Hüfigletscher

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Düssistock, im Talhintergrund ist die Zungenspitze des Hüfigletschers zu erkennen, aufgenommen vom Eingang zum Brunnital mit Blick nach Norden

Der Hüfigletscher oder Hüfifirn ist ein Talgletscher in den südwestlichen Glarner Alpen, im Kanton Uri in der Zentralschweiz. Er ist 7 km lang, im oberen Teil bis zu 3 km, im engen Talbereich jedoch kaum mehr als 500 m breit. Mit einer Fläche von 13 km² bildet der Hüfigletscher die grösste vergletscherte Fläche in den Glarner Alpen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Ursprung hat der Hüfigletscher an der Südwestflanke des Clariden auf rund 3000 m ü. M. Der obere Teil des Gletschers bildet eine weite Arena mit einem Durchmesser von 3 km, flankiert von den Felsspitzen des Schärhorns (3295 m ü. M.), Chammliberg (3215 m ü. M.), Clariden (3267 m ü. M.), Heimstock (3102 m ü. M.) und im Süden vom Düssistock (3256 m ü. M.). Aus dieser Arena fliesst der Talgletscher verhältnismässig steil nach Südwesten ab in das Maderanertal, ein östliches Seitental der Reuss in der Gemeinde Silenen. Gegen Osten ist der Hüfigletscher über den firnbedeckten Claridenpass oder Hüfipass (2955 m ü. M.) mit dem Claridenfirn verbunden. Die Gletscherzunge befindet sich derzeit auf 1650 m ü. M. hinter einem natürlichen See, von dem der Chärstelenbach abfliesst.

Zwei Hütten des Schweizer Alpen-Clubs SAC stehen am Rand des Hüfigletschers: die Hüfihütte[1] auf 2334 m ü. M. am Nordhang des Grossen Düssi oberhalb der Gletscherzunge sowie die Planurahütte (2947 m ü. M.) auf einer Felsspitze südlich des Claridenpasses.

Kleine Eiszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Hochstadium während der Kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich der Hüfigletscher rund 2 km zurückgezogen. Obwohl das Nährgebiet des Gletschers nur auf einer Höhe von 2800 m bis 3000 m ü. M. liegt, reicht das Gletschereis bis auf 1650 m ü. M. hinunter. Die Gletscherzunge gehört damit zu den niedrigsten in den Alpen, weil sie in einem sehr engen, schattigen Tal liegt. Unter der Gletscherzunge ist der Hüfisee entstanden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hüfihütte

Koordinaten: 46° 48′ 46″ N, 8° 51′ 24″ O; CH1903: 708221 / 185602