Kanton Glarus

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Kanton Glarus
Wappen
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild: GL
Amtssprache: Deutsch
Hauptort: Glarus
Grösster Ort: Glarus Nord (Bevölkerung)
Glarus Süd (Fläche)
Beitritt zum Bund: 1352
Fläche: 685.4 km²
Website: www.gl.ch
Bevölkerung
Einwohner: 40'000 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 58 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
23,1 % (30. September 2015)[2]
Arbeitslosenquote: 2,6 % (31. Dezember 2015)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons

Koordinaten: 47° N, 9° O; CH1903: 722547 / 206696

Glarus (Kürzel GL; schweizerdeutsch Glaris, französisch Glaris, italienisch Glarona, rätoromanisch  Glaruna?/i) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und zählt zu den Regionen Nordost- und Südostschweiz. Der Hauptort ist die gleichnamige Gemeinde Glarus, der einwohnerstärkste Ort ist die Gemeinde Glarus Nord.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick ins Glarnerland nördlich von Niederurnen in Richtung Süden
Klöntal mit Klöntalersee

Der Kanton umfasst das Einzugsgebiet der Linth bis zum Walensee und die Linthebene westlich der Linth bis Bilten sowie den Kerenzerberg. Grosse Höhenunterschiede prägen das Bild des Glarnerlandes: Vom flachen Talboden auf 414 Meter Höhe steigt das Gelände bis auf über 3600 Meter (Tödi, 3'614 m ü. M.). Diese Gegensätze widerspiegeln sich im Klima: Es wechselt innerhalb weniger Kilometer von mild am Walensee mit seiner südländischen Pflanzenwelt zu hochalpin auf den vergletscherten Berggipfeln; und bläst der Föhn durchs Tal, können Temperaturrekorde gemessen werden. Das Tal ist nur nach Norden zur Linthebene hin geöffnet.

Der 685 Quadratkilometer grosse Kanton entspricht etwa dem Einzugsgebiet der Linth. Das Sernf- oder Kleintal bietet als einziges Seitental dörflichen Siedlungen Platz. Das Klöntal, das wichtigste westliche Seitental, ist, wie Carl Spitteler rühmt, mit seinem Bergsee «so schön, wie es kein Traum errät».

Als sichtbarster Eingriff des Menschen zur Zähmung der Natur zeigt sich das imposante Linthwerk, welches das Antlitz der ganzen Region prägt. Die Linthkorrektion wurde 1807 als erstes Nationalwerk der Schweiz in Angriff genommen. Die Linth wird in den Walensee geleitet und ihr Lauf in den Zürichsee kanalisiert. Zuvor floss sie, den Ausfluss des Walensees immer mehr zurück stauend und die Linthebene versumpfend, träge dem Zürichsee zu.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Per 31. Dezember 2015 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Glarus 40'000.[4] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 58 Einwohnern pro Quadratkilometer unter dem Schweizer Durchschnitt (202 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 30. September 2015 auf 23,1 Prozent, während landesweit 24,6 Prozent Ausländer registriert waren.[5] Per 31. Dezember 2015 betrug die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[6]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtssprache im Kanton Glarus ist Deutsch. 83,6 Prozent der Einwohner sind deutsch- und 6,8 Prozent italienischsprachig.

Die Glarner Mundart ist nicht einheitlich, gemeinsam jedoch ist den glarnerischen Idiomen die melodiöse, singende Sprache. Das Glarnerdeutsche zählt zu den Dialekten des Höchstalemannischen.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eidgenössische Volkszählung aus dem Jahr 2000[7] ergab folgendes Konfessionsbild:

  • 44,0 % protestantisch (das Bundesamt für Statistik zählt dazu auch die Zeugen Jehovas und die neuapostolische Glaubensgemeinschaft)
  • 37,3 % römisch-katholisch
  • 02,3 % christlich-orthodox
  • 06,5 % muslimisch
  • 03,5 % andere Konfessionen bzw. keine Angaben
  • 06,5 % konfessionslos

Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus und die römisch-katholische Kirche sind staatlich anerkannte Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die beiden Kirchen ordnen ihre innern Angelegenheiten selbständig und erlassen eine Verfassung, die der Genehmigung des Landrates bedarf.

Verfassung und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glarner Landsgemeinde 2009 – Die Stimmberechtigten stehen «im Ring» und halten ihre Stimmrechtsausweise hoch, während Zuschauer auf Tribünen zuschauen.

Die gegenwärtige Verfassung des Kantons Glarus wurde am 1. Mai 1988 von der Landsgemeinde angenommen und seither mehrmals revidiert.[8]

Legislative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landsgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Landsgemeinde (Glarus)

Die Landsgemeinde ist die Versammlung der stimmberechtigten Einwohner und damit das oberste Organ des Kantons. Die ordentliche Landsgemeinde findet alljährlich am ersten Sonntag im Mai statt und wird vom Landammann geleitet. Die Grundlage für die Verhandlungen bilden die im Memorial oder im Amtsblatt veröffentlichten Vorlagen des Landrates (des Parlaments); andere Gegenstände dürfen nicht beraten werden. Jeder stimmberechtigte Teilnehmer hat das Recht, zu den Sachvorlagen Anträge auf Unterstützung, Abänderung, Ablehnung, Verschiebung oder Rückweisung zu stellen.

Die Landsgemeinde wählt den Landammann (Präsidenten der Kantonsregierung) und den Landesstatthalter (Vizepräsidenten der Kantonsregierung), die Gerichtspräsidenten und die weiteren Richter.

Sie beschliesst über den Erlass und die Änderungen der Kantonsverfassung und über den Erlass, die Änderung und die Aufhebung der kantonalen Gesetze. Sie fasst die Beschlüsse über alle einmaligen Ausgaben von mehr als 1 Million Franken und über alle wiederkehrenden Ausgaben von mehr als 200 000 Franken im Jahr. Überdies legt sie den Steuerfuss fest.

Anders als im Kanton Appenzell Innerrhoden finden die Wahlen zum Regierungsrat und in den Ständerat nicht an der Landsgemeinde statt, sondern in geheimer Wahl an der Urne.

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landrat ist das Parlament des Kantons. Er zählt sechzig Mitglieder, die vom Volk an der Urne in drei (den drei Gemeinden entsprechenden) Wahlkreisen im Proporzwahlsystem auf jeweils vier Jahre gewählt werden. Der Landrat wählt alljährlich aus seiner Mitte den Präsidenten, den Vizepräsidenten und die weiteren Mitglieder des Landratsbüros.

Er ist die oberste Aufsichtsbehörde über die Regierung, die Verwaltung und die Gerichte. Er berät die Verfassungs- und Gesetzgebung und die übrigen Beschlüsse zu Handen der Landsgemeinde vor und erlässt in eigener Kompetenz Verordnungen, Verwaltungs- und Finanzbeschlüsse. Überdies entscheidet er über grundlegende oder allgemeinverbindliche Planungen.

Die letzten Landratswahlen fanden am 1. Juni 2014 statt und ergaben folgende Sitzverteilung:

Partei Prozent Sitze Sitzverteilung Wähleranteil in Prozent
Schweizerische Volkspartei (SVP) 28,82 17
7
7
2
6
9
12
17
12 17 
Von 60 Sitzen entfallen auf:
Wahlen zum Glarner Landrat vom 1. Juni 2014[9]
Wahlbeteiligung: 32,33 %
 %
30
20
10
0
28,82
19,47
15,82
11,49
11,37
8,93
3,94
0,16
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2010
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,49
-0,82
-0,76
-2,43
-0,53
-1,73
+3,94
+0,16
-0,32
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) 19,47 12
Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) 15,82 9
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 11,49 7
Grüne Partei der Schweiz (GPS) 11,37 7
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 8,93 6
Grünliberale Partei (glp) 3,94 2
Sozial-Liberale Bewegung (SLB) 0,16

Exekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regierungsrat ist die Regierung des Kantons. Er besteht seit 2006 aus fünf (vorher sieben) Mitgliedern, die vom Volk an der Urne in einem einzigen Wahlkreisen im Majorzwahlsystem auf jeweils vier Jahre gewählt werden. Sein Präsident (Landammann) und sein Vizepräsident (Landesstatthalter) werden für jeweils zwei Jahre von der Landsgemeinde gewählt.

Er ist die leitende und oberste vollziehende Behörde, plant das staatliche Handeln, vertritt den Kanton nach aussen und führt die kantonale Verwaltung. Er entwirft die Gesetze und rechtsetzenden Verordnungen zu Handen des Landrates und der Landsgemeinde und erlässt in eigener Kompetenz Vollzugs- und Verwaltungsverordnungen.

Seit den Wahlen vom 9. Februar 2014 setzt sich der Regierungsrat wie folgt zusammen:

Mitglieder des Glarner Regierungsrates (Amtsdauer 2014–2018)
Regierungsrat Partei Departement
Robert «Röbi» Marti, Landammann BDP Departement Bau und Umwelt
Rolf Widmer, Landesstatthalter CVP Departement Finanzen und Gesundheit
Andrea Bettiga FDP Departement Sicherheit und Justiz
Marianne Lienhard SVP Departement Volkswirtschaft und Inneres
Benjamin Mühlemann FDP Departement Bildung und Kultur

Judikative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste gerichtliche Instanz ist das Kantonsgericht, das in zwei Zivilkammern, eine Strafkammer und eine Strafgerichtskommission gegliedert ist. Zweite gerichtliche Instanz ist das Obergericht.

Als Schlichtungsbehörde sind den Gerichten die Vermittlerämter vorgeschaltet, von denen es in jeder Gemeinde eines gibt.

Die Verwaltungsgerichtsbarkeit wird vom Verwaltungsgericht ausgeübt. Daneben gibt es für besondere Verwaltungsstreitigkeiten verwaltungsunabhängige Rekurskommissionen.

Die Richter werden von der Landsgemeinde auf jeweils vier Jahre gewählt. Die Strafverfolgung findet durch die Staats- und die Jugendanwaltschaft statt.

Politische Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Landsgemeindebeschluss vom 7. Mai 2006 (bestätigt in BGE 132 I 291) wurden die Glarner Ortsgemeinden, Schulgemeinden, Fürsorgegemeinden und Tagwen (Bürgergemeinden) per 1. Januar 2011 zusammengelegt (siehe Glarner Gemeindereform), sodass seither nur noch drei Gemeinden existieren.[10] Dieser Beschluss wurde an einer ausserordentlichen Landsgemeinde vom 25. November 2007 deutlich bestätigt.

Neue Gemeinden
seit 2011
Politische Gemeinde Einwohner
(31. Dezember 2014)
Glarus Nord 17'587
Glarus 12'446
Glarus Süd 9761
Ehemalige Ortsgemeinden
bis 2010
Gemeinde Einwohner
(31. Dezember 2010)
Glarus 5877
Näfels 4021
Niederurnen 3928
Mollis 3337
Netstal 2875
Ennenda 2684
Schwanden 2392
Bilten 2001
Oberurnen 1963
Luchsingen 1119
Linthal 1088
Mitlödi 1000
Haslen 999

Neben diesen drei Einheitsgemeinden gibt es die ebenfalls öffentlichrechtlich anerkannten Kirchgemeinden der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Glarus und der römisch-katholischen Kirche.

Der Kanton Glarus kennt keine Einteilung in Bezirke. Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt den gesamten Kanton jedoch als einen Bezirk unter der BFS-Nr.: 0800.

Stimmrechtsalter 16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Landsgemeindebeschluss vom 6. Mai 2007 wurde das Stimmrechtsalter auf 16 festgesetzt. In einer hart umkämpften Debatte und mit einem knappen Resultat konnte sich der Antrag der JUSO Glarus durchsetzen. So können seither im Kanton Glarus – als erstem und bisher einzigem Schweizer Kanton – Staatsbürger ab dem 16. Lebensjahr das aktive Stimm- und Wahlrecht in kantonalen Angelegenheiten wahrnehmen. Das passive Wahlrecht bleibt weiterhin bei 18 Jahren.

Vertretung in der Bundesversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton Glarus entsendet einen Vertreter in den Nationalrat und zwei in den Ständerat. Derzeitiger Glarner Nationalrat ist Martin Landolt (BDP), die Glarner Ständeräte sind Thomas Hefti (FDP, seit 2014) und Werner Hösli (SVP, seit 2014).

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typisch Glarnerland; alte Fabrik und Berge (Tödi)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Glarnerland wird grösstenteils von der Eisenbahnlinien Rapperswil SG–Glarus–Linthal und ZürichZiegelbrückeSchwanden bedient. Die stündlich verkehrenden Regionalzüge bedienen auch Ziegelbrücke, den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt in der Umgebung. Seit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2014 verbindet die S25 der S-Bahn Zürich Glarus und Zürich stündlich ohne Umsteigen in 58 Minuten. Ein Fortschritt, für den der Pendlerverein mehrere Jahre lang gekämpft hat. Konzessionäre für den Busverkehr sind die Schweizerischen Bundesbahnen, der Schweizerische Postautodienst und im Hinterland der Autobetrieb Sernftal (AS) als Nachfolger der 1969 stillgelegten Sernftalbahn.

Landwirtschaft und Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Landwirtschaft überwiegt die Vieh- und besonders die Milchwirtschaft. Hauptwirtschaftszweig ist aber die Industrie, vor allem Textilindustrie, Maschinen- und Apparatebau, Holzverarbeitung und Baustoffindustrie. Der Kanton Glarus war eine der ersten und die am stärksten industrialisierte Gegend der Schweiz. Daneben sind Elektrizitätsgewinnung durch Wasserkraftwerke und Fremdenverkehr wichtig.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaft beim Chüebodensee

Dem Tourismus kommt – insbesondere in den Orten Braunwald, Elm und Filzbach – grosse Bedeutung zu, der Dienstleistungssektor wächst stetig und die Infrastruktur im Tal ist sehr gut ausgeprägt.

Schule und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schulsystem des Kantons Glarus ist gut ausgebaut: Kindergarten, Volksschule (teilweise Einführungsklassen, Sonder- und Hilfsschule) mit den Oberstufenzügen Ober-, Real- und Sekundarschule; zudem gibt es das Werkjahr, das freiwillige zehnte Schuljahr, den hauswirtschaftlichen Jahreskurs und die Integrationsklasse.

An der Kantonsschule Glarus kann die schweizerische Maturität erlangt und die Fachmittelschule besucht werden. Es finden auch Volkshochschulkurse statt.

In Ziegelbrücke wird eine Gewerbliche Berufsschule, in Glarus diejenige der kaufmännischen Berufe und die Pflegeschule geführt. Im Kanton können in rund 400 Lehrbetrieben etwa 130 Berufe erlernt werden.

Die reichen Angebote von Landesarchiv und vor allem der modernen Glarner Landesbibliothek dienen nicht nur den Bildungshungrigen, sondern auch geschichtlich und kulturell Interessierten oder einfach dem Lese-, Hör- und Sehvergnügen. Die Landesbibliothek (Kantonsbibliothek) verfügt mit der Kartensammlung von Walter Blumer und der Kartografie-Bibliothek von Arthur Dürst über eine wenig bekanntes, aber kartenhistorisch interessantes Forschungsmaterial.

Glarus besitzt ein renommiertes, als solches errichtetes Kunsthaus. Auch die Galerie Tschudi in Glarus und verschiedene private Galerien zeigen immer wieder Sehenswertes aus dem Bereich der darstellenden Künste, die von zahlreichen Künstlern und Künstlerinnen im Kanton ausgeübt werden.

Die Musikwoche Braunwald ist die traditionsreichste derartige Veranstaltung in ganz Europa. Sie lädt die Teilnehmenden nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum aktiven Mittun ein. Die Glarner Musikschule Glarus trägt, zusammen mit zahlreichen Vereinen und Gruppen, zum Musikleben bei. Und die Modern Music School – Glarnerland ergänzt das traditionelle Ausbildungs-Angebot mit einem auf die modernen Stilrichtungen spezialisierten Programm.

Weiter sind die Glarner Konzert und Theatergesellschaft sowie das Kultur- und Vereinszentrum Holenstein Glarus (vor allem in alternativer Kultur) aktiv.

Im sportlichen Bereich besteht ein Angebot in verschiedene Sportzentren und locken natürlich die nahen Berge und Seen zu lokaler Aktivität. Übrigens wurde die erste Schweizer-Alpen-Club-Hütte der Schweiz im Kanton Glarus, am Tödi, erstellt und stand die Wiege des schweizerischen Skisports im Glarnerland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kanton Glarus
Wappenbegründung:

Das Glarner Wappen zeigt als einziges Kantonswappen der Schweiz einen Menschen: den heiligen Fridolin mit Wanderstab und Bibel.

Der Legende nach war Fridolin ein irischer Glaubensbote, der anfangs des 6. Jahrhunderts lebte und durch dessen Einfluss die Bewohner des Glarnerlandes zu Christen geworden waren. In kirchlichen Darstellungen wird er von einem Skelett begleitet. Die Sage berichtet, Fridolin, der vom sterbenden, reichen Ursus grosse Teile des Glarnerlandes geschenkt bekam, habe diesen im Erbstreit mit dessen Bruder Landolf aus dem Grab um Hilfe geholt. Landolf sei, als er den bereits in Verwesung übergegangenen Bruder vor Gericht erscheinen sah, darob so erschrocken und beschämt worden, dass er Fridolin auch seinen Teil des Glarnerlandes schenkte. Auf diese Art wurde die Zugehörigkeit des Glarnerlandes zum von Fridolin gegründeten Kloster Säckingen in Deutschland erklärt, und Fridolin gilt als Schutzpatron vor Erbschleicherei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Kanton. Räumliche Verteilung: Kantone und Gemeinden. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 7. Mai 2016.
  2. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Kanton, am Ende des dritten Quartals 2015. Bundesamt für Statistik (BFS), 15. Dezember 2015, abgerufen am 19. Januar 2016 (XLS; 47 kB).
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, abgerufen am 13. Januar 2016 (PDF; 807 kB).
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Kanton. Räumliche Verteilung: Kantone und Gemeinden. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 7. Mai 2016.
  5. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Kanton, am Ende des dritten Quartals 2015. Bundesamt für Statistik (BFS), 15. Dezember 2015, abgerufen am 19. Januar 2016 (XLS; 47 kB).
  6. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, abgerufen am 13. Januar 2016 (PDF; 807 kB).
  7. Bundesamt für Statistik – Wohnbevölkerung nach Religion, nach Kantonen und Städten. Abgerufen am 11. April 2011.
  8. Verfassung des Kantons Glarus vom 1. Mai 1988.
  9. Zusammenfassung der Landratswahlen 2014 (PDF; 393 kB). Staatskanzlei – Kanton Glarus. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  10. Kurt Nuspliger: Bernisches Staatsrecht und Grundzüge des Verfassungsrechts der Kantone. Stämpfli AG, Bern 2008, ISBN 3-7272-1533-X, S. 29 f.