Dagobert Krause

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Dagobert Krause (* 29. Dezember 1926 in Angermünde; † 12. Juni 2009 in Hamburg) war Gewerkschafter in der DDR.

Er wurde als fünftes von sieben Kindern des Gärtners Hermann Krause und seiner Frau Ernestine Krause geboren. Nach dem Abschluss der achtjährigen Schule 1941 wurde er Jungpostbote bevor er über den Arbeitsdienst zur Wehrmacht eingezogen wurde. Nach seiner Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und der amerikanischen Gefangenschaft in Frankreich bis Ende 1947 erlernte er den Beruf eines Postangestellten in Angermünde.

1949 wurde er im Land Brandenburg in die Zentrale Postgewerkschaft Brandenburg gewählt. Nach seinem Studium der Volkswirtschaft an der Gewerkschaftshochschule „Fritz Heckert“ in Bernau in den 1950er Jahren setzte man ihn ab 1960 wegen seiner Französischkenntnisse in der internationalen Organisation der Gewerkschaft der DDR ein.

Im Jahre 1964 wurde er innerhalb des Weltgewerkschaftsbundes als Generalsekretär in die IVG öffentliche Dienste gewählt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehörte der Aufbau von Kontakten zwischen den einzelnen nationalen und internationalen Gewerkschaftsverbänden. Er hatte gute Kontakte zum Gewerkschaftsvorsitzenden des FDGB Herbert Warnke, Georges Frischmann (Frankreich), Natan Gussinski (Sowjetunion) und dem Vorsitzenden der ÖTV Heinz Kluncker. Diese Tätigkeit führte er bis 1978 aus. 1975 ehrte man ihn mit dem Orden "Vaterländischer Verdienstorden in Bronze".

Danach betreute er innerhalb des FDGB die Kaderentwicklung im Bereich Öffentliche Dienste der nördlichen Bezirke der DDR bis zu seinem vorzeitigen Ausscheiden. Dieses Ausscheiden war durch persönliche Differenzen mit Harry Tisch begründet.

Krause starb im Alter von 82 Jahren.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Entwicklung des sozialistischen Nachrichtenwesens in den Kreisen Angermünde/Schwedt 1945-1985, Herausgeber Deutsche Post, Post- und Fernmeldeamt Angermünde 1320.
  • Geschichte des FDGB – Chronik 1945-1982, Verlag Tribüne, Berlin 1985, Bestell-Nr. 686445.
  • Chronik der Gewerkschaft der Mitarbeiter der Staatsorgane und der Kommunalwirtschaft im FDGB 1945 - 1986, Tribüne Verlag Berlin.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige in der Berliner Zeitung vom 12. Juni 2009.