Der eingebildete Kranke (1952)

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Filmdaten
Originaltitel Der eingebildete Kranke
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Hans H. König
Drehbuch Hans H. König
L.A.C. Müller
Produktion Richard König
Musik Heinz Sandauer
Kamera Bruno Stephan
Schnitt Luise Dreyer-Sachsenberg
Besetzung

Der eingebildete Kranke heißt ein deutscher Spielfilm von 1952 unter der Regie von Hans H. König. König gestaltete seine Komödie frei nach Molières gleichnamigen Lustspiel.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dr. Hartwig hat sich in einem kleinen Städtchen als Arzt niedergelassen. Eines Tages erscheint in seiner Praxis die zauberhafte Ursel Daxenmeyer. Dr. Hartwig verliebt sich in sie und will sie heiraten. Zuvor müssen jedoch erst diverse Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Ein ganz besonderes Hindernis ist Ursels Vater, Eusebius Daxenmeyer. Er handelt mit Gemischtwaren und ist außerdem Hypochonder, also ein eingebildeter Kranker. Niemand kann ihm seine Einbildung, dass er todkrank ist, ausreden. Zu allem Unglück fällt er dem selbsternannten Heilkünstler Alexander Mordius in die Hände. Der eingebildete Kranke schwört auf die Künste des Scharlatans, denn Mordius versteht es nicht nur, seinen Patienten nach dem Mund zu reden und ihnen Honig ums Maul zu schmieren, sondern liefert auch noch selbstfabrizierte Medikamente. Diese sind teuer, bestehen jedoch zum Großteil aus gewöhnlicher Blumenerde oder aus nach Medizin riechendem Pfefferminzwasser.

Ursel und ihr Onkel Bastelmann bemühen sich, Daxenmeyer die Augen zu öffnen, haben jedoch keinen Erfolg. Genau aus diesem Grund suchte Ursel Daxenmeyer Dr. Hartwig auf. Es gelingt Ursel auch, ihren Vater dazu zu bewegen, sich von Dr. Hartwig untersuchen zu lassen. Nachdem Dr. Hartwig eine ausführliche Untersuchung durchgeführt hat, kommt er zu der für den Hypochonder niederschmetternden Diagnose: kerngesund. Das hätte er allerdings lieber für sich behalten, so schnell kann er nicht gucken, wie er sich vor der Tür befindet. Mordius bekommt nun noch mehr Oberhand und will seinen Sohn Kuno mit der wohlhabenden Ursel verheiraten. Daxenmeyer fühlt sich geehrt und lädt die Verwandten zur Verlobung ein. Nun müssen Ursel, Onkel Bastelmann und Dr. Hartwig aktiv werden und einen Schlachtplan entwickeln. Sie können am Ende Daxenmeyer das Handwerk legen und auch Eusebius ist am Ende kein eingebildeter Kranker mehr.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Premiere des Films fand in Österreich am 14. März 1952 und in der Bundesrepublik Deutschland am 27. März 1952 statt. Gedreht wurde der Film in den Bavaria Filmstudios in Geiselgasteig bei München. Hans H. König verfasste das Drehbuch sehr frei nach Molières Komödie Der eingebildete Kranke.

Es war Königs erster Spielfilm als Regisseur. Als Produzent fungierte hier, wie auch in den meisten seiner folgenden Filme, sein Bruder Richard König.

Die Bauten stammen aus der Hand von Max Mellin und Rolf Zehetbauer.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Molières letztes, vielleicht berühmtestes Bühnenstück hat Regisseur Hans H. König (‚Das Forsthaus in Tirol‘) nach eigenem Drehbuch ins malerische Bayern verlegt und den populären Dreiakter zur krachledernen Schenkelklopfergaudi umgearbeitet. Die Personen verkommen hier zu Typen und selbst gestandene Schauspieler wie Joe Stöckel (Der Kranke) und Oscar Sima (Kurpfuscher) vermögen ihre Figuren nicht dem Klischee zu entreißen. Inge Egger (‚Fanfaren der Liebe‘) als ‚Tochter‘ hat nicht viel mehr zu tun als fesch auszusehen.“

kino.de[1]

„Die Handlung der Molièreschen Komödie vom Hypochonder, der über seinen eingebildeten Leiden alle menschlichen Beziehungen vergißt, ist in ein bayrisches Dorf übertragen. Trockener Typen-Schwank von rustikaler Naivität.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der eingebildete Kranke bei kino.de. Abgerufen am 9. April 2012
  2. Der eingebildete Kranke. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.