Chrom(VI)-fluorid

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Wikipedia:Redaktion Chemie/ausgeblendete Strukturformel

Allgemeines
Name Chrom(VI)-fluorid
Andere Namen

Chromhexafluorid

Summenformel CrF6
CAS-Nummer 13843-28-2
PubChem 5460740
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 165,99 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[2]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 317​‐​350i​‐​410
P: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Chrom(VI)-fluorid ist eine hypothetische anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Fluoride. Da sich gezeigt hat, dass das IR-Spektrum von matrixisoliertem Chrom(V)-fluorid identisch mit dem aus der Literatur bekannten IR-Spektrum von Chrom(VI)-fluorid ist, wird dessen Existenz als eigenständige Verbindung bezweifelt.[4]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Synthese der Verbindung wurde 1963 von Oskar Glemser durch Synthese aus den Elementen bei 400 °C und 350 atm berichtet,[5] wobei auch viel Chrom(V)-fluorid entsteht.

Nach einigen erfolglosen Reproduktionsversuchen berichtete Eric G. Hope von der Synthese durch Fluorierung von Chrom(VI)-oxid, wobei das Produkt ein Verhältnis von Chrom zu Fluor von 1 zu 5,7 zeigte.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chrom(VI)-fluorid ist ein zitronengelbes, zersetzliches Produkt, das bereits oberhalb von -100 °C rasch in Chrom(V)-fluorid und Fluor zerfällt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 265.
  2. Eintrag zu Chrom(VI)-verbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 14. August 2016 (JavaScript erforderlich)
  3. Nicht explizit in EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff Chromium (VI) compounds, with the exception of barium chromate and of compounds specified elsewhere in this Annex im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 14. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Eberhard Jacob, Helge Willner: Spektroskopische Studien an höheren Chromfluoriden. Zur Frage der Existenz von Chromhexafluorid, CrF6. In: Chemische Berichte. 123, 1990, S. 1319–1321, doi:10.1002/cber.19901230616.
  5. a b Eric G. Hope, William. Levason, J. Steven. Ogden: Is chromium hexafluoride octahedral? Experiment still suggests "yes!". In: Inorganic Chemistry. 30, 1991, S. 4873–4874, doi:10.1021/ic00026a002.