Detarium senegalense

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Detarium senegalense
Detarium senegalense, Illustration von Blütenständen und Frucht

Detarium senegalense, Illustration von Blütenständen und Frucht

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
Tribus: Detarieae
Gattung: Detarium
Art: Detarium senegalense
Wissenschaftlicher Name
Detarium senegalense
J.F.Gmel.

Detarium senegalense ist eine Pflanzenart aus der Gattung Detarium in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist im tropischen Afrika heimisch.

Die essbaren Früchte dieses Baumes werden lokal Ditakh genannt. Aber auch das Holz dieser Baumart wird genutzt, es ist unter der Bezeichnung Boiré bekannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

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Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Detarium senegalense wächst als laubabwerfender Baum und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 39 Metern. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert, mit etwa 15 eher wechselständig stehenden, ovalen, etwa 5 × 3 cm großen Fiederblättern, die einen durchscheinenden ganzrandigen Blattrand besitzen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

In 10 bis 15 cm langen rispigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die vierzähligen Blüten haben keine Kronblätter, aber vier weiße, etwa 4 mm lange Kelchblätter.

Die an Vitamin C reiche und auch sonst sehr nahrhafte Frucht hat grünliches, sehr faseriges Fruchtfleisch und ist von mehligem, säuerlichem Geschmack. Sie hat einen extrem harten Kern.

Verbreitung[Bearbeiten]

Detarium senegalense ist im tropischen Afrika, dabei vor allem im westlichen Teil, verbreitet. Die Vorkommen liegen im Westen in den Staaten Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo; nach Osten reichen die Vorkommen bis nach der Demokratischen Republik Kongo, zur Zentralafrikanischen Republik und in den Sudan.[1] Detarium senegalense in Indonesien sowie auf Trinidad und Tobago angebaut.[2]

Nutzung[Bearbeiten]

Obst[Bearbeiten]

Die Früchte des Baumes sind in der Region Senegambia unter dem Namen Ditakh (auch mit der Schreibweise Ditach, Ditah und Ditax in der Wolof-Sprache; Tallo auch mit der Schreibweise Taloo in Mandinka; Boto in Fulfulde; Bungungut in Diola[3]) bekannt.

Die Frucht wird frisch gegessen oder in der lokalen Küche Senegals und Gambias zu einem erfrischenden Getränk verarbeitet, dessen Saft leuchtend grün beschaffen ist. Die Früchte reifen 170 bis 200 Tage und können nach dem Pflücken vom Baum eineinhalb Monate aufbewahrt werden.[4]

Die Früchte enthalten etwa 1290 mg Vitamin C pro 100 g (knapp halb so viel wie die Acerola-Frucht) und zählen damit zu den Vitamin-C-reichsten Früchten überhaupt. Daneben enthalten sie auch B-Vitamine, Calcium, Eisen und Phosphor.[5]

Holz[Bearbeiten]

Das Holz von Detarium senegalense ist unter den Bezeichnungen Boiré, Mambode (auch Mamboe) und Bodo gehandelt. Ein englischer Name für die Baumart ist „tallow tree“. Das Holz des Detarium senegalense ist kupferbraun mit dunkelbraunen Adern; es ähnelt etwas dem Nussbaumholz. Es wird vor allem für die Möbeltischlerei sowie für Furniere und Parkett verwendet. Die Rohdichte des Holzes beträgt 0,65 bis 0,75 g/cm³.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Detarium senegalense erfolgte 1791 durch den deutschen Naturwissenschaftler Johann Friedrich Gmelin.[6] [7] Ein Synonym für Detarium senegalense J.F.Gmel. ist Detarium heudelotianum Baill.. Zeitweise war auch die Bezeichnung Detarium senegalensis statt Detarium senegalense in Gebrauch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Detarium senegalense – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Detarium senegalense im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. Detarium senegalense - Datenblatt bei ILDIS.
  3. 3.2. country information on food plants in The Gambia. In: Non-Wood Forest Products In The Gambia. (engl.)
  4. 3.1. Les fruits forestiers. In: Etude Sur La Collecte Et L’analyse Des Données Sur Les Produits Forestiers Non Ligneux Au Sénégal. (frz.)
  5. Antioxidants - Consolidated Review of Potential Benefits. In: GlycoScience. Archiviert vom Original am 15. April 2004, abgerufen am 17. Juni 2014 (englisch).
  6. Syst. nat. 2 (1), 1791, S. 700.
  7. Detarium senegalense im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.