster Preis der Künstlergilde Esslingen für Lyrik
  • 2006: Förderpreis für Lyrik der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK)
  • 2007: „Buch des Monats März“, ausgezeichnet von der Darmstädter Jury
  • Juli: 2007 „Frau des Monats“, ausgezeichnet durch die Kulturredaktion der Südwest Presse
  • 2007: Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller
  • 2008/2009: Jahresstipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • 2009: Auszeichnung durch das Kulturreferat Esslingen „Stadtinszenierung Esslingen“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theo Breuer: Christine Langer. In: Kiesel & Kastanie. Von neuen Gedichten und Geschichten. Edition YE, Sistig/Eifel 2008.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.konzepte-zeitschrift.de/uploads/media/Mediadaten_Konzepte.pdf
  2. Der Abend in DIE ZEIT vom 9.September 2010
  3. Widmar Puhl, SWR2, 19. Januar 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]