Darius Rucker

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Darius Rucker

Darius Carlos Rucker (* 13. Mai 1966 in Charleston, South Carolina) ist ein US-amerikanischer Rock-, R&B- und Countrysänger. Bekannt wurde er in den 90er Jahren als Sänger der Band Hootie and the Blowfish.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rucker besuchte die Middleton High School in seiner Heimatstadt und ging dann auf die University of South Carolina. Dort traf er auf die drei Kommilitonen, mit denen er 1989 gemeinsam Hootie and the Blowfish gründete. Ab 1994 hatten sie mehrere Single-Hits und drei Top-5-Alben in den USA. Danach machten sie erst einmal eine Pause, die Rucker für einen Soloausflug nutzte. Statt dem Pop-Rock-Stil der Band treu zu bleiben, ging er in Richtung R&B und stellte das Album The Return of Mongo Slade fertig. Die Veröffentlichung beim Bandlabel Atlantic scheiterte jedoch wegen vertraglichen Problemen, so dass sein Solodebüt erst 2002 beim Indie-Label Hidden Beach unter dem neuen Namen Back to Then erschien. Das Album blieb aber relativ erfolglos und erreichte nur die unteren Ränge der R&B- und Verkaufscharts.

Bereits ein Jahr später nahmen Hootie and the Blowfish ein neues gemeinsames Album auf. Aber nachdem dieses und das folgende Album nur noch mittelmäßig erfolgreich gewesen waren, löste sich die Band 2008 auf.

Darius Rucker unternahm daraufhin einen neuen Anlauf mit seiner Solokarriere und wandte sich diesmal in Richtung Country-Musik. Die Musik war ihm aus seiner Jugend in South Carolina vertraut und er hatte versucht, sie auch bei Hootie and the Blowfish einzubringen, wurde aber von seinen Bandkollegen überstimmt. 2005 trat er zudem in einem Werbespot als singender Cowboy auf[1].

Seine erste Single Don't Think I Don't Think About It erschien 2008 und wurde gleich ein großer Erfolg. Sie arbeitete sich bis auf Platz 1 der Country-Charts vor und er war damit der erste Afroamerikaner mit einem Country-Nummer-eins-Hit seit Charley Pride im Jahr 1983. Sein Album Learn to Live kam danach ebenfalls auf Platz 1 bei den Country-Alben und It Won't Be Like This for Long wurde die zweite Nummer-eins-Single in Folge. Auch in den offiziellen Hot-100- bzw. Billboard-200-Charts war Rucker mit Singles und Album erfolgreich. Am 2. Oktober 2012 wurde er Mitglied der Grand Ole Opry.[2]

Seinen größten Hit hatte Darius Rucker 2013 mit dem Song Wagon Wheel. Er war nicht nur seine dritte Nummer eins in den Country-Charts und kam auf Platz 15 in den Hot 100, er verkaufte sich über zwei Millionen Mal und bekam Doppelplatin[3]. Außerdem wurde er bei den Grammy Awards 2014 als beste Country-Solodarbietung des Jahres ausgezeichnet.

Ende Juli 2013 gab der Bürgermeister von Ruckers Heimatstadt Charleston im US-Bundesstaat South Carolina bekannt, dass eine Straße nach dem erfolgreichen Bürger benannt wird. Der Coliseum Drive heißt ab Mitte August Darius Rucker Boulevard.[4]

In einem Interview mit dem Musikmagazin Rolling Stone verriet Darius Rucker, dass er mit seinen alten Bandkollegen ein neues Hootie & the Blowfish Album aufnehmen und auf Tournee gehen will.[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6][7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK US US Coun­try Coun­try
2002 Back to Then US127
(2 Wo.)US
2008 Learn to Live US5
Platin
Platin

(112 Wo.)US
Coun­try1
(82 Wo.)Coun­try
2010 Charleston, SC 1966 US2
Gold
Gold

(41 Wo.)US
Coun­try1
(78 Wo.)Coun­try
2013 True Believers UK89
(1 Wo.)UK
US2
Gold
Gold

(47 Wo.)US
Coun­try1
(77 Wo.)Coun­try
2014 Home for the Holidays US25
(13 Wo.)US
Coun­try3
(10 Wo.)Coun­try
2015 Southern Style US7
(16 Wo.)US
Coun­try1
(42 Wo.)Coun­try
2017 When Was the Last Time US8
(7 Wo.)US
Coun­try2
(31 Wo.)Coun­try

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US Coun­try Coun­try
2008 Don’t Think I Don’t Think About It
Learn to Live
US35
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Coun­try1
(28 Wo.)Coun­try
It Won’t Be Like This for Long
Learn to Live
US36
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Coun­try1
(27 Wo.)Coun­try
2009 Alright
Learn to Live
US30
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(20 Wo.)US
Coun­try1
(21 Wo.)Coun­try
History in the Making
Learn to Live
US61
(20 Wo.)US
Coun­try3
(27 Wo.)Coun­try
Winter Wonderland
Coun­try49
(2 Wo.)Coun­try
Candy Cane Chistmas
Coun­try32
(4 Wo.)Coun­try
2010 Come Back Song
Charleston, SC 1966
US37
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Coun­try1
(21 Wo.)Coun­try
This
Charleston, SC 1966
US51
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Coun­try1
(25 Wo.)Coun­try
2011 I Got Nothin’
Charleston, SC 1966
US84
(10 Wo.)US
Coun­try17
(28 Wo.)Coun­try
2012 True Believers
True Believers
Coun­try24
(19 Wo.)Coun­try
2013 Wagon Wheel
True Believers
US15
Achtfachplatin
×8
Achtfachplatin

(26 Wo.)US
Coun­try1
(41 Wo.)Coun­try
Radio
True Believers
US65
(15 Wo.)US
Coun­try14
(21 Wo.)Coun­try
2014 Homegrown Honey
Southern Style
US53
(20 Wo.)US
Coun­try6
(32 Wo.)Coun­try
2015 Southern Style
Southern Style
Coun­try38
(10 Wo.)Coun­try
2016 If I Told You
When Was the Last Time
US53
Platin
Platin

(11 Wo.)US
Coun­try4
(43 Wo.)Coun­try
2017 For the First Time
When Was the Last Time
US58
(10 Wo.)US
Coun­try7
(31 Wo.)Coun­try
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2017 Don’t
When Was the Last Time
Coun­try39
(1 Wo.)Coun­try

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US Coun­try Coun­try
2016 Forever Country
US21
Gold
Gold

(4 Wo.)US
Coun­try1
(18 Wo.)Coun­try
als Teil von Artists of Then, Now & Forever
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2016 My Place
Kuntry Livin’
Coun­try49
(1 Wo.)Coun­try
Big Smo feat. Darius Rucker

Weitere Veröffentlichungen

  • 2002: Exodus
  • 2003: Wild One
  • 2014: Miss You
  • 2018: Straight to Hell (feat. Jason Aldean, Luke Bryan & Charles Kelley)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag bei aceshowbiz.com
  2. http://www.country.de/2012/10/03/darius-rucker-ist-member-of-the-grand-ole-opry/
  3. Wagon Wheel in der RIAA-Zertifizierungs-Datenbank
  4. http://www.charlestoncitypaper.com/FeedbackFile/archives/2013/07/26/coliseum-drive-to-become-darius-rucker-boulevard/
  5. http://www.rollingstone.com/music/news/darius-rucker-on-wagon-wheel-and-the-future-of-hootie-20130719/
  6. a b c US-Charthistorie
  7. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]