Angermünde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Angermünde
Angermünde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Angermünde hervorgehoben
Koordinaten: 53° 1′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 324,19 km2
Einwohner: 13.805 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16278
Vorwahl: 03331
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 008
Stadtgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 24
16278 Angermünde
Webpräsenz: www.angermuende.de
Bürgermeister: Frederik Bewer (parteilos)
Lage der Stadt Angermünde im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Angermünde (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist eine Kleinstadt im Landkreis Uckermark im Land Brandenburg (Deutschland).

Seit 2010 trägt Angermünde das Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort.[2][3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die uckermärkische Stadt liegt etwa 80 km nordöstlich von Berlin in einer seenreichen Endmoränenlandschaft zwischen Schorfheide und Oder. Mit 326 km² ist Angermünde eine der flächengrößten Städte Deutschlands (Platz 15; die Fläche entspricht etwa der Größe Bremens oder Dresdens). Als Verwaltungssitz des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin liegen Teile dessen im Süden und Westen des Stadtgebietes. Im Süden grenzt Angermünde an den Landkreis Barnim, im Osten an die Republik Polen (Gemarkung Stolpe/Oder).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angermünde grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Gramzow, Zichow, Mark Landin, Pinnow, Schöneberg, Lunow-Stolzenhagen, Parsteinsee, Chorin, Ziethen, Althüttendorf, Joachimsthal, Friedrichswalde, Temmen-Ringenwalde, Flieth-Stegelitz, und Oberuckersee.

Kirche in Görlsdorf
Schloss Görlsdorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Angermünde besteht aus der Kernstadt und den am 26. Oktober 2003 eingegliederten Gemeinden des ehemaligen Amtes Angermünde-Land (ohne Polßen).[4] Eine Besonderheit ist die eingemeindete Stadt Greiffenberg – sie war eine der kleinsten Städte in Deutschland und ist heute eine Stadt in der Stadt. Die 23 Ortsteile Angermündes sind[5]:

Dazu kommen 40 Wohnplätze[5] mit z. T. eigener Geschichte: Altenhof, Augustenfelde, Ausbau, Ausbau Mürower Straße, Ausbau Pinnower Weg, Ausbau Welsower Weg, Bauernsee, Blumberger Mühle, Breitenteicher Mühle, Friedrichsfelde, Gehegemühle, Glambecker Mühle, Greiffenberg Siedlung, Grumsin, Henriettenhof, Klein Frauenhagen, Leistenhof, Leopoldsthal, Linde, Lindenhof, Louisenhof, Luisenthal, Mürow-Oberdorf, Neu-Günterberg, Neuhaus, Neuhof, Neuhof, Peetzig, Rosinthal, Schäferei, Sonnenhof, Sternfelde, Stolper Mühle, Thekenberg, Waldfried, Waldfrieden, Wilhelmsfelde, Wilhelmshof, Ziethenmühle, Zollende

Seen im Stadtgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mündesee in Angermünde von Dobberzin aus gesehen
  • Großer Dabernsee
  • Brackensee
  • Schwarzer See
  • Schönebergsee
  • Petschsee (auch „Bauernsee“)
  • Dobberziner See
  • Großer Plunzsee
  • Rosinnsee
  • Mudrowsee
  • Schleisee
  • Großer Peetzigsee
  • Kleiner Peetzigsee
  • Plötzsee

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angermünde
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
36
 
1
-4
 
 
30
 
3
-3
 
 
34
 
7
0
 
 
39
 
13
3
 
 
51
 
18
7
 
 
69
 
22
11
 
 
54
 
23
12
 
 
56
 
23
12
 
 
44
 
19
9
 
 
33
 
13
6
 
 
44
 
7
2
 
 
43
 
3
-2
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Angermünde
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,2 2,8 7,2 12,6 18,4 21,8 23,2 23,0 18,8 13,2 6,7 2,9 Ø 12,7
Min. Temperatur (°C) -3,8 -3,2 -0,4 2,9 7,3 10,9 12,4 12,0 9,3 5,7 1,7 -1,7 Ø 4,5
Niederschlag (mm) 36,4 30,3 33,6 38,9 51,3 68,6 53,5 55,5 43,8 33,3 44,2 42,5 Σ 531,9
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,3 4,2 5,4 7,5 7,7 7,6 7,2 5,3 3,5 1,6 1,2 Ø 4,6
Regentage (d) 9 8 9 8 9 10 9 8 8 8 9 10 Σ 105
Luftfeuchtigkeit (%) 88 85 80 74 71 72 73 75 80 84 87 88 Ø 79,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,2
-3,8
2,8
-3,2
7,2
-0,4
12,6
2,9
18,4
7,3
21,8
10,9
23,2
12,4
23,0
12,0
18,8
9,3
13,2
5,7
6,7
1,7
2,9
-1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
36,4
30,3
33,6
38,9
51,3
68,6
53,5
55,5
43,8
33,3
44,2
42,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen 1210 und 1230 entstand an einer Kreuzung von Handelsstraßen eine Burg, die den neuen deutschen Siedlern Schutz bot.
  • Etwa 1210 Bau der ersten Feldsteinkirche (Marienkirche)
  • Um 1254 Verleihung des Stadtrechtes durch Markgraf Johann Otto III.[6]
  • Zwischen 1245 und 1250 entstand die erste Franziskaner Klosterkirche aus Feldsteinen, die im 15. Jahrhundert aus Backsteinen erneuert wurde.
  • 1263 Ersterwähnung (ein Henricus de Angermunde taucht in einer Stettiner Urkunde auf)
  • 1313 Übertragung der Nutzungsrechte für einige Binnengewässer durch Markgraf Waldemar von Brandenburg.[7]
  • 1420 Schlacht von Angermünde, Sieg der Brandenburger gegen die Pommern
  • 1817 wurde Angermünde Kreisstadt des Landkreises Angermünde in der preußischen Provinz Brandenburg
  • 1842 Bahnanschluss durch die Berlin-Stettiner Eisenbahn
  • Am 13. September 1891 wurde an der Westseite des Marktplatzes das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Einigungskriege nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers Albert Manthe feierlich enthüllt. Die beiden Standbilder auf dem Sockel stellten die Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. dar; die Gruppe der beiden Kaiser wurde 1893 für die Kriegerdenkmäler in Solingen-Ohligs und Weißwasser wiederholt.
  • In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge in der Klosterstraße niedergebrannt. Auch wurde der jüdische Friedhof an der Puschkinallee zerstört.
  • Am 22. Februar 1945 wurden drei deutsche Soldaten als Wehrmachtsdeserteure gehenkt. Seit 1965 erinnert im Friedenspark ein Gedenkstein an sie.
  • Am 27. April 1945 liefen der Bäckermeister Miers und der Juwelier Nölte auf der Straße nach Schwedt den anrückenden sowjetischen Truppen entgegen und übergaben nach kurzen Verhandlungen kampflos die Stadt. Angermünde blieb dadurch von Kriegszerstörungen verschont.
  • Auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht musste das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz von zwangsverpflichteten deutschen Helfern 1945 abgerissen werden.
  • 1952 bis 1990 war Angermünde Kreisstadt des Kreises Angermünde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), 1990 bis 1993 im Land Brandenburg

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dobberzin wurde Anfang 1974,[8] Altkünkendorf Ende 2000[9] eingemeindet. Im Oktober 2003 kamen die Gemeinden des Amtes Angermünde-Land hinzu.[10]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Altkünkendorf 31. Dezember 2000
Biesenbrow 26. Oktober 2003
Bölkendorf 26. Oktober 2003
Bruchhagen 26. Oktober 2003
Crussow 26. Oktober 2003
Dobberzin 1. Januar 1974
Frauenhagen 26. Oktober 2003
Gellmersdorf 26. Oktober 2003
Görlsdorf 26. Oktober 2003
Greiffenberg 26. Oktober 2003
Günterberg 26. Oktober 2003
Herzsprung 26. Oktober 2003
Kerkow 26. Oktober 2003
Mürow 26. Oktober 2003
Neuhaus 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Steinhöfel
Neukünkendorf 26. Oktober 2003
Obergreiffenberg 1. Januar 1928 Eingemeindung nach Greiffenberg
Schmargendorf 26. Oktober 2003
Schmiedeberg 26. Oktober 2003
Steinhöfel 26. Oktober 2003
Stolpe/Oder 26. Oktober 2003
Welsow 26. Oktober 2003
Wilmersdorf 26. Oktober 2003
Wolletz 26. Oktober 2003

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 6.601
1890 6.712
1910 8.151
1925 8.755
1933 9.022
1939 9.476
1946 10.813
1950 11.928
1964 12.327
1971 11.785
Jahr Einwohner
1981 11.870
1985 11.752
1989 11.423
1990 11.347
1991 11.115
1992 10.888
1993 10.731
1994 10.451
1995 10.307
1996 10.379
Jahr Einwohner
1997 10.294
1998 10.229
1999 10.085
2000 10.015
2001 9.857
2002 9.616
2003 15.755
2004 15.628
2005 15.276
2006 15.036
Jahr Einwohner
2007 14.801
2008 14.598
2009 14.492
2010 14.360
2011 13.826
2012 13.687
2013 13.597
2014 13.650
2015 13.805

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[11][12], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Das starke Bevölkerungswachstum 2003 ist auf die Eingemeindung von 20 davor selbstständigen Gemeinden zurückzuführen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Angermünde besteht aus 22 Mitgliedern und dem Bürgermeister als stimmberechtigtem Mitglied. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:[13]

Rathaus
Liste / Partei Stimmenanteil Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 30,7 % 7
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 19,3 % 4
Die Linke 19,0 % 4
Ländliche Bürgergemeinschaft Angermünde 15,0 % 3
WG Angermünder Bürger – WG Bürger für Gerechtigkeit 7,8 % 2
Freie Demokratische Partei (FDP) 4,5 % 1
Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) 3,7 % 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989–1998: Wolf-Hugo Just
  • 1998–2016: Wolfgang Krakow (SPD)
  • seit 2016: Frederik Bewer (parteilos)

Frederik Bewer wurde als Einzelbewerber in der Bürgermeisterstichwahl am 8. Mai 2016 mit 95,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[14] Sein Gegenkandidat Olaf Theiß (SPD) trat zur Stichwahl nicht mehr an.[15]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. Januar 1995 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber über vier blauen Wellen eine rote Burg mit drei bezinnten Türmen; aus dem größeren Mittelturm wächst ein ein goldenes Hifthorn blasender grün gekleideter Jäger, das offene Tor ist mit einem goldenen Hirschkopf belegt; auf dem rechten Seitenturm ein blauer Spangenhelm mit drei grünen Pfauenfedern, auf dem linken Seitenturm ein roter Adler.“[16]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das historische Erscheinungsbild der Altstadt ist weitgehend erhalten. Die Stadt Angermünde ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ im Land Brandenburg. Das 1990 ins Leben gerufene Sanierungsprogramm ist 2007 ausgelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Gebäude in der Innenstadt saniert. Dominante Bauwerke der Stadt sind vor allem das Franziskanerkloster und die Marienkirche. Im sanierten Franziskanerkloster finden regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Es beherbergt auch eine Dauerausstellung des Heimatvereins. Auf Initiative des Altkünkendorfer Künstlers Joachim Karbe treffen sich seit 1991 alle zwei Jahre Bildhauer aus ganz Europa zum Angermünder Hartgesteinsymposium.

Als Material für ihre Arbeiten verwenden die Künstler die uckermärkischen „Findlinge“, große Granitsteine, die die letzte Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren hier zurückließ. Die Kunstwerke werden jeweils für zwei Jahre am Mündesee und inzwischen auch an verschiedenen Plätzen in der Altstadt und an der Mündeseepromenade ausgestellt.

Alljährlich erscheint als publizistischer Höhepunkt des ausklingenden Kulturjahres ein von der Stadt Angermünde herausgegebener Heimatkalender Angermünde.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehm Welk- und Heimatmuseum Angermünde

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Angermünde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Stadtmauer am Kaisergarten

Altstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alte Mälzerei

Eingemeindetes Umland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Bölkendorf
  • Burg Greiffenberg
  • Burg Stolpe
  • Blumberger Mühle
  • Mehrere mehr oder weniger restaurierte Gutshäuser, z. B.:
    • Altkünkendorf
    • Kerkow
  • Mehrere Dorfkirchen:
    • Bölkendorf
    • Dobberzin ((COMMONS))
    • Frauenhagen
    • Greiffenberg
    • Grillmersdorf
    • Welsow
  • Fernmeldeturm Angermünde (bei Altkünkendorf)

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Erinnerung an das nicht mehr erhaltene Seetor hat die Stadt einen behauenen Findling in Form des Tores sowie eine Informationstafel an der Seestraße/Ecke Wasserstraße aufgestellt. Ähnliche Findlinge erinnern an das Berliner Tor, das Schwedter Tor sowie das Prenzlauer Tor, die ebenfalls abgerissen wurden.
  • Seit 1950 erinnert hinter den Gräbern von drei erhängten Kriegsdienstverweigerern auf dem Friedhof an der Schwedter Straße ein Denkmal an Widerstand und Opfer des Faschismus
  • Denkmal von 1964 auf dem ehemaligen Jüdischen Friedhof auf einer Anhöhe östlich der Bundesstraße 198 nördlich des Ortsteils Günterberg, wo die Jüdische Gemeinde Greiffenberg 1809 ihren Friedhof anlegte

Tierpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1963 gegründete Tierpark Angermünde ist der einzige Tierpark in der Uckermark. Er beherbergt auf einer Fläche von 7 ha etwa 250 Tiere in 45 Arten aus allen Kontinenten der Welt. Als Besonderheit gibt es hier alle sechs Kamelarten: Dromedar, Trampeltier, Guanako, Lama, Alpaka und Vikunja. Der Tierpark beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) mit der Haltung von Vikunjas und Lisztäffchen.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TSG Angermünde (Volleyball, Boxen, Ju-Jutsu, Judo, Schach, Gewichtheben)
  • Handballclub Angermünde
  • Angermünder Fussballclub
  • Volleyballclub Angermünde
  • Eisenbahner Sportverein 49 e. V.
  • VfL Angermünde
  • Paintball Hof Angermünde e. V.
  • weitere Vereine in den Ortsteilen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uckermärkische Blasmusiktage – Volksfest jedes Jahr Anfang Juni
  • Energie Open Air – Pop- und Rockfest im nahegelegenen Strandbad Wolletzsee im August (ca. 5000 Besucher jährlich)
  • Angermünder Gänsemarkt – jährlich am zweiten Adventswochenende
  • Kinderweihnachtsmarkt – gemütlicher kleiner Weihnachtsmarkt extra für Kinder (jährlich am 3. Adventswochenende)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Angermünde immer noch einige Betriebe der traditionellen Industrie beherbergt, versucht man verstärkt, den Tourismus in der Region zu stärken. Die hohe Arbeitslosigkeit zwang viele Angermünder zur Abwanderung in wirtschaftsstärkere Gebiete Deutschlands.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhofsvorplatz

Bahnverkehr

Der Bahnhof Angermünde ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Nordosten Brandenburgs. Bahnstrecken gehen von Berlin aus über die Angermünde-Stralsunder Eisenbahn nach Stralsund, über die Berlin-Stettiner Eisenbahn nach Stettin sowie über die Angermünde-Schwedter Eisenbahn nach Schwedt. Da die Strecke nach Stettin nicht elektrifiziert ist, müssen Reisende hier auf Dieselzüge umsteigen.

Der Bahnhof Angermünde wird von der Regional-Expresslinie RE 3 Stralsund / Schwedt–Berlin–Elsterwerda-Biehla / Lutherstadt Wittenberg sowie den Regionalbahnlinien RB 61 Schwedt–Angermünde und RB 66 StettinBerlin Gesundbrunnen bedient.

Eine weitere 30 Kilometer lange Bahnlinie nach Bad Freienwalde (Oder) wurde am 30. November 1997 stillgelegt. Überlegungen, die Strecke touristisch mit Draisinen – wie die Strecke Fürstenberg–Templin – zu nutzen, wurden verworfen.

Straßenverkehr

Durch Angermünde führen die Bundesstraßen B 2 nach Schwedt, die B 158 nach Bad Freienwalde und die B 198 von Joachimsthal nach Prenzlau. Die Anschlussstellen Joachimsthal und Pfingstberg der A 11 zwischen Berlin und Stettin sind rund 16 beziehungsweise 19 Kilometer von der Kernstadt Angermünde entfernt.

Mit dem Uckermärkischen Radrundweg, dem Radfernweg Berlin–Usedom und dem Oder-Neiße-Radweg ist die Stadt Angermünde an drei wichtige Radfernwege angebunden. Zuletzt wurde die Lücke im Radweg Berlin–Usedom zwischen den Blumberger Teichen sowie den Ortsteilen Görlsdorf und Peetzig Ende 2007 ausgebaut.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Angermünde arbeitet eine Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung, der einzigen Tageszeitung der Region. Der in Prenzlau ansässige Lokalfernsehsender Uckermark TV (bis Januar 2011 TV Angermünde Lokal) sendet auch Lokalinformationen aus Angermünde.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berufliche Schule Angermünde
Schulen
  • Gustav-Bruhn-Grundschule
  • Puschkin-Grundschule
  • Freie Schule Angermünde: Vorschule, Grundschule und Oberschule
  • Ehm-Welk-Gesamtschule
  • Einstein-Gymnasium Angermünde
  • Allgemeine Förderschule
Berufsschulen
  • BSA Private Berufliche Schule Angermünde
  • ABW Angermünder Bildungswerk
  • Ergotherapieschule „Regine Hildebrandt“ Angermünde
Friedrich Heinrich von der Hagens Grab in Schmiedeberg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehm Welk (1884–1966), Schriftsteller

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolf-Hugo Just (1940–2013), 1989 erster frei gewählter Bürgermeister[17]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verlagsbuchhandlung Ehm Welk: Angermünde. Flair und Zauber einer Stadt und ihrer Landschaft. Verlagsbuchhandlung Ehm Welk, Angermünde 2008, ISBN 978-3-9811703-1-3
  • Verlagsbuchhandlung Ehm Welk: DVD-Filmklassiker: Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche. Verlagsbuchhandlung Ehm Welk, Angermünde 2007, ISBN 978-3-9811703-0-6
  • Wolfgang Blaschke, Ingo Nagel: Angermünde und Umgebung. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-021-2
  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Angermünde – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Webseite der Stadt Angermünde, Chronik
  3. Presseinformation des Brandenburgischen Ministeriums für Wirtschaft und Energie vom 9. September 2016
  4. Freiwillige Gemeindezusammenschlüsse 1995–2003
  5. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Stadt Angermünde
  6. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 46–47.
  7. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 961.
  8. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
  10. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  11. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 14–17
  12. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  13. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  14. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 8. Mai 2016
  15. Angermünder Stichwahl mit nur einem Kandidaten. In: Märkische Onlinezeitung, 6. Mai 2016
  16. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  17. Wolf-Hugo Just verstorben-Pionierarbeit einer neuen Verwaltung. In: Märkische Onlinezeitung, 15. August 2013