Christoph Badelt

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Christoph Badelt (* 26. Februar 1951 in Wien) ist ein österreichischer Wirtschaftswissenschafter und war von März 2002 bis September 2015 Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 1. September 2016 hat er die Leitung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung übernommen.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badelt maturierte 1969 am Realgymnasium Wien 18 und studierte von 1970 bis 1974 Volkswirtschaftslehre an der damaligen Hochschule für Welthandel, das er im Juli 1974 mit der Sponsion zum Mag. rer. soc. oec. abschloss. Im Juli 1976 promovierte er auch zum Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Akademische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1974 war Christoph Badelt als Assistent am Institut für Volkswirtschaft an der WU tätig. Zwischen 1981 und 1985 war er anschließend mit Unterbrechungen Gastprofessor an der University of Wisconsin–Madison. Zwischenzeitlich erfolgte 1984 seine Habilitation an der WU. Ab Juli 1986 war er wiederum als Oberassistent bzw. Universitätsdozent an der WU tätig. Von 1985 bis 1989 war er des Weiteren Gastprofessor und -dozent an der Universität Klagenfurt. Zwischen 1986 und 1995 erhielt Badelt mehrere Rufe auf Professuren an Hochschulen in Deutschland. Von 1989 bis 1997 war er als außerordentlicher Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der WU tätig, 1997 erfolgte seine Berufung zum ordentlichen Universitätsprofessor. Bis zu seiner Ernennung zum Rektor der Hochschule war er darüber hinaus in mehreren leitenden Positionen an der WU tätig. Von 1991 bis 1995 war er Mitglied des Rektoratskollegiums, 1998 bis 2002 Vizerektor für Infrastruktur der Wirtschaftsuniversität Wien, sowie von 1993 bis 2002 wissenschaftlicher Leiter des Interdisziplinären Universitätslehrgangs für Sozialwirtschaft, Management und Organisation Sozialer Dienste (ISMOS-Lehrgang).[1]

Daneben ist Badelt (Mit-)Autor von 17 Büchern und Verfasser von mehr als hundert wissenschaftlichen Beiträgen in Sammelbänden und Zeitschriften. In seinen Arbeiten setzt er sich vor allem mit den aktuellen Problemen und Konflikten im Sozialstaat und den denkbaren Lösungsansätzen auseinander.

Von 2005 bis Ende 2009 war Christoph Badelt Vorsitzender der Österreichische Universitätenkonferenz. Ihm folgte im Jänner 2010 Hans Sünkel von der TU Graz nach.

Ab 1. Oktober 2015 wurde Badelt, der nicht mehr als Rektor kandidiert hatte, durch Edeltraud Hanappi-Egger als Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien abgelöst.

Mit 1. September 2016 folgte er Karl Aiginger als Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) nach.[2][3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badelt hat mit seiner Frau Irmgard 3 Kinder. Er ist passionierter Läufer und Radfahrer und wurde auf Grund seiner Fähigkeit, seine Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zum Wissenschafter des Jahres 1999 gekürt. Seit 2005 ist er Mitglied des Kuratoriums der ERSTE Stiftung.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sozioökonomie der Selbstorganisation (1980)
  • Brennpunkt: Erziehungsgeld (1991)
  • Sozialwirtschaft und Sozialmanagement in der Ausbildung (1999)
  • Handbuch der Nonprofit Organisation. Strukturen und Management (1999)
  • Wirtschaft an der Schwelle zum 21. Jahrhundert – Raum für soziale Anliegen (2002)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf o.Univ.Prof. Dr. Christoph Badelt, Oktober 2015, abgerufen am 23. Februar 2016.
  2. derStandard.at - Christoph Badelt wird WIFO-Leiter. Artikel vom 23. Februar 2016, abgerufen am 23. Februar 2016.
  3. Christoph Badelt tritt Amt als neuer WIFO-Leiter an . Pressemeldung vom 31. August 2016, abgerufen am 2. September 2016.
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)