Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2

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Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2
Studio EA Los Angeles
Publisher Electronic Arts
Erstveröffent-
lichung
2. März 2006 (Win)
5. Juli 2006 (Xbox 360)
Plattform Windows, Xbox 360
Spiel-Engine SAGE-Engine
Genre Echtzeit-Strategie
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus und Tastatur (Win) bzw. Controller (Xbox 360)
Systemvor-
aussetzungen
  • CPU mit 1,6 GHz
  • 256 MB Arbeitsspeicher
  • 5,5 GB freier Festplattenspeicher
  • Grafikkarte mit 64 MB
Medium 1 DVD-ROM, Download
Sprache Audio: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Aktuelle Version 1.06 (Basisspiel)
2.01 (Add-on)
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 ist ein Echtzeit-Strategiespiel von EA Los Angeles im Mittelerde-Universum des Autors J. R. R. Tolkien und der Nachfolger zu Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde. Das Spiel wurde am 2. März 2006 für Microsoft Windows und am 5. Juli 2006 für Xbox 360 veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Die Story von Schlacht um Mittelerde ist zeitlich gleich mit dem dritten Film Die Rückkehr des Königs angelegt, weicht aber von der Handlung und den Schauplätzen des Films ab. Stattdessen findet die Schlacht um Mittlererde 2 (SuM 2) vor allem im Nordteil von Mittelerde statt. Die Geschichte hebt einige der weniger bekannten Tatsachen des Buches hervor; da EA eine Lizenz vom Tolkien Unternehmen, sowie eine für die Filme hatte, verwendeten sie die Schlachten im Norden als Schwerpunkt, die nur kurz in der Special Extendend Edition des Films angedeutet werden und nur den Anhängen der Romanen vermerkt sind. Primär ist, dass der gesamte Ringkrieg nicht nur in Rohan und Gondor geschlagen wurde. Es gibt zwei Kampagnen, für die gute und die böse Seite.

Für die gute Kampagne beginnt die Geschichte in Bruchtal, in dem die Orks von den Nebelbergen aufgestellt werden, um anzugreifen, während die Gemeinschaft des Ringes nach Süden reist. Für die böse Kampagne fängt sie mit der Belagerung von Lórien durch die Orks und den Ringgeistern an.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Spielprinzip ist das gleiche geblieben, jedoch gibt es einige Neuerungen. Die Anzahl der spielbaren Völker hat sich auf sechs (sieben unter Hinzuzählung des Add-ons Der Aufstieg des Hexenkönigs) erhöht. Neu dazu gekommen sind die Elben, die Zwerge und die wilden Orks; dazu haben sich Rohan und Gondor zu einer Fraktion, den Menschen, zusammen getan.

Jedes dieser Völker hat seinen eigenen Stil. Die Zwerge zum Beispiel setzen auf protzige Festungen, schlagkräftige Nahkampfeinheiten und besonders zerstörerische Katapulte. Das genaue Gegenteil davon bilden die wilden Orks. Sie setzen auf schnelle und billige Einheiten, mit denen sie schnell in die Offensive gehen können um den Gegner zu schwächen bis sie mit ihren starken Soldaten und Helden nachrücken können. Eine weitere Neuerung im Spiel ist die "Heldenerschaffungs"-Funktion. So kann man neben 38 vorgefertigten einen eigenen Helden aus den Kategorien Mensch, Elb, Zauberer, Zwerg, Ork, Uruk-hai, Ostling, Haradrim und Troll erschaffen. Die wesentlichste Neuerung hat sich im Basisaufbau getan. Anders als im Vorgänger ist man nicht mehr an vorgegebene Bauplätze gebunden, sondern ein so genannter 'Baumeister' baut (wie der Name schon sagt) die Gebäude.

Auch bei den Spielmodi hat sich einiges getan. Zum einen wäre da der Ringkrieg-Modus. In diesem geht es darum, Mittelerde zu unterwerfen. Hier kontrolliert man die ganze Karte Mittelerdes, die in verschiedene Bereiche, z.B. Ithilien, Totensümpfe oder Eisenberge unterteilt ist. Zum normalen Echtzeit-Modus kommt es nur, wenn zwei Parteien auf einem Gebiet zusammentreffen. Der Gewinner kann dieses dann besetzen und die dortigen Bauplätze nutzen. Eine zweite Neuerung bildet der gegenüber dem ersten Teil bessere Multiplayermodus. Zum Beispiel gibt es die Funktion "Der eine Ring". Ist diese Funktion aktiv, versteckt sich Gollum mit seinem Ring auf der Karte. Wird der Ring geborgen kann man Galadriel (Gut) oder Sauron (Böse) beschwören.

Rezeption[Bearbeiten]

Schlacht um Mittelerde 2 wurde 2012 in der Ausstellung The Art of Video Games des Smithsonian American Art Museum nach Publikumswahl als herausragendes Beispiel für Taktikspiele auf der Xbox 360 präsentiert.

Der Aufstieg des Hexenkönigs (Add-on)[Bearbeiten]

Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 – Der Aufstieg des Hexenkönigs
Studio EA Los Angeles
Publisher Electronic Arts
Erstveröffent-
lichung
28. November 2006
Plattform Windows
Spiel-Engine SAGE-Engine
Genre Echtzeit-Strategie
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus und Tastatur
Medium 1 DVD-ROM, Download
Sprache Audio: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Aktuelle Version 2.01 (Add-on)
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Der Aufstieg des Hexenkönigs (engl. Rise of the Witch-king, kurz: ROTWK) ist ein Add-on zu Die Schlacht um Mittelerde 2, das am 28. November 2006 weltweit veröffentlicht wurde, im Gegensatz zum Hauptprogramm jedoch nur für Windows. Inhaltlich spielt es vor dem Ringkrieg, einige Jahre nachdem Isildur den Einen Ring verloren hat und bildet eine Überleitung zum HDR-Epos. Der Hexenkönig startet einen Vernichtungsfeldzug gegen das nördliche Königreich der Menschen Arnor (Rhudaur, dann Cardolan (Amon-Súl) und schließlich Arthedain (Fornost)). In der Einzelspieler-Kampagne hilft der Spieler zunächst dem Hexenkönig, Angmar zu gründen und Arnor zu vernichten, bevor er im Epilog dem Erzähler und Helden Glorfindel hilft, zusammen mit Elrond und einem Helden der Menschen dieses Reich wieder zu zerschlagen, ohne aber den Hexenkönig zu vernichten.

Spielhandlung[Bearbeiten]

Arnor führt Bürgerkriege und das Land ist dadurch geschwächt. Währenddessen plant der Hexenkönig seinen Eroberungszug gegen Arnor. Sauron ist in den Schatten gestürzt, doch der Eine Ring verweilt weiter, sodass die Ringgeister weiterhin existieren dürfen. Der Hexenkönig zieht mit seinem Diener Morgomir von Mordor nach Angmar. Dort trifft er auf den Trollkrieger Rogash. Diesem verspricht er Gold und Blut der Menschen, wenn er ihm dienen würde. Und so stellt Rogash seine Trollarmee zur Verfügung. Mit dieser Armee zieht der Hexenkönig mit seinen Gefährten Morgomir und Rogash durch das Land Angmar und kämpft gegen die schwarzen Númenor, den wahren Herrschern Angmars. Er erstellt vier Festungen und seine Macht wächst. Die schwarzen Númenor vereinen sich mit dem Hexenkönig. Es kommt dazu, dass die legendären Zuchtmeister Angmars die Gundabadorks auf ihre Seite ziehen. Und so hat der Hexenkönig alles was er braucht um Arnor zu vernichten. Er greift Rhudaur an. In Rhudaur haust Hwaldar, Anführer der dort herrschenden Hügelmenschen. Er kämpft gegen die Menschen von Arthedain, die Rhudaur beanspruchen. Und so wird er von ihnen gefangen genommen. Der Hexenkönig befreit ihn jedoch und Hwaldar schließt sich mit all seinen Hügelmenschen dem Hexenkönig an. Angmar greift mit den Gundabadorks und den Hügelmenschen Rhudaur an und zerstört die südliche und die nördliche errichtete Festungen von den Menschen aus Arthedain. Und nun gehört Rhudaur Angmar.

Der Hexenkönig hat nun vor, Cardolan zu besetzen. Viele Angriffe werden jedoch zurückgeschlagen, da König Arveleg dank seinem Palantíri alle Listen des Hexenkönigs voraussehen kann. Arveleg haust in Amon Sul, dem großen Turm. Es zählt zwar nicht zu den größten Festungen Mittelerdes, jedoch ist diese Festung schwer einzunehmen, da die Macht des Palantirs mit elbischen Mallornbäumen gebündelt wird. Jeder einzelne Mallornbaum hat eine besondere Gabe. Und so lässt der Hexenkönig vorerst alle Mallornbäume zerstören, ehe er Amon Sul erobert. Der Turm wird mit Katapulten endgültig zerstört, jedoch kann Arveleg mit einigen mutigen Dúnedain fliehen, da er die Macht des Palantirs nutzt. Dies macht den Hexenkönig wütend und er beauftragt Morgomir, den Palantir zu holen. Seinen Truppen gelingt es auch, König Arveleg zu töten, doch vor seinem Tod hatte er jedoch den Palantir auf den Boden geworfen und in mehrere Teile zersplittert. Diese Teile wurden weit über das Gelände verstreut. Den Truppen Morgomirs gelang es vor den Dúnedain die Splitter zu bergen. Diese Splitter hatten eine enorme Macht. Morgomir erkannte dies und beauftragte damit, die Hexenmeister Angmars zum Hexenkönig zu rufen.

Rhudaur wurde nun komplett vernichtet und unterstand nun Angmar. Amon Sul wurde zerstört. Es steht nichts mehr im Wege zwischen dem Hexenkönig und Cardolan. Er hatte einen finsteren Plan. Er sorgte dafür, dass Hwaldar auf die Hügelgräber der Dúnedain stieg und dort ihre Stätten entweihte. Dies duldeten die Bewohner Cardolans nicht und attackierten ihn. Hwaldar hatte nur wenige Soldaten bei sich, denn der Hexenkönig wollte, dass der König von Cardolan ebenfalls in den Kampf zog. Und dieser Plan ging auf. Hwaldar hatte zwar wenige Krieger um sich, jedoch einige Hexenmeister, die ihre dunklen Kräfte einsetzen und die Krieger Cardolans magisch schwächten und sie zum Beispiel in Grabunholde verwandelten. Nachdem der König von Cardolan eingetroffen war, kam der Hexenkönig und Rogash und der Hexenkönig selbst tötete den König von Cardolan. Nach dem Tod des Königs und den kompletten militärischen Streitkräften von Cardolan, unterstand das Land der Hügelgräbern nun dem Hexenkönig. Arnor hatte nur noch ein einziges Land, welches den Dúnedain unterstand: Arthedain mit der großen Festung von Fornost, der Festung, wo die Nachfahren Isildurs hausten.

Der Hexenkönig glaubte sich noch nicht in der Lage, Fornost zu zerstören. Er wollte die Elben dazu verwenden, mit ihm in den Krieg zu ziehen, so wie Sauron es einst tat. Und so attackierte er die Festungen der Elben. Die Angriffe wurden jedes Mal zurückgeschlagen. Glorfindel und Elrond, zwei hohe Elbenfürsten, hatten vor, Angmar für immer zu vernichten. Und so attackierten diese mit einer Streitmacht der Elben, bestehend aus Lanzenträgern Bruchtals, Bogenschützen aus Harlindon und Schwertkämpfern aus Lorien, die große Festung Carn Dûm. Der Hexenkönig entzündete Leuchtfeuer und er sorgte dafür, dass Rogash mit seinen Krieger herbeieilte und Carn Dûm verteidigte. Die Festung erlitt schwere Schäden, jedoch konnten einige Elben, geführt von Glorfindel und Elrond, zurück zu ihrer Heimat. Der Hexenkönig wusste, dass dieser Schlag den Dúnedain eine Chance geben könnte, ihre Kräfte zu sammeln und Angmar zu zerstören. Infolgedessen schleifte der Hexenkönig Fornost und brach somit die Macht des ehemals großen Königreichs Arnor, das fortan nicht mehr bestand. Es gelang einem Heer aus Elben und Menschen, den Hexenkönig auf den Hügeln vor Fornost wenig später vernichtend zu schlagen, sodass Angmar seinerseits zerstört wurde und das Hexenreich endete.

Der dunkle Fürst floh zurück zu seinem Meister Sauron und wartete auf dessen Rückkehr an die Macht.

Neuerungen[Bearbeiten]

Es gibt Helden und Einheiten die weder im Film oder im Buch erscheinen, sowie eine neue Armee: Angmar (Zuchtmeister mit Rhudaur-Speerschleuderern & -Axtschleuderern, Wolfsreitern und Gundabad-Kriegern, Schwarze Númenor & Schwarze Waldläufer, Hügel- & Schneetrolle, die Hexenmeister, Morgomir, der Hexenkönig, Karsh - der "Flüsterer", der Troll des Nordens - Rogash, Hwaldar Hügelthain "Der Brigant"). Außerdem neue Helden und Einheiten für die anderen Armeen. Im "eigenen Helden"-Modus hat der Spieler neue Waffen, Kleidung etc. und zwei neue Troll-Arten, im Ringkriegmodus und Gefecht steht Angmar als neue Partei zur Verfügung.

Trivia[Bearbeiten]

Gemäß dem Guinness-Buch der Rekorde Gamer's Edition hat das Spiel mit dem Originalnamen The Lord of the Rings: The Battle for Middle-earth II: The Rise of the Witch-king den längsten Namen einer Computerspielerweiterung.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internationale Durchschnittswertung von SuM 2 (PC)
  2. Internationale Durchschnittswertung von Aufstieg des Hexenkönigs
  3. Internationale Durchschnittswertung von SuM II (Xbox360)
  4. Gamers Enter History's Hall of Fame Thanks to Guinness World Records Gamer's Edition 2008
  5. The longest game names of all time - Yes, they're all longer than Super Street Fighter II Turbo HD Remix von Brett Elston am 15. Januar 2009 auf gamesradar.com (englisch)