Deines-Bruchmüller-Kaserne

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Deines-Bruchmüller-Kaserne
Land Deutschland
Gemeinde Lahnstein
Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 37′ OKoordinaten: 50° 19′ 5″ N, 7° 36′ 33″ O
Erbaut 1937–1938
Stationierte Einheiten
Kraftfahrausbildungszentrum Lahnstein
Familienbetreuungszentrum Lahnstein
Teile Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
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Alte Kasernennamen
1938–1945
1947–1957
Deines-Bruchmüller-Kaserne
Caserne Général Gaston Billotte
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FrankreichFrankreich
Ehemals stationierte Einheiten
Artillerieregiment 70
Artillerie-Ersatz-Abteilung 70
Heeres-Artillerie-Abteilung 511
Nachrichten-Ersatz-Abteilung 34
Technisches Einsatz-Bataillon O HK (mot.)
Technisches Ersatz- und Ausbildungsbataillon 2
Panzerartillerieregiment 5
Feldartillerieregiment 2
Feldartilleriebataillon 45
Feldartilleriebataillon 545
Panzerjägerbataillon 2
Panzerpionierbataillon 5
Pionierbataillon 5
Pionierbataillon 320
schweres Pionierregiment 706
Pionierbrigade 40
Panzerfernmeldebataillon 5
Stabs- und Fernmeldebataillon 5
Fernmeldebataillon 283
Führungsunterstützungsbataillon 283
Panzerartilleriebataillon 155
Panzerartilleriebataillon 65
Feldersatzbataillon 51
Versorgungsbataillon 146
Feldjägerbataillon 742 (Geräteeinheit)
Flugabwehrversuchsregiment
Flugabwehrartilleriebataillon 11
Flugabwehrbataillon 2
Flugabwehrbatterie 60
Luftlandeartilleriebatterie 9
Korpsfernmeldebataillon 213
Regionale Stelle für Materialerhaltung und technischen Arbeitsschutz
Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr Abteilung C
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Deines-Bruchmüller-Kaserne (Rheinland-Pfalz)
Deines-Bruchmüller-Kaserne

Lage der Deines-Bruchmüller-Kaserne in Rheinland-Pfalz

Die Deines-Bruchmüller-Kaserne ist eine Kaserne der Bundeswehr in der Stadt Lahnstein nahe Koblenz in Rheinland-Pfalz mit einer Gesamtfläche von ca. 27,5 ha.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlage wurde am 13. November 1938 fertiggestellt, und beheimatete ursprünglich das Artillerieregiment 70 der Wehrmacht mit der I. (bespannten) Abteilung in der Deines- (rechts der alten Wache) und der II. (motorisierten) Abteilung in der Bruchmüller-Kaserne. Benannt ist die Liegenschaft nach den Artillerie-Generalen Gustav Adolf von Deines und Georg Bruchmüller.[1] Im Zweiten Weltkrieg waren in der Kaserne die Artillerie-Ersatz-Abteilung 70, die Heeres-Artillerie-Abteilung 511, die Nachrichten-Ersatz-Abteilung 34, das Technische Einsatz-Bataillon O HK (mot), das Technische Ersatz- und Ausbildungsbataillon 2 sowie ein Heimatpferdelazarett stationiert. Durch Luftangriffe wurden mindestens 8 Soldaten getötet, die Exerzierhalle vollständig zerstört sowie ein Unterkunftsgebäude und die Waffenmeisterei schwer beschädigt.[2]

Am 27. März 1945 besetzten US-Truppen die Kaserne. Sodann wurden hier ehemalige NS-Zwangsarbeiter vor ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer untergebracht. Ab 1947 übernahmen französische Besatzungstruppen die Kaserne und benannten sie nach dem französischen General Gaston Henri Gustave Billotte. Im Juli 1956 wurde der Standort schließlich an die Bundeswehr übergeben.[3]

Das Feldartillerieregiment 2 mit Stab und Stabsbatterie wurde am 1. Juli 1956 in Fulda aufgestellt und bereits am 17. Juli 1956 nach Niederlahnstein in die Deines-Bruchmüller-Kaserne verlegt. Die I./Feldartillerieregiment 2 war am 1. Juli 1956 in Kassel geschaffen und am 30. Juli 1956 nach Niederlahnstein gekommen. Stab und Stabsbatterie wurden am 15. Januar 1957 in das Scharnhorst-Lager (später: Steubenkaserne Gießen) verlegt, während die I./Feldartillerieregiment 2 zunächst in Lahnstein blieb. Im Juni 1958 wurde die III./Feldartillerieregiment 2 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne aufgestellt, die am 15. März 1959 nach Fritzlar wechselte. Dort erfolgte am 16. März 1959 die Umgliederung der Einheit in Panzerartilleriebataillon 21. Die I./Feldartilleriebataillon blieb in Lahnstein, wurde jedoch zum 1. April 1959 in Feldartilleriebataillon 45 umbenannt. Dieses Bataillon war noch bis zum 7. November 1961 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne beheimatet, kam dann jedoch nach Bad Arolsen-Mengeringhausen.[4]

1956 wurde in der Deines-Bruchmüller-Kaserne in Niederlahnstein das Flugabwehrversuchsregiment aufgestellt. 1957 verlegte der Stab dieses Regiments zuerst nach Schleswig und sodann nach Putlos in die Wagrien-Kaserne. Die I./Flugabwehrversuchsregiment gelangte 1957 über Schleswig im Jahr 1958 nach Hamburg. Die III./Flugabwehrversuchsregiment kam 1957 über Flensburg und Schleswig schließlich ebenfalls nach Putlos.[5]

Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde ab 15. August 1956 das Panzerartillerieregiment 5 aufgestellt und im März 1957 in die Deines-Bruchmüller-Kaserne nach Lahnstein verlegt. Am 1. April 1959 hatte es durch umfassende Personalabgaben die Panzerartilleriebataillone 145 und 155 aufzustellen. 1960 erfolgte dann die Verlegung nach Diez an der Lahn und dort die Umbenennung in Artillerieregiment 5. Es verblieb dort bis zum 31. Dezember 1979. Am 1. Januar 1980 fusionierte die Einheit schließlich mit dem Artillerielehrregiment in Idar-Oberstein zum Artillerielehrregiment 5.[4][6]

Das am 1. August 1956 in Grafenwöhr aufgestellte Panzerfernmeldebataillon 5 wurde am 8. März 1957 nach Niederlahnstein verlegt. Im Oktober 1957 bezog es die Falckenstein-Kaserne in Koblenz-Lützel. Ab 1. April 1959 erhielt die Einheit den Namen "Fernmeldebataillon 5". Von März 1969 bis zum 30. September 1992 war das Bataillon in Diez an der Lahn untergebracht. Mit dem Ende des Kalten Krieges wurde das Bataillon am 1. Oktober 1993 mit dem Fernmeldebataillon 330 zum Stabs- und Fernmeldebataillon 5 zusammengefasst sowie in der Fritsch-Kaserne untergebracht. Zum 1. November 1997 verließ das Bataillon die Fritsch-Kaserne und fand wieder in Niederlahnstein in der Deines-Bruchmüller-Kaserne eine Heimat. Das Stabs- und Fernmeldebataillon 5 wurde in Niederlahnstein am 1. Juli 2003 zunächst in Fernmeldebataillon 283 umbenannt, erhielt aber bereits am 1. Oktober 2005 eine neue Bezeichnung als "Führungsunterstützungsbataillon 283". Am 31. März 2015 erfolgte schließlich die Auflösung.[7][4]

Die Aufstellung des Korpsfernmeldebataillon 213 begann am 15. April 1957 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne. Die Einheit zog jedoch kurz darauf in die Falckenstein-Kaserne nach Koblenz um und erhielt zum 1. August 1959 die neue Bezeichnung als Fernmeldebataillon 310.[8]

Das in der Pionier-Kaserne in Koblenz am 16. Mai 1957 aufgestellte schwere Pionierregiment 706 wurde am 14. Oktober 1957 nach Niederlahnstein in die Deines-Bruchmüller-Kaserne verlegt und war bis zum 1. September 1958 hier stationiert. Danach wechselte es in die Alte Artilleriekaserne nach Mainz und verblieb dort bis zu seiner Umbenennung in schweres Pionierregiment 85 zum 1. April 1972.[4]

Das am 1. Juli 1956 in Wildflecken aufgestellte Panzerjägerbataillon 2 wurde nach einem Aufenthalt im Lager Aulenbach bei Baumholder in die Deines-Bruchmüller-Kaserne verlegt. Anschließend zog das Bataillon nach Marburg in die Tannenberg-Kaserne um, wo es zum 16. März 1959 im neu aufgestellten Panzerbataillon 63 aufging.[4]

Das Panzerpionierbataillon 5 wurde am 1. Oktober 1958 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne aufgestellt, nachdem die gleichnamige Einheit aus Hannoversch Münden in Pionierbataillon 2 umbenannt worden war. Am 1. April 1959 erfuhr es eine Umbenennung in Pionierbataillon 5. Seinen Dienst als Einheit der 5. Panzerdivision verbrachte das Bataillon bis zum 31. März 1991, dem Tag seiner Auflösung, am Standort in Niederlahnstein.[4]

Am 1. April 1959 wurde in der Deines-Bruchmüller-Kaserne das Versorgungsbataillon 146 aufgestellt, das bis zum 30. September 1972 hier Dienst tat. Zum 1. Oktober 1972 wurde aus der aufgelösten Einheit die Nachschubkompanie 140 und die Instandsetzungskompanie 140, beide mit neuem Standort in Koblenz gebildet.[4]

Aus Teilen des Panzerartillerieregiments 5 entstand am 1. April 1959 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne das Panzerartilleriebataillon 145. Es gehörte zur Panzerbrigade 14. Zum 1. Juli 1980 wurde es im Rahmen der Heeresstruktur 4 zum Feldartilleriebataillon 545 umgegliedert und der Heimatschutzbrigade 54 beim Heimatschutzkommando 16 unterstellt. Am 1. Juli 1986 wurde aus der 5. Batterie des Bataillons die Luftlandeartilleriebatterie 9 gebildet. Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer wurde das Bataillon am 1. April 1990 bereits aufgelöst. Sein Personal sollte zur Bildung einer Heeresunteroffiziersschule des III. Korps in Lahnstein herangezogen werden, wurde jedoch für die Gründung einer gleichen Einrichtung beim II. Korps verwendet.[9][4]

Ebenfalls aus Abgaben des Panzerartillerieregiments 5 wurde am 1. April 1959 das Panzerartilleriebataillon 155 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne gebildet. Es war der Panzerbrigade 15 unterstellt. Es blieb bis zu seiner Auflösung am 30. September 1991 in Lahnstein.[10]

Am 1. April 1959 erfolgte schließlich noch die Aufstellung des Panzerartilleriebataillon 65 in der Deines-Bruchmüller-Kaserne, das jedoch bereits im August an seinen endgültigen Standort nach Stadtallendorf verlegt wurde. Es gehörte zur Panzerbrigade 6. Mit der Heeresstruktur 4 gliederte es am 1. Oktober 1981 in Stadtallendorf zum Panzerartilleriebataillon 145 der Panzerbrigade 14 um. Es wurde am 31. März 1993 aufgelöst.[4]

Das am 1. Juni 1956 aus Teilen der Grenzschutzabteilung III/3 in Eschwege gebildete Flugabwehrartilleriebataillon 2 wurde ab 9. Juli 1956 in der Kaserne „An der Iserlohner Straße“ bzw. „Nachrichtenkaserne“ in Unna untergebracht. Mit einem Unterstellungswechsel am 1. Dezember 1958 zur 7. Panzergrenadierdivision wurde die Einheit in Flugabwehrartilleriebataillon 7 umbenannt, verblieb aber in Unna. Im März 1959 erfolgte erneut eine Namensänderung zum Flugabwehrartilleriebataillon 11. Am 25. August 1959 zog das Bataillon in die Deines-Bruchmüller-Kaserne nach Niederlahnstein um. Zum 1. September 1959 wurde es in Flugabwehrbataillon 2 umbenannt und am 20. September 1961 nach Fritzlar verlegt.[11]

Die Flugabwehrbatterie 60 wurde aus der 3./Panzerflugabwehrbataillon 5 zum 1. September 1959 als Brigadebatterie der Panzerbrigade 6 gebildet. Der Umzug von der Augusta-Kaserne in die Deines-Bruchmüller-Kaserne erfolgte jedoch aufgrund von Infrastrukturmaßnahmen am neuen Standort erst im Frühjahr 1960. Am 2. September 1961 fand die Verlegung in die Georg-Friedrich-Kaserne nach Fritzlar statt. Bereits am 16. November 1962 wurde die Einheit außer Dienst gestellt.[12]

Das Feldjägerbataillon 742 (Geräteeinheit) bestand seit 1979 und war im Mobilmachungsstützpunkt der Kaserne eingelagert.[4]

Das Feldersatzbataillon 51 befand sich in den 1980er Jahren am Standort.[4]

Die Fahrschulgruppe Lahnstein, die am 1. Januar 1986 gebildet wurde, erhielt zum 1. April 1994 die neue Bezeichnung „Kraftfahrausbildungszentrum Lahnstein“ und ist als solches bis heute aktiv.[4]

Am 1. Juli 1986 wurde aus der 5. Batterie des Feldartilleriebataillons 545 die Luftlandartilleriebatterie 9 gebildet. Im Einsatzfall wäre sie der 1. Luftlandedivision unterstellt gewesen. Mit der Auflösung des Feldartilleriebataillon 545 wurde die Batterie am 1. April 1990 nach Philippsburg in die Salm-Kaserne verlegt. Dort verblieb sie bis zu ihrer Auflösung 1996.[13]

Das in der Koblenzer Pionier-Kaserne ab 1. Juli 1956 aufgestellte Pionierbataillon Koblenz, das ab 16. Mai 1957 als schweres Pionier-Bataillon 717, ab 1. April 1971 als schweres Pionierbataillon 850 und schließlich ab 1. Oktober 1979 als Pionierbataillon 320 bezeichnet wurde, kam im Zuge der Auflösung seines Standortes am 14. Juli 1994 nach Niederlahnstein. Hier blieb es bis zu seiner Außerdienststellung am 30. September 2003.[14]

Die am 1. Oktober 1993 aus Teilen des Pionierkommando 3 aufgestellte Pionierbrigade 40 zog am 1. Juli 1994 mit Stab und Stabskompanie in die Deines-Bruchmüller-Kaserne ein und war bis zu ihrer Auflösung am 31. Dezember 2003 hier beheimatet.[15][16]

Vom 1. April 2002 bis zum 30. September 2012 befand sich in der Deines-Bruchmüller-Kaserne das Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr mit der Abteilung C.[4]

Zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 30. Juni 2015 war in der Deines-Bruchmüller-Kaserne die Regionale Stelle für Materialerhaltung und technischen Arbeitsschutz Lahnstein eingerichtet.[4]

Für die medizinische Versorgung war am Standort vom 1. Oktober 1966 bis zum 30. September 1972 die Zahnstation H 014/4, zwischen dem 1. Oktober 1972 und dem 31. März 1981 die Zahnstation (Terr) H 414 sowie die Zahnarztgruppe 410/1 zwischen dem 1. April 1981 und dem 30. November 1998 eingerichtet. Vom 1. Oktober 1982 bis zum 30. September 1997 war das Sanitätszentrum 410, zwischen dem 1. Januar 2002 und dem 31. Dezember 2006 das Leitsanitätszentrum 230 Lahnstein sowie vom 1. Januar 2007 bis zum 30. September 2015 das Sanitätszentrum Lahnstein, für das eine Verstärkungsreserve bestand, in der Kaserne eingerichtet. Zwischen dem 1. Juli 1972 und dem 30. September 1997 war der Sanitätsbereich 41/18 mit Material ausgestattet.[4]

Mit dem Stationierungskonzept vom Oktober 2011 plante die Bundesregierung eine weitere Reduzierung der Dienstposten in der Deines-Bruchmüller-Kaserne von 1.190 auf 510. Zur Auflösung waren das Sanitätszentrum Lahnstein und das Führungsunterstützungsbataillon 283 vorgesehen. Der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein setzte sich daraufhin für deren Erhalt ein.[17][18]

An die Stelle der militärischen Dienststellen trat ab 2012 das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Als erste Abteilung zog die Informationstechnik mit rund 400 Beschäftigten ein. Zur Unterbringung der Abteilungen E (Einkauf) und S (See), die ab Dezember 2012 zunächst in Containerbauten eingezogen waren, wurden zwischen Juli 2014 und Februar 2015 fünf viergeschossige Bürogebäude mit Gesamtkosten von 28,4 Millionen Euro errichtet.[19][20]

Situation heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Deines-Bruchmüller-Kaserne sind seit 1. April 1994 das Kraftfahrausbildungszentrum Lahnstein, seit 1. August 2009 die BWI Informationstechnik GmbH SC Koblenz VOS Lahnstein, seit 1. Januar 2013 die Außenstelle Fahrerlaubnisprüfung Südwest, seit 1. Februar 2013 das Familienbetreuungszentrum Lahnstein sowie seit 2012 Teile des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) untergebracht.[4]

Im Mai 2016 wurde bekannt gegeben, dass die Bundeswehr eine Koblenzer Liegenschaft 2019 aufgibt und deshalb weitere 800 Dienstposten des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in die Deines-Bruchmüller-Kaserne umgesetzt werden. Damit wird der Standort auf 2.600 Dienstposten anwachsen, davon sind 2.450 dem Bundesamt zugeordnet. Um die Mitarbeiter unterzubringen, wird ein Neubau in Lahnstein in der Kaserne für 37 Millionen Euro errichtet werden.[21][22]

Im Juli 2016 bestätigte der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, dass als neuer Standort für die Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr die Deines-Bruchmüller-Kaserne im Gespräch ist.[23]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kasernen im Standort Koblenz-Lahnstein. Heeresführungskommando, archiviert vom Original am 27. Juli 2013; abgerufen am 19. Juli 2017.
  2. Rhein-Zeitung vom 2. Januar 2014: Lahnstein ist bereits seit 75 Jahren Garnisonsstadt
  3. Rhein-Zeitung vom 2. Januar 2014: Lahnstein ist bereits seit 75 Jahren Garnisonsstadt
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p Standortdatenbank der Bundeswehr in der Bundesrepublik Deutschland sowie den von der Bundeswehr genutzten Übungsplätzen im Ausland des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
  5. Raketenschule der Luftwaffe USA (Hrsg.): Chronik der Flugabwehr- und Flugabwehrraketentruppe, 5. Auflage, Fort Bliss, Januar 1995
  6. Lahnsteiner Artilleristen – die 155er e. V.: Geschichte des Panzerartilleriebataillons 155 – Von der Aufstellung bis zur Auflösung (Übernommen aus dem Buch "Erinnerungen an PzArtBtl 155" von Hansjörg Zak) 1959 – 1969 (Memento des Originals vom 28. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.die155er.de
  7. Chronik des Fernmeldebataillon 5
  8. Chronik des Fernmeldebataillon 310 bei diefernmelder.de
  9. Chronik des ehemaligen Panzerartilleriebataillon 145 dann Feldartilleriebataillon 545
  10. Geschichte des Panzerartilleriebataillons 155 (Kurzfassung), bei: Lahnsteiner Artilleristen - die 155er e.V.
  11. Kurt Häußner: Die Geschichte des FlaBtl 2 / FlaRgt 2, Kameradschaft der Ehemaligen Fla 2 e. V.
  12. Kurt Häußner: Die Fla Btr 60, Kameradschaft der Ehemaligen Fla 2 e. V.
  13. Chronik des ehemaligen Panzerartilleriebataillon 145, dann Feldartilleriebataillon 545
  14. Chronik des Pionierbataillon 320, Einleitung
  15. Chronik Pionierbataillon 320
  16. Vgl. Standortdatenbank der Bundeswehr in der Bundesrepublik Deutschland sowie den von der Bundeswehr genutzten Übungsplätzen im Ausland des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, die jedoch die Pionierbrigade fehlerhaft dem Standort Minden zuordnet
  17. Pressemitteilung der Stadt Lahnstein vom 1. Februar 2012: Stellenabbau in der Deines-Bruchmüller-Kaserne: Oberbürgermeister Labonte bittet Bundestagsabgeordnete um Unterstützung
  18. Stationierungsentscheidung für Rheinland-Pfalz auf www.bundeswehr.de, PDF (Memento des Originals vom 10. August 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswehr.de
  19. Doris Schneider: Teile des Ex-BWB ziehen von Koblenz nach Lahnstein um, in: Rhein-Zeitung vom 10. Dezember 2012
  20. Tobias Lui: Aus Kaserne wird moderner Behördenstandort, in: Rhein-Zeitung vom 18. Dezember 2014
  21. Peter Burger: Neubau: Bundeswehr investiert 37 Millionen Euro in Deines-Bruchmüller-Kaserne Lahnstein, in: Rhein-Zeitung vom 13. Mai 2016
  22. Stadtverwaltung Lahnstein informiert: BAAINBw geht in die Deines-Bruchmüller-Kaserne, Pressemitteilung der Stadt Lahnstein vom 5. Juli 2016
  23. Karin Kring: Wandert Wehrtechnische Studiensammlung von Koblenz nach Lahnstein ab? in: Rhein-Zeitung vom 13. Juli 2016