Clara Drechsler

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Clara Drechsler (* Juni 1961) ist eine Kölner Autorin und Übersetzerin, die in den 1980er Jahren den deutschen Popjournalismus maßgeblich mitprägte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clara Drechsler, Vierte von links, inmitten anderer Gründer der Zeitschrift Spex im August 1980

Sie schrieb überwiegend für das von ihr 1980 mitgegründete Musikmagazin Spex aber auch für Miss Vogue. Ihre wichtigste literarische Neuerung war die Erfindung eines durch zahlreiche scheinbare Nebensächlichkeiten und Subjektivitäten geprägten Stils, eine Innovation der Kategorie „Interview“, die sie durch radikale Genauigkeit in eine Art Enthüllungsjournalismus verwandelte.[1] Als Meilensteine gelten vor allem ihre Interviews mit Slayer[2] und den Suicidal Tendencies. Anfang der 1990er verließ sie Spex und arbeitete für den Haffmans Verlag. Unter anderem übersetzte sie Billy Childish, Bret Easton Ellis, Irvine Welsh und Nick Hornby ins Deutsche.

Artikel (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Dorau. Ein Mann will nach oben (Spex 11/1982, S. 18–19)
  • Au Pairs. Tot aber lebendig (Spex 10/1982, S. 12–13)
  • The Human League (Spex 3+4/1982, S. 10–11)
  • Knacks. Da birst der Zauberwürfel (Spex 1983, S. 29)
  • Habt ihr eigentlich keinen Friseur, dem ihr das erzählen könnt? (Spex 1983)
  • Die Zwinkermänner (Spex 4/1983, S. 27–29)
  • Paul Weller (Spex 5/1983, S. 29–31)
  • Style Council. Café Blur (Spex 1984, S. 14–18)
  • Erhabene Sinnlosigkeit. Slayer (Spex 6/1987, S. 16–18)
  • Suicidal Tendencies (Spex 8/1987, S. 22–24)
  • Heiter der Ernst, sinnlos der Sinn, Welt die Kunst! (Spex, 9/1991)[3]

Übersetzungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur über Clara Drechsler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Clara Drechsler: Lebe sparsam – und koche nach Rezept. Interview mit Diedrich Diederichsen. In: Spex 10/1995, S. 56–59.
  • Ralf Hinz: Clara Drechsler: Pop als Idiosynkrasie. In: Ders.: Cultural Studies und Pop. Zur Kritik der Urteilskraft wissenschaftlicher und journalistischer Rede über populäre Kultur, Opladen, Wiesbaden 1998, S. 236–246.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maren Volkmann, Thomas Hecken: Frauen und Popkultur: Feminismus, Cultural Studies, Gegenwartsliteratur. In: Schriften zur Popkultur. Band 6. Posth Verlag, Bochum 2011, ISBN 978-3-9812987-7-2, S. 341 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 8. Januar 2017]).
  2. Alles Pop. Metrolit.de; abgerufen am 8. Januar 2017.
  3. Heiter der Ernst, sinnlos der Sinn, Welt die Kunst! September 1991; abgerufen am 8. Januar 2017.