Cornelius Rost

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Cornelius Rost (* 27. März 1919 in Kufstein; † 18. Oktober 1983 in München)[1] war ein deutscher Soldat des Zweiten Weltkriegs, der unter seinem Alias Clemens Forell bekannt wurde, unter dem er angeblich aus einem sibirischen Kriegsgefangenenlager entkam und auf abenteuerliche Weise 14.000 km durch die Sowjetunion und den Fernen Osten marschierte.

In drei Sendungen des Bayerischen Rundfunks am 2., 3. und 4. April 2010[2] kam der Journalist Arthur Dittlmann nach langjährigen Forschungsarbeiten zu dem Ergebnis, dass Rosts Schilderungen, abgesehen von weiteren Unwahrscheinlichkeiten sachlicher Art, nicht der Wahrheit entsprechen können; so sei er weder Offizier gewesen noch 1952 heimgekehrt, sondern bereits 1947.

Seine Geschichte wurde 1955 von dem bayerischen Novellisten Josef Martin Bauer nach einem achtstündigen Tonbandinterview unter dem Titel So weit die Füße tragen niedergeschrieben und bereits 1959 mit Charakterdarsteller Heinz Weiss in der Hauptrolle in Form eines sechsteiligen Fernsehfilms, ebenfalls unter dem Titel So weit die Füße tragen, verfilmt. Dieser Mehrteiler wurde einer der ersten Straßenfeger der frühen Bundesrepublik.

Erst 2001 wurde der Stoff erneut unter dem Titel So weit die Füße tragen mit deutlich veränderter Handlung noch einmal umgesetzt.

Hauptartikel: So weit die Füße tragen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dierk Strothmann: Die Odyssee des Clemens F. Kölnische Rundschau, 27. Januar 2009, archiviert vom Original am 29. September 2011, abgerufen am 15. Dezember 2016.
    S. Fischer: Falsche Nachkriegserinnerungen – Der Schnee von gestern. Süddeutsche Zeitung, 23. März 2010, abgerufen am 15. Dezember 2016.
    Die unglaubliche Flucht eines Kriegsgefangenen. ORF Tirol, 2. April 2010, abgerufen am 15. Dezember 2016 (Kurz-Bio mit kleinem Bild seines Grabstein mit lesbaren Lebensdaten).
  2. Arthur Dittlmann: „So weit die Füße tragen.“ Ein Welterfolg – Dichtung und Wahrheit. BR-online, archiviert vom Original am 20. Oktober 2010, abgerufen am 15. Dezember 2016 (Information zur Sendung auf Bayern 2).