Daniela Ambrosoli

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Daniela Ambrosoli

Daniela Ambrosoli (* 10. November 1941 in Ascona) ist eine Schweizer Unternehmerin, Mäzenin, Gründerin und Präsidentin der Pierino Ambrosoli Foundation sowie Filmregisseurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniela Ambrosoli, Tochter der deutschen Ausdruckstänzerin Sonja Bragowa und des aus der Lombardei stammenden Tessiner Geschäftsmanns Pierino Ambrosoli, wurde in Ascona, Schweiz, geboren. Sie besuchte die Schule in Ascona und in Locarno, wo sie die Eidgenössische, klassische Matura ablegte. In den darauf folgenden Jahren studierte sie an den Universitäten Florenz, Zürich und Genf und sammelte Arbeitserfahrungen in den Bereichen Psychologie und Medizin.

Nach dem vorzeitigen Tod ihres Vaters lernte sie Management und übernahm einige der Unternehmen, die von ihrem Vater und Geschäftsmann gegründet wurden, unter ihnen das Camping Delta in Locarno im Jahr 1983 zusammen mit ihrem Ehemann und Amministrazioni Immobiliari Ambrosoli, Locarno, eine Immobiliengesellschaft. 1999 gründete sie die Travel & Culture Management AG in Zürich.

1990 gründete Daniela Ambrosoli die Pierino Ambrosoli Foundation in Zürich, eine Organisation, welche die Ausbildung junger Talente in ihrer Tanz- und Musikausbildung auf der ganzen Welt unterstützt.

In den folgenden Jahren wurde Daniela Ambrosoli Mitglied mehrerer Leitungsräte internationaler Vereine, zum Beispiel Prix de Lausanne, die sich in den Bereichen Tanz und Musik sowie auf humanitärem und sozialem Gebiet, zum Beispiel Soroptimist International, Union Schweiz, engagieren.

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit dem italienischen Regisseur Renato Pugina, zusammen mit zwei ihrer Kinder Aliocha Merker (Kameramann und Fotograf in Rom) und Shari Yantra Marcacci (Fotografin, Filmregisseurin und Produzentin in Los Angeles) kommt Daniela Ambrosoli in Kontakt mit der Filmwelt. Seit 2004 arbeitet sie mit Renato Pugina als Regieassistentin, Organisatorin und Übersetzerin von Dokumentarfilmen für das RSI (Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz): "La Depressione, il male oscuro" (2004), "Sul corpo e nel cuore" (2007), "In un corpo sbagliato" (2009), "Madri figlicide" (2010), "L'ultimo viaggio" (2013), "I sopravvisuti" (2014), "Il sogno di Hans" (2015), "Via dal Ticino" (2015). Daniela Ambrosoli ist Co-Regisseurin mit Renato Pugina für den Dokumentarfilm "Per Amor di Dio" (2011) RSI.

2008/2009 realisiert Daniela Ambrosoli einen Dokumentarfilm über Hermann Nitsch, den österreichischen Künstler und Gründervater des Wiener Aktionismus. Gemeinsam mit ihrem Team, darunter Aliocha Merker als Kameramann und Direktor der Fotografie und Johannes Nakajima als Editor, begleitet sie Hermann Nitsch in seinem Privatleben und Leben als Künstler während eines ganzen Jahres, um dann das ergreifende Porträt dieses aussergewöhnlichen Mannes zu dokumentieren. 2011 wird der Film "HN Hermann Nitsch" mit dem Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm auf dem Beverly Hills Film Festival in Los Angeles ausgezeichnet.

Daniela Ambrosoli lebt mit ihrem Mann in Zürich.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Making of a Dream 2017, Dokumentarfilm 2017, Drehbuch, Regisseurin, Produzentin
  • Figli? No grazie! 2017, Dokumentarfilm RSI 2017, Regie-Assistentin, Koordinatorin und Übersetzung[1]
  • Via dal Ticino 2015, Dokumentarfilm RSI 2015, Regie-Assistentin, Koordinatorin und Übersetzung[2]
  • Il sogno di Hans 2015, Dokumentarfilm RSI 2015, Regie-Assistentin, Koordinatorin und Übersetzung[3]
  • I sopravvissuti 2014, Dokumentarfilm RSI 2014, Regie-Assistentin, Koordinatorin und Übersetzung[4]
  • L’ultimo viaggio 2013, Dokumentarfilm RSI 2013, Regie-Assistentin, Organisation und Übersetzung[5]
  • Per Amor di Dio 2011, Dokumentarfilm RSI 2011, Co-Regie, Organisation und Übersetzung[6]
  • Der Fisch, Kurzfilm 2011 von Shari Yantra Marcacci, ausführende Produzentin
  • Madri figlicide, Dokumentarfilm RSI 2010, Regie-Assistentin, Organisation und Übersetzung[7]
  • HN Hermann Nitsch, Dokumentarfilm 2009, Projekt, Drehbuch, Regisseurin, Co-Produzentin
  • In un corpo sbagliato, Dokumentarfilm RSI 2009, Regie-Assistentin, Organisation und Übersetzung[8]
  • Sul corpo e nel cuore, Dokumentarfilm RSI 2007, Regie-Assistentin, Organisation und Übersetzung
  • Depressione un male oscuro, Dokumentarfilm RSI 2004, Regie-Assistentin, Organisation und Übersetzung

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 HN Hermann Nitsch, Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm des Beverly Hills Film Festival, Los Angeles.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RSI Radiotelevisione svizzera: Figli? No, grazie! Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  2. RSI Radiotelevisione svizzera: Via dal Ticino. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  3. RSI Radiotelevisione svizzera: Il sogno di Hans. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  4. RSI Radiotelevisione svizzera: I sopravvissuti. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  5. RSI Radiotelevisione svizzera: L'ultimo viaggio. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  6. RSI Radiotelevisione svizzera: Per amor di Dio. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  7. RSI Radiotelevisione svizzera: Madri figlicide. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).
  8. RSI Radiotelevisione svizzera: In un corpo sbagliato. Abgerufen am 23. März 2017 (italienisch).