Cornelius Nestler

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Cornelius Nestler (* vormals Nestler-Tremel; * 26. Oktober 1955 in Oberhausen) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Ordinarius für Strafrecht an der Universität Köln.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungsgang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nestler schloss seine Schulausbildung mit dem Abitur an der Ev. Landesschule zur Pforte ab und war von 1983 bis 1988 am Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Frankfurt am Main tätig. Darauf folgte ein Referendariat am Landgericht Frankfurt am Main. Er praktizierte als Strafverteidiger und drogenpolitischer Berater. 1992 wurde er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Frankfurt und habilitierte 1996 in Frankfurt. 1997 übernahm er eine Professur an der Juristischen Fakultät der Universität Köln.

Nebenklägervertreter ehemaliger KZ-Häftlinge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nestler war mehrfach Nebenklägervertreter in Strafprozessen gegen ehemalige SS-Leute und Wächter von Konzentrationslagern. So vertrat er die Interessen von NS-Opfer in den Gerichtsverfahren gegen John Demjanjuk (Landgericht München II; 2009 – 2011), Oskar Gröning (Landgericht Lüneburg; 2015), Reinhold Hanning (Landgericht Detmold; 2016) und Johannes R. (Landgericht Münster; 2018).[1]

Ferner vertritt Nestler anwaltlich das NS-Opfer Walter Plywasky, der Nebenkläger im Prozess gegen den ehemaligen SS-Sanitäter Hubert Z. ist.[2][3]

Sonstiges Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nestler ist Mitglied im Schildower Kreis, einem Experten-Netzwerk, das gegen die Prohibition bestimmter, in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz unterliegender Drogen argumentiert.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Nestler-Tremel: AIDS und Strafzumessung (= Frankfurter kriminalwissenschaftliche Studien, Band 38). Lang, Bern 1992, ISBN 978-3-631-45337-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. spiegel.de 13. November 2018: Prozess in Münster - Ehemaliger SS-Mann bestreitet von Massentötungen gewusst zu haben
  2. sueddeutsche.de 23. Juni 2017: Erstmals wird Richtern in NS-Verfahren Leitung entzogen
  3. spiegel.de 12. September 2016 / Gisela Friedrichsen: Unwürdiges Schauspiel