Cinestar

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CineStar
CMS Cinema Management Services GmbH & Co. KG[1]
Logo
Rechtsform KG[2]
Gründung 1948
Sitz Lübeck, Deutschland
Leitung Oliver Fock, Stephan Lehmann und David Seargeant, (Geschäftsführer)
Mitarbeiter rund 3800[3]
Branche Kinobetreiber
Website www.cinestar.de
Stand: 31. Dezember 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012
CineStar in der Stadthalle Lübeck
Stammsitz war das Kino Lichtspiele Hoffnung in Lübeck
CineStar Metropolis in Frankfurt am Main

Die CineStar-Gruppe betreibt in Deutschland 67 Kinos an 56 Standorten, die über 485 Leinwände und 110.311 Sitzplätze verfügen.

Die Gruppe wurde als Privatunternehmen von den Eltern der Lübecker Geschwister Marlis und Hans-Heinrich „Heiner“ Kieft nach dem Krieg gegründet und unter dem Namen Kieft & Kieft Filmtheater geführt. Stammhaus war das Kino Lichtspiele Hoffnung in Lübeck, das nach einem Brand 2004 geschlossen wurde. Der Aufstieg der Unternehmensgruppe begann nach der deutschen Wiedervereinigung mit der Übernahme zahlreicher Kinos in der früheren DDR. Der erste CineStar-Filmpalast wurde 1995 in Wismar eröffnet. Nach der Übernahme von 30 Kinos der UFA-Gruppe 2003 war das Unternehmen mit 3700 Mitarbeitern und 132.735 Sitzplätzen in seinen Kinos Marktführer unter den deutschen Kinobetreibern. Auch einige Partnerkinos unter dem Markennamen Village Cinema oder mit individuellen Traditionsnamen gehören zur CineStar-Gruppe.

Im europäischen Ausland ist CineStar mit sechs weiteren Kinos in den Niederlanden, der Schweiz, Kroatien und Tschechien vertreten.

Die Übernahme der maroden UFA-Theatergruppe erwies sich jedoch als Fehlentscheidung, die schwere finanzielle Krise der UFA sprang auch auf die CineStar-Gruppe über. In der Folge übernahm 2004 der bisherige Joint-Venture-Partner Amalgamated Holdings Limited (AHL), der bereits seit 1998 mit 50 % an der Kieft & Kieft Filmtheater GmbH beteiligt ist, die Geschäftsanteile der Geschwister Kieft. Damit hält AHL nun 100 % an der Kieft & Kieft Filmtheater GmbH sowie 50 % an der Neuen Filmpalast GmbH & Co. KG, letztere ist für die Ufa-Kinos zuständig. Marlis und Heiner Kieft blieben vorerst als Geschäftsführer neben David Seargeant (AHL) im Management tätig. Ein Teil der UFA-Theater wurde an den UFA-Insolvenzverwalter zurückgegeben.

Es folgte eine Umfirmierung der Kieft & Kieft Filmtheater GmbH in Greater Union Filmpalast GmbH, welche somit Teil der Kinosparte des australischen Entertainmentkonzerns AHL geworden ist. Dieser betreibt unter den Markennamen Greater Union, Birch Carroll & Coyle sowie CineStar Kinos in Australien, Europa und im Nahen Osten.

Für die Beschäftigten in den CineStar-Kinos in Deutschland ist zum 1. Januar 2013 ein einheitlicher Tarifvertrag in Kraft getreten.[4] Um die Verhandlungen voranzubringen, wurde seit Dezember 2011 in mehreren Filmtheatern immer wieder die Arbeit niedergelegt.[5][6][7] Die Beschäftigten wurden dabei durch die Gewerkschaft ver.di unterstützt.

Das E-Sport-Werksteam von CineStar, CineStar Blizz, hat unter der Leitung von Daniel Beine die erste Saison der World League eSport Bundesliga gewonnen. Mittlerweile spielt CineStar Blizz unter der Leitung von Axel Plewa in der eSport Bundesliga.

CineStar, Sony Center, Berlin

Weblinks[Bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. http://www.cinestar.de/de/kino/luebeck-cinestar-stadthalle/impressum
  2. Die Cinestar-Kinos werden von einer KG betrieben, deren Komplementär keine deutsche GmbH ist, sondern eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht (Greater Union First Cinema B.V. & Co. KG).
  3. Cinestar - Das Unternehmen, abgerufen am 8. Juni 2013
  4. kinonetzwerk.verdi.de: Tarifverträge in der Kinobranche
  5. Streik im CineStar Hagen
  6. Vier Tage Streik an der Kinokasse im Cinestar Dortmund - Vorstellungen ausgefallen - WAZ, 9. Januar 2012
  7. Erste "Quittungen" für langen Streik im Cinestar Dortmund - WAZ, 29. Mai 2012