Der große Gatsby (1949)

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Filmdaten
Deutscher TitelDer große Gatsby
OriginaltitelThe Great Gatsby
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1949
Länge91 Minuten
Stab
RegieElliott Nugent
DrehbuchRichard Maibaum,
Cyril Hume
ProduktionRichard Maibaum für
Paramount Pictures
MusikRobert E. Dolan
KameraJohn F. Seitz
SchnittEllsworth Hoagland
Besetzung

Der große Gatsby ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahre 1949 unter Regie von Elliott Nugent. Es ist die zweite von insgesamt fünf Verfilmungen des 1925 erschienenen Romans Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwanzig Jahre nach dem Tod des Geschäftsmannes Jay Gatsby besuchen seine alten Freunde Nick Carraway und Jordan Baker sein Grab. Dort erinnern sie sich an Gatsbys Lebensgeschichte und wie dieser in den 1920er-Jahren ein Vermögen macht. Am Long Island Sound baut Gatsby eine verschwenderische Villa, von der aus er auf den ebenfalls großzügigen Sitz der Buchanans auf der anderen Seite der Bucht blicken kann. Gatsby ist bekannt für seine aufwendigen Partys, zu denen er auch seinen neuen Nachbarn Nick Carraway – einen scharf beobachtenden Mann aus dem Mittleren Westen, der in New York als Börsenmarkler Fuß fassen will – einlädt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1926, nur ein Jahr nach Veröffentlichung von Fitzgeralds Buch, war die erste Verfilmung seines Romanes in die Kinos gekommen: der heute verschollene Stummfilm The Great Gatsby von Herbert Brenon mit Warner Baxter, Lois Wilson, Neil Hamilton und William Powell. Das Werk des 1940 verstorbenen Fitzgerald war zeitweise recht in Vergessenheit geraten, doch im Verlaufe der 1940er-Jahre erlebte es eine langsame Wiederentdeckung. Allerdings war das Buch zum Zeitpunkt dieser Verfilmung noch kein Literaturklassiker. Vielleicht auch deshalb geht Nugents Verfilmung teilweise sehr frei mit Fitzgeralds Vorlage um. An vielen Stellen wirkt der Streifen vom Film noir geprägt, den kriminellen Machenschaften Gatsbys wird mehr Raum als im Buch gegeben, während viele kleinere Aspekte vernachlässigt oder verändert wurden. So findet die Liebesgeschichte zwischen Nick und Jordan in diesem Film ein gutes Ende, was im Roman nicht der Fall ist.

Laut Produzent Richard Maibaum habe sein Kinofilm allerdings – wie ihm beispielsweise Autor Charles Brackett versichert habe – einen wichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung von Fitzgeralds Werk geleistet. Der Film war bei seiner Veröffentlichung ein Erfolg an den Kinokassen, obwohl die Kritiken nur durchwachsen waren.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bosley Crowther in der New York Times vom 14. Juli 1949 sah Der große Gatsby als Filmvehikel für Alan Ladd, der hier wieder eine seiner üblichen Gangsterdarstellungen bieten würde. Viele der „tragischen Implikationen und bitteren Ironien von Mr. Fitzgerald“ seien dafür vernachlässigt worden. Einige Aspekte, die die Geschichte im Roman so lebendig gemacht hätten – beispielsweise das Zeitkoloriot der 1920er-Jahre –, seien im „schwachen Drehbuch“ ausgelassen worden.[1] Auch der Variety sah die Schwäche im Drehbuch, in welchem die Figuren „flach“ wirken würden. Gleichzeitig biete Alan Ladd aber eine fähige Darstellung in der Titelrolle.[2]

Leonard Maltin vergab dem Film zweieinhalb von vier Sternen, es sei eine „fehlgeleitete Adaption“ von Fitzgeralds Buch, die zu gesprächig und buchstabengetreu geraten sei. Während Ladd in der Titelrolle „ziemlich gut“ sei, wirke Betty Fields Darstellung als Daisy „seltsam launisch“.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der große Gatsby (1949) bei der New York Times
  2. The Great Gatsby beim Variety
  3. The Great Gatsby bei Turner Classic Movies