Decanal

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Strukturformel
Strukturformel von Decanal
Allgemeines
Name Decanal
Andere Namen
  • Caprinaldehyd
  • 1-Decanal
Summenformel C10H20O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 112-31-2
EG-Nummer 203-957-4
ECHA-InfoCard 100.003.598
PubChem 8175
Wikidata Q903525
Eigenschaften
Molare Masse 156,3 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,83 g·ml−1[1]

Schmelzpunkt

7 °C[1]

Siedepunkt

216 °C[1]

Dampfdruck

8,2 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (48 mg·l−1 bei 25 °C)[1]

Brechungsindex

1,428[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​412
P: 273​‐​280​‐​305+351+338​‐​337+313 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Decanal ist ein Aldehyd (anderer Name "Decylaldehyd")[3] mit der Halbstrukturformel CH3(CH2)8CHO.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decanal ist ein natürlicher Bestandteil der ätherischen Öle verschiedener Zitrusfrüchte, zum Beispiel von Orangenschalenöl und Neroliöl.[4][5]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decanal kann durch Reaktion von Decanol mit Dichlormethan in Pyridin mit Chromtrioxid gewonnen werden.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decanal ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Sie bildet bei erhöhter Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 90 °C.[1][7] Die Zündtemperatur beträgt 195 °C.[1][7] Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decanal hat einen süßem, blumigem Geruch, der an Orangenschalen erinnert. Es wird deshalb unter anderem als Aromastoff in der Lebensmittelindustrie und als Duftstoff in der Parfumindustrie eingesetzt.[5] Bekannt ist der Einsatz im Parfüm Chanel Nº 5, der diesem den spezifischen Geruch gab.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Decanal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Eintrag zu Decanal in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 8. Januar 2018 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt Decanal ≥98% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 27. Februar 2011 (PDF).
  3. Fritz Ullmann, Wilhelm Foerst: Encyklopädie der technischen Chemie, Band 14, 1963, S. 736
  4. Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie. Wiley, 1981, ISBN 978-3-527-20020-7, S. 206 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. a b Jürgen Falbe, Manfred Regitz: RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996-1999 Band 2: Cm - G. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 3-13-199981-0, S. 228 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. unbekannt: OXIDATION WITH THE CHROMIUM TRIOXIDE-PYRIDINE COMPLEX PREPARED in situ:1-DECANAL. In: Organic Syntheses. 55, 1976, S. 84, doi:10.15227/orgsyn.055.0084.
  7. a b E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.
  8. Beschreibung Chanel Nº 5 auf Parfumo, abgerufen am 9. Dezember 2016.