Racławice Śląskie

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Racławice Śląskie
Wappen von Racławice Śląskie
Racławice Śląskie (Polen)
Racławice Śląskie
Racławice Śląskie
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Prudnik
Gmina: Głogówek
Geographische Lage: 50° 19′ N, 17° 46′ OKoordinaten: 50° 18′ 36″ N, 17° 46′ 9″ O
Einwohner: 1458 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 48-250
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Kędzierzyn-Koźle–Nysa
Verwaltung
Webpräsenz: raclawice.net



Katholische Kirche „Mariä Himmelfahrt“

Racławice Śląskie, früher Racławice Niemieckie[2] (deutsch Deutsch Rasselwitz) ist ein Dorf und Teil der Stadt-und-Land-Gemeinde Głogówek (Oberglogau) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln an der Grenze zur Tschechischen Republik. Durch den Ort fließt der Fluss Osobłoga (Hotzenplotz) in Leobschütz-Troppauer Hügelland. Bis 1954 war der Ort Sitz der gleichnamigen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1252 wurde das Dorf erstmals in Dokumenten des Bruno von Schauenburg, Bischof von Olmütz erwähnt. 1371 gab es eine Kirche. Ab 1524 gehörte das Dorf zur Pfarre Jägerndorf. Ab 1595 waren Rasselwitz und Umgebung im Eigentum derer von Oppersdorff. 1679 wurde eine Schule erwähnt. Zwischen 1787 und 1789 wurde eine neue Kirche gebaut.

1876 wurde die Bahnstrecke Neustadt O.S. – Deutsch Rasselwitz – Leobschütz eröffnet. 1945 begann die Vertreibung der deutschen Einwohner, an deren Stelle Ostpolen angesiedelt wurden, die ihrerseits aus Horodenka (heute Oblast Iwano-Frankiwsk) sowie Baranówka (Powiat Brzezany, Woiwodschaft Tarnopol) und Rożyszcze (Powiat Łuck, Woiwodschaft Wolhynien) vertrieben worden waren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Baudenkmälern der Stadt gehört die katholische Parochialkirche Mariä Himmelfahrt, die im Barockstil nach Plänen des italienischen Architekten Michele Clementi erbaut worden ist. In der Kirche findet sich das Bild Gottesmutter von Buszcze, das aus dem ukrainischen Ort Buszcze bei Brzezany mitgebracht worden war.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich ein Bahnhof an der Bahnstrecke Katowice–Legnica, worin die stillgelegte Strecke Racławice Śląskie–Głubczyce abzweigt. Auf dieser Strecke befindet sich die Stahlbrücke über die Osobłoga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Preisner: Deutsch Rasselwitz. Menden 2003.
  • Josef Pfeifer: Deutsch-Rasselwitz im Wechsel der Jahrhunderte. Ortsgeschichte von 1252 bis 1945. Herausgegeben von Josef Cyrusim, Hehlen 1981.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Racławice Śląskie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Online Ortsfamilienbuch Deutsch Rasselwitz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 4. Juli 2017
  2. Mapa WIG z 1934 (Memento des Originals vom 21. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mapywig.org