Detlev Conrad Blunck

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Detlev Conrad Blunck, ein Porträt von Theodor Markus Rehbenitz

Detlev Conrad Blunck (* 22. Juni 1798 in Münsterdorf bei Itzehoe; † 7. Januar 1853 in Hamburg) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blunck war der Sohn des Fährenpächters Hans Blunck und dessen Ehefrau Dorothea Hansen. Mit 16 Jahren kam Blunck 1814 als Schüler an die Königlich Dänische Kunstakademie nach Kopenhagen und blieb dort bis 1818. Anschließend ging er auf Anraten seiner Lehrer nach München und wurde an der dortigen Akademie für zwei Jahre Schüler von Johann Peter von Langer.[1]

Detlev Conrad Blunck: Fußwaschung, 1831,
Museumsberg Flensburg
Detlev Conrad Blunck:
Dänische Künstler in einem Römischen Lokal, 1837
Thorvaldsen-Museum

Im Frühsommer 1820 kehrte Blunck nach Kopenhagen zurück und immatrikulierte sich erneut an der dortigen Kunstakademie; seine Lehrer wurden die Maler Christoffer Wilhelm Eckersberg und Johann Ludwig Lund (1777–1867). 1827 nahm Blunck an der großen Jahresausstellung der Kunstakademie teil und eines seiner Werke wurde mit einer Goldmedaille geehrt.

1828 begann Blunck eine ausgedehnte Studienreise, welche ihn über Berlin, Dresden und München nach Rom führte. Nach eigenen Aussagen wurde er hauptsächlich durch die Werke Peruginos und Raffaels inspiriert. In Rom machte er auch die Bekanntschaft mit dem dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen, der ihn auch gleich seinem Künstlerkreis vorstellte. Blunck wurde auch als Mitglied in die Ponte-Molle-Gesellschaft aufgenommen. Unterbrochen wurden seine Jahre in Rom nur durch einen fast einjährigen Aufenthalt in Venedig und Florenz.

Im Frühsommer 1838 kehrte Blunck nach Kopenhagen zurück und lebte dort für zwei Jahre. 1840 ging er nach Berlin und im darauffolgenden Jahr nach München. Zwischen 1842 und 1846 lebte und wirkte Blunck in Wien; eine Zeit, die ihm (lt. eigener Aussage) auf Grund der politischen Situation nicht sehr gefiel, künstlerisch aber ergiebig war.

1846 kehrte Blunck nach Berlin zurück und ging im darauffolgenden Jahr nochmals für fast ein Jahr nach Wien. Der Maler Christian Carl Magnussen überredete Blunck, als Mitglied eines Freikorps an der Schleswig-Holsteinischen Erhebung teilzunehmen. Auch während dieser Zeit war Blunck als Maler kreativ.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Schulte-Wülwer: Malerei in Schleswig-Holstein. Katalog der Gemäldesammlung des Städtischen Museums Flensburg, Boyens, Heide 1989, ISBN 3-8042-0467-8
  • Detlev Conrad Blunck. In: Ulrich Schulte-Wülwer, Sehnsucht nach Arkadien - Schleswig-Holsteinische Künstler in Italien, Heide 2009, S. 126-141.
  • Ditlev Blunck In: Kunstindeks Danmark & Weilbachs kunstnerleksikon (englisch/dänisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Detlev Conrad Blunck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste, München. ADBK München, abgerufen am 13. April 2015.