Deckfarbkasten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 5023
Bereich Schulwesen
Titel Deckfarben-Malkasten
Letzte Ausgabe 2.1989
ISO

Ein Deckfarbkasten, auch als Deckfarben-Malkasten (umgangssprachlich Tuschkasten oder Schulmalkasten) bezeichnet, ist ein Malkasten, der wasserlösliche Deckfarben in Form von Farbtabletten enthält und unter anderem in der schulischen Unterrichtspraxis der Kunstpädagogik Verwendung findet.

Farbtöne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland enthält ein Deckfarbkasten nach der DIN-Norm DIN 5023:1989-02 zwölf Farben, darunter die Primärfarben Gelb, Magentarot und Cyanblau sowie Orange, Zinnoberrot, Violett, Ultramarin, Blaugrün, Gelbgrün, Ockergelb, Gebrannte Siena, Schwarz und eine Tube Deckweiß.

Dieselbe Zusammenstellung wird in Österreich durch die ÖNORM A 2140 festgelegt.

Als zweite Palette mit weiteren 12 Farben ist gebräuchlich: Zitronengelb, Indischgelb, Fleischfarbe, Karminrot, Kobaltblau, Berliner Blau, Türkisblau, Französisch Grün, Olivgrün, Ocker dunkel, Umbra und Grau.

Die DIN 5023 löste 1989 die damals über 30 Jahre alte DIN 5021 ab. Veränderungen gegenüber der vorherigen DIN 5021 waren das Hinzunehmen von Magenta, Cyan und Violett; ältere Deckfarbkästen hatten dafür Karminrot, Preußischblau und Umbra sowie eine andere Anordnung der Farben.

Besondere Bedeutung der Primärfarben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Primärfarben Gelb, Magentarot und Cyanblau kommt eine besondere Bedeutung für den Kunstunterricht zu, da sich aus ihnen verschiedene Nuancen der Sekundärfarben Orange, Grün und Violett mischen lassen. Durch die Zugabe von Schwarz oder (Deck-)Weiß können die Farbtöne aufgehellt oder abgedunkelt werden. Auch die Farbenlehre nach Johannes Itten kann durch die drei Primärfarben nachempfunden und der Farbkreis nachgemalt werden.

Weitere Ausstattung und Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich gehören Borstenpinsel, ein Gefäß mit Wasser und ein Malblock mit geeignetem Papier zur Ausstattung beim Malen mit dem Deckfarbkasten.

Im Gegensatz zu den zähen Ölfarben haben die wasserlöslichen Deckfarben eine dünnflüssigere Konsistenz, so dass sich exaktes Arbeiten schwieriger gestaltet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Steckner: Bauhaus und DIN 5023, in: rot. grün. blau. Experiment in Farbe & Licht, Hrsg. Konrad Scheurmann, TU Ilmenau 2008, S. 84–89. ISBN 978-3-9811758-5-1