Clariden

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Clariden
Clariden vom Urnerboden her gesehen

Clariden vom Urnerboden her gesehen

Höhe 3'267 m ü. M.
Lage Grenze Kanton Glarus/Kanton Uri, Schweiz
Gebirge Alpen (Glarner Alpen)
Koordinaten 709264 / 18886446.8419444444448.87111111111113267Koordinaten: 46° 50′ 31″ N, 8° 52′ 16″ O; CH1903: 709264 / 188864
Clariden (Glarus)
Clariden
Erstbesteigung 13. August 1863 durch Rambert, Streiff und Stüssi
Normalweg Über die Claridenhütte (Gletschertour) oder vom Klausenpass (Gletscher und Fels)

Der Clariden (auch Claridenstock) ist ein 3'267 m ü. M. hoher Berg in den Glarner Alpen. Er liegt oberhalb des Klausenpasses in der Bergkette Gross Schärhorn – Clariden – BocktschingelGemsfairenstock (von Westen nach Osten). Diese Kette ist dem Tödi nordwestlich vorgelagert. Nördlich befinden sich der Urnerboden und die Klausenpassstrasse. Über den Gipfel verläuft die Kantonsgrenze zwischen Glarus und Uri.

Der Clariden kann von der Claridenhütte über den Claridenfirn erreicht werden. Eine weitere häufig begangene Aufstiegsroute führt vom Klausenpass über das Iswändli auf den Clariden-Vorgipfel und von dort über einen mit Ketten versicherten Felsgrat auf den Hauptgipfel. Schlüsselstelle dabei ist der Übergang vom Claridenvorgipfel zum Hauptgipfel, der früher über den letzten Teil der Nordwand führte. Aufgrund von Unfällen und der Tatsache, dass diese Passage nur schwer zu sichern ist, wurden vor einigen Jahren Ketten in den Felsgrat oberhalb der Nordwand installiert. Der Nordwandtrichter ist eine bis zu 50° steile Eistour. Sie leidet im Hochsommer immer mehr unter Ausaperung und ist deshalb nur noch im Frühjahr/Frühsommer zu empfehlen. Daneben gibt es weitere Eisrouten in der Nordwand (unter anderem den direkt Einstieg erstbegangen durch Urs Odermatt), welche anspruchsvollere Eiskletterei bieten. Der Clariden ist im Winter auch ein beliebter Skitourenberg. Vor allem wenn im Frühjahr der Klausenpass geöffnet wird, ist er ein häufiges Tagesziel von Skitourengängern.

Einen Blickfang vom Gipfel bildet der Tödi.

Der Name Clariden leitet sich wahrscheinlich von „Clareta“, lateinisch „clarus“ (hell, leuchtend, glänzend), her.

Weblinks[Bearbeiten]