Curt Becker (Politiker, 1936)

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Curt Martin Becker[1] (* 19. Juni 1936 in Naumburg (Saale); † 22. Mai 2018 ebenda) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1990 bis 2006 Abgeordneter im Landtag von Sachsen-Anhalt, seit 1990 Bürgermeister der Stadt Naumburg (1994–2001 als Oberbürgermeister) sowie von 2002 bis 2006 Justizminister von Sachsen-Anhalt.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Curt Becker besuchte die Landesschule Pforta.[2] Nach Abitur und Jurastudium in Kiel und Tübingen (1965 Assessorexamen) arbeitete Becker von 1965 bis 1967 als Gerichtsassessor in Baden-Württemberg. Von 1967 bis 1972 war er Staatsanwalt bei der Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg. Danach wechselte er ins Sozialministerium Baden-Württemberg, war dort zuletzt als Ministerialrat zuständig für Kabinetts-, Landtags- und Bundesratsangelegenheiten. Von 1982 bis 1990 war Curt Becker Verbandsdirektor des kommunalen Landeswohlfahrtsverbandes Württemberg-Hohenzollern.

Becker war evangelisch, verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb im Mai 2018 im Alter von 81 Jahren.[3]

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Becker trat 1967 in die CDU ein. Er war von 1973 bis 1982 Mitglied des Kreistages Ludwigsburg und von 1987 bis 1990 CDU-Stadtverbandsvorsitzender von Ludwigsburg.

Nach der Friedlichen Revolution in der DDR 1989 kehrte Curt Becker aus Baden-Württemberg zurück in seine Heimat Sachsen-Anhalt. Er wurde 1990 zum Bürgermeister der Stadt Naumburg gewählt. Dieses Amt übte er (ab 1994 als Oberbürgermeister) bis 2001 aus. Von der 1. Legislaturperiode (1990–1994) bis zur 4. Legislaturperiode (2002–2006) war er Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt.[4] Von Mai 2002 bis Mai 2006 war Curt Becker in der CDU/FDP-Landesregierung Justizminister (Kabinett Böhmer I).[5]

Ehrenämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Curt Becker ist Ehrenbürger der Stadt Naumburg. Er war Mitglied des DRK und VdK, Ehrenmitglied des TV Friesen, des privilegierten Schützencorps Naumburg, der Stadtwache Naumburg, des Claudius Männerchores sowie der Freiwilligen Feuerwehr Naumburg.

Er war Domherr und seit 2013 Dechant der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz. Zudem war Curt Becker stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Schulpforta und erster Vorsitzender der 2013 gegründeten KulturAkademie Naumburg. Er war Ehrenschlossführer des Residenzschlosses Ludwigsburg.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Holzapfel (Hrsg.): Landtag von Sachsen-Anhalt. 4. Wahlperiode. 2002–2006. Stand: 15. August 2003. Rheinbreitbach 2003, S. 11.
  • Curt Becker, in: Internationales Biographisches Archiv 28/2006 vom 15. Juli 2006, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.abschied-nehmen.de/traueranzeige/curt-becker-1936 - abgerufen am 30. Mai 2018
  2. Curt Becker, in: Internationales Biographisches Archiv 28/2006 vom 15. Juli 2006, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Albrecht Günther, Harald Boltze: Trauer um Curt Becker. In: Naumburger Tageblatt. 22. Mai 2018, abgerufen am 22. Mai 2018.
  4. Abgeordnete und Fraktionen: 97 Abgeordnete im 5. Landtag von Sachsen-Anhalt. Landtag von Sachsen-Anhalt, archiviert vom Original am 25. Februar 2009; abgerufen am 22. Mai 2018.
  5. Minister a. D. Curt Becker. Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz, 1. Februar 2018, abgerufen am 22. Mai 2018.