Dero Goi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Goi bei der Nocturnal Cultural Night

Dero Goi (* 16. April 1970 in Wolfsburg als Stephan Musiol[1]) ist ein deutscher Musiker und Textdichter. Bekanntheit erlangte er als Sänger und Schlagzeuger der Neue-Deutsche-Härte-Band Oomph!.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dero Goi wuchs im Arbeitermilieu des niedersächsischen Wolfsburg auf, die Stadt in der er seinen Freund Andreas „Crap“ traf. Beide begannen auf dem Gymnasium Musik zu machen und gründeten im Alter von 15 Jahren ihre erste Band, später lebten sie zusammen in einer Mietwohnung. Nach dem Abitur leistete Goi seinen Zivildienst ab. Goi studierte Psychologie, brachte es aufgrund seiner musikalischen Laufbahn jedoch nicht zu einem Abschluss des Studiums. Er ist Vater zweier Söhne und verheiratet.[2]

Am 30. November 2012 gab Goi zusammen mit Christian Wolff den Start des Swing-Projektes What about Bill bekannt. Die Gruppe gründete sich in den Vereinigten Staaten.

Großen Einfluss auf sein musikalisches Schaffen hatten unter anderen The Cure, Killing Joke, Thirty Seconds to Mars, Einstürzende Neubauten, AC/DC, Depeche Mode, Extrabreit, Kraftwerk, The Beatles, Elvis Presley und ABBA.[3]

Gois Texte zeichnen sich vor allem durch eine hohe Dichte an Gesellschaftskritik aus.[4] So handelt Zwei Schritte vor vom Album Des Wahnsinns fette Beute von der Weltwirtschaftskrise[5] und Sandmann von Kinderarmut in Deutschland.

Die vielleicht bedeutendste Unterthematik (vor Des Wahnsinns fette Beute) der Gesellschaftskritik des Agnostikers Goi ist die Religionskritik. Diesen Stoff verarbeitet er unter anderem in Feiert das Kreuz, Hast du geglaubt, Schisma, Sex hat keine Macht, I.N.R.I. vs. Jahwe, Gott ist ein Popstar, Gekreuzigt, Du spielst Gott, Menschsein und dem gesamten Album GlaubeLiebeTod.

2006/07 hatte er in dem Mystery-Hörspiel „Schattenreich“ eine Sprecherrolle als Nebenfigur. 2008 agierte er als deutscher Synchronsprecher eines Nebencharakters im Computerspiel Memento Mori. Seit 2012 tritt er mit weiteren Musikprojekte in Erscheinung. Unter anderem veröffentlichte er 2020 zusammen mit dem Sänger Chris Harms unter dem Projekt-Namen Die Kreatur das Album Panoptikum.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dero Goi (2006)

Solo

  • 2006: Traumland (Samplerbeitrag auf Edgar Allan Poe – Visionen)[6]

Mit Oomph!

Mit Die Kreatur

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2020 Panoptikum DE8
(1 Wo.)DE
CH90
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2020


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dero Goi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.discogs.com/artist/588500-Dero-Goi
  2. Madita van Hülsen: Das ganze Paket Mann. (Interview) Dero Goi ist ein Mann, wie er im Buche steht. 1,85 m groß, tätowiert und hot. Ich kann kaum glauben, dass er mit 42 Jahren vor der Veröffentlichung des zwölften Oomph! Albums steht. (Nicht mehr online verfügbar.) S. 18–22, archiviert vom Original am 2. Dezember 2014; abgerufen am 23. November 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ideal-magazin.de
  3. Madita van Hülsen: Das ganze Paket Mann. (Interview) Dero Goi ist ein Mann, wie er im Buche steht. 1,85 m groß, tätowiert und hot. Ich kann kaum glauben, dass er mit 42 Jahren vor der Veröffentlichung des zwölften Oomph! Albums steht. (Nicht mehr online verfügbar.) S. 22, archiviert vom Original am 2. Dezember 2014; abgerufen am 23. November 2014 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ideal-magazin.de
  4. Kritik zum Album Monster, zuletzt abgerufen am 12. März 2018
  5. Biografie. (Kurzbiografie) Oomph! [umf] slang = energisch, Sex-Appeal, Schwung, Pep, erregend. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Oomph.de. 2012, ehemals im Original; abgerufen am 26. November 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.oomph.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Various – Edgar Allan Poe – Visionen. discogs.com, abgerufen am 7. März 2019 (englisch).