Prudnik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Prudnik
Neustadt O.S.
Wappen von Prudnik
Prudnik Neustadt O.S. (Polen)
(50° 19′ 0″ N, 17° 36′ 0″O)
Prudnik
Neustadt O.S.
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Prudnik
Gmina: Prudnik
Fläche: 20,50 km²
Geographische Lage: 50° 19′ N, 17° 36′ OKoordinaten: 50° 19′ 0″ N, 17° 36′ 0″ O
Höhe: 265 m n.p.m.
Einwohner: 21.368 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 48-200
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: GłuchołazyKędzierzyn-Koźle /
NysaKrnov
Schienenweg: Nysa–Kędzierzyn-Koźle
Nächster int. Flughafen: Breslau
Verwaltung (Stand: 2018)
Bürgermeister: Grzegorz Zawiślak
Adresse: Kościuszki 3
48-200 Prudnik
Webpräsenz: www.prudnik.pl



Prudnik ['prudɲik] (deutsch Neustadt O.S., auch Neustadt an der Prudnik[1], tschechisch Prudník, auch Nové Město[2], schlesisch Neustoadt, schlonsakisch Prudnik, Prōmnik[3]) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Opole. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde sowie des Powiat Prudnicki.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neustadt und seine Nachbarorte auf einer Landkarte von 1905

Die Stadt liegt in der Region Oberschlesien zwischen dem Leobschützer Lößhügelland (Płaskowyż Głubczycki) und dem ostsudetischen Oppagebirge (Góry Opawskie) auf 266 m ü. NHN[4], etwa 60 Kilometer südlich von Oppeln. Fünf Kilometer südlich verläuft die Grenze zu Tschechien. Die Stadt ist von drei Seiten vom Fluss Prudnik umgeben, in den hier der Goldbach einmündet.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der geographischen Lage entsprechend, liegt Prudnik in den warmgemäßigten Mittelbreiten mit einem kontinentalen Wärmehaushalt und einem semihumiden Wasserhaushalt. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 8 °C.

Prudnik von Kozia Góra aus gesehen
Flagge der Stadt Prudnik
Zeichnung des Schlosses, 18. Jahrhundert Friedrich Bernhard Werner
Siegelmarke zu Ende des 14. Jahrhunderts
Stadtansicht in der Scenographia Urbium Silesiæ
Stadtplan aus dem Jahr 1890
Stadtmodell im Jahr 1626
Deutsche Militärparade in Neustadt
Ansicht von 1808
Deutsche Soldaten am Ring in Neustadt
Alte Synagoge

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Górka
  • Jasionowe Wzgórze
  • Kolonia Karola Miarki
  • Lipno (Linden)
  • Młyn Czyżyka (Zeizig Mühle)
  • Osiedle Karola Miarki
  • Osiedle Tysiąclecia
  • Osiedle Wyszyńskiego
  • Osiedle Zacisze

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend gehörte ursprünglich zum přemyslidischen Herzogtum Troppau in Mähren. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete der böhmische Oberstmarschall Wok von Rosenberg, der dem Geschlecht der Witigonen entstammte, am Fuße der Bischofskoppe (Biskupia Kopa) die Burg Wogendrüssel. Sie diente als Stützpunkt des von Nordmähren in den schlesisch-mährischen Grenzwald vordringenden Landesausbaus. Woks Sohn Heinrich I. von Rosenberg errichtete um das Jahr 1279 im Schutz dieser Burg das 1302 erstmals urkundlich erwähnte Neustadt (tschechisch Nové Město), das später nach dem Fluss auch als Prudnik bezeichnet wurde.

Es wurde planmäßig auf gitterförmigem Grundriss angelegt und verfügte von Anfang an über das Stadtrecht. Für das Jahr 1321 ist die zum Bistum Olmütz gehörende Pfarrkirche belegt, die Sitz eines Archipresbyterats wurde. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurde durch ihre Lage an der wichtigen Handelsstraße von Neisse nach Jägerndorf entscheidend gefördert.

Am 7. Januar 1337 trennte der böhmische König Johann von Luxemburg das Weichbild Neustadt von Mähren und verkaufte es für 2000 Prager Groschen dem Falkenberger Herzog Bolko II., der das Gebiet seinem Herzogtum eingliederte. Er hatte bereits 1327 dem König Johann gehuldigt und seine Gebiete als ein Lehen an die Krone Böhmen übergeben. Nachfolgend benutzten die Falkenberger und später auch einige Oppelner Herzöge die Titulatur „Herr von Klein Glogau und Prudnik“.

Bis zum Tod des Oppelner Herzogs Johann II. im Jahr 1532, mit dem die Oppelner Linie der schlesischen Piasten erlosch, blieb Neustadt/Prudnik mit Oppeln verbunden und fiel dann durch Heimfall an die Krone Böhmen, deren Landesherren seit 1526 die Habsburger waren. Dadurch wurde Prudnik Immediatstadt des Fürstentums Oppeln-Ratibor, mit dem es seine weitere politische Zugehörigkeit und Geschichte teilte.

Zusammen mit dem Erbfürstentum wurde Neustadt von 1532 bis 1543 an den Jägerndorfer Herzog Georg von Brandenburg-Ansbach und anschließend bis 1551 an dessen Sohn Georg Friedrich I. verpfändet. Während ihrer Herrschaft breitete sich in Neustadt und Umgebung die Reformation aus. 1554 wurde die Pfarrkirche an die Protestanten übergeben, zwei Jahre später erlangte die Stadt das Patronatsrecht. Wie das Erbfürstentum war Neustadt zwischen 1552 und 1557 an die ungarische Königin Isabella verpfändet. 1558 wurde die Pfandherrschaft Neustadt vom böhmischen Landesherrn an Conrad Saurma verkauft, von dem sie 1562 zunächst als Pfand und 1597 erblich für 60.000 Taler die Stadt erwarb, die bereits 1570 auch die Stadtvogtei gekauft hatte. Zum damaligen Territorium der Herrschaft Neustadt, die über Herrschaftsrechte verfügte, gehörten die umliegenden Dörfer Schnellewalde, Dittmannsdorf, Riegersdorf, Siebenhuben, Leuber, Dittersdorf, Jassen, Wildgrund, Kotzem und Neu Kotzem sowie ab 1700 Zeiselwitz und Schweinsdorf.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde Neustadt weitgehend zerstört. Im Jahr 1625 wütete die Pest. 1629 wurde das bis dahin zum Bistum Olmütz gehörende Neustädter Weichbild an die Diözese Breslau angeschlossen und Maßnahmen zur Gegenreformation ergriffen. Diesem Zweck diente auch die Gründung des Kapuzinerklosters 1654. Durch ein kaiserliches Dekret erhielt Neustadt 1708 die Bezeichnung Königlich Neustadt.[5] 1766 gründeten die Barmherzigen Brüder eine Niederlassung in Neustadt, 1852 wurde das Franziskanerkloster errichtet.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Neustadt wie fast ganz Schlesien an Preußen. Während des Zweiten Schlesischen Krieges kam es 1745 in Neustadt zu Kampfhandlungen zwischen der Preußischen und der Kaiserlichen Armee. 1779 wurde die Stadt vom österreichischen Feldmarschall Wallis in Brand geschossen. 1797 erhielt Neustadt eine Garnison. Durch die Säkularisation in Preußen 1810 wurde das Kapuzinerkloster aufgelöst. 1815 wurde Neustadt Sitz des Landkreises Neustadt O.S.,[6] zu dem neben Neustadt auch die Städte Zülz und Oberglogau gehörten.

Von wirtschaftlicher Bedeutung waren neben dem Ackerbau die seit dem Mittelalter betriebene Weberei und das seit 1638 bestehende kaiserliche Privileg für den Garnhandel, dem 1727 das kaiserliche Privileg für die Gründung einer Leinwandfabrik folgte. Nach dem Übergang an Preußen wurde die Tuch- und Webwarenproduktion staatlich gefördert. Die 1855 errichtete Fränkelsche Fabrik verfügte über vorbildliche Wohlfahrtseinrichtungen. Die 1847 gegründete Höhere Lehranstalt wurde 1869 zu einem Gymnasium erweitert. Um weitere Grundstücke für den Wohnungsbau zu gewinnen, wurden im 19. Jahrhundert die Stadtmauern und Wälle sowie die Reste der 1803 zerstörten Burg geschleift. Erhalten hat sich lediglich der Burgturm. 1876 erhielt Neustadt mit der Bahnverbindung Neisse–Cosel Anschluss an das Eisenbahnnetz, und 1883 wurde eine Zuckerfabrik errichtet.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Neustadt eine evangelische und vier katholische Kirchen, eine Synagoge, ein Gymnasium, ein Kloster der Barmherzigen Brüder nebst Krankenanstalt, eine Teppichknüpfschule für Orientteppiche, eine Damast- und Leinenwarenfabrik mit 3000 Werktätige, eine Leder- und Schuhwarenfabrik, eine Bierbrauerei und ein Hauptzollamt. Zudem war es Sitz eines Amtsgerichts.[4] 1908 erfolgte die Umbenennung von Neustadt i. Ob. Schles. in Neustadt O.S.[7] In den 1920er Jahren wurden mehrere Siedlungen errichtet.

An der im Versailler Vertrag festgesetzten Volksabstimmung über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens von 1921 nahm die Stadtbevölkerung nicht teil, nur der östliche Teil des Landkreises war Teil des Stimmkreises Neustadt, in dem 85,68 % der Wahlberechtigten (32.722 Stimmen) für einen Verbleib bei Deutschland votierten. 11,72 % der Wahlberechtigten (4476 Personen) stimmten für Polen. 2,6 % der Wahlberechtigten nahmen nicht an der Abstimmung teil oder gaben eine ungültige Stimme ab. Bei der darauffolgenden Aufteilung Oberschlesiens blieb die Stadt bei Deutschland.

Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge in der Hindenburgstraße zerstört.[8]

Seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Kriegsende im Jahr 1945 erlitt die Stadt Neustadt starke Zerstörungen. Als Folge des Zweiten Weltkriegs kam die Stadt 1945 unter polnische Verwaltung und wurde in Prudnik umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. Der Gebrauch der deutschen Sprache und des schlesischen Dialektes war bis zum Jahr 1989 verboten und wurde als Vergehen bestraft.[9]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1534 114 darunter 25 Juden[10]
1754 2905 [11]
1764 2722 [11]
1774 3048 [11]
1784 3326 ohne die Garnison (Stab und vier Kampanien Kürassiere)[11]
1803 3684 [12]
1816 3780 [13]
1825 4377 davon 809 Evangelische, 98 Juden[14]
1831 4862 [12]
1840 6246 mit der Garnison (2. Schwadron und Stab des 6. Husaren-Regiments, 188 Mann), davon 671 Evangelische, 5429 Katholiken, 146 Juden[15]
1855 6909 [16]
1861 7953 davon 813 Evangelische, 6961 Katholiken, 179 Juden;[16] nach anderen Angaben 8464 Einwohner, davon 8105 Zivilisten und 359 vom Militär[12]
1867 9623 am 3. Dezember[17]
1871 10.941 mit der Garnison (zwei Schwadrone Husaren Nr. 6), darunter 1100 Evangelische und 280 Juden;[18] nach anderen Angaben 10.939 Einwohner (am 1. Dezember), davon 1227 Evangelische, 9548 Katholiken, vier sonstige Christen, 160 Juden[17]
1890 17.577 davon 2111 Evangelische, 15.258 Katholiken, 164 Juden[19]
1905 20.187 mit der Garnison (ein Feldartillerieregiment Nr. 57), davon 2859 Evangelische, 117 Juden[4]
1910 18.856 am 1. Dezember[20]
1925 17.052 darunter 2603 Evangelische, 14.245 Katholiken, keine sonstigen Christen, 110 Juden[19]
1933 17.738 darunter 2704 Evangelische, 14.807 Katholiken, keine sonstigen Christen, 101 Juden[19]
1939 16.937 darunter 2380 Evangelische, 14.291 Katholiken, fünf sonstige Christen, 31 Juden[19]
Anzahl Einwohner seit dem Zweiten Weltkrieg
Jahr Einwohner Anmerkungen
1946 10.886 [21]
1956 14.900 [22]
1962 18.200 [22]
1980 22.402 [23]
1995 26.400 [24]
2000 23.800 [24]
2005 23.234 [24]
Balkendiagramm der Einwohnerzahlen bis heute

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtoberhäupter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945
Heinrich Engel
  • 1809–1815: Emanuel Weidinger
  • 1815–1816: Karl Diebiutsch / Heute geschrieben Karl Diebitsch
  • 1816–1821: Gottfried Schultze
  • 1821–1833: Karl von Adlersfeld
  • 1833–1837: Julius Richter
  • 1837–1842: Josef Spillmann
  • 1842–1847: Eduard Kutzen
  • 1847–1849: Johann Memler
  • 1849–1852: Emanuel Bock
  • 1852–1862: Paul Bielau
  • 1863: Eduard Diebitsch
  • 1863–1876: Josef Kammler
  • 1876–1904: Heinrich Engel
  • 1904–1909: Heinrich Metzner
  • 1909–1920: Paul Lange
  • 1920–1932: Robert Rathmann
  • 1934–1945: Felix Scholz
seit 1945
Grzegorz Zawiślak
  • 1945: Antoni Błaszczyński
  • 1945–1946: Franciszek Sowiński
  • 1947–?: Edward Nowak
  • 1973: Józef Zamojski
  • 1973–1975: Marian Stradel
  • 1975–?: Alojzy Kanik
  • ?–1990: Tadeusz Balcerkowicz
  • 1990–1998: Jan Roszkowski
  • 1998–2006: Zenon Kowalczyk
  • 2006–2018: Franciszek Fejdych
  • seit 2018: Grzegorz Zawiślak

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgturm
Klosterkirche St. Peter und Paul und Kloster der Barmherzigen Brüder
Pfarrkirche St. Michael
Rathaus
  • Der Burgturm westlich des Ringes gehörte ursprünglich zur Burganlage der 1264 von Wok von Rosenberg errichteten, nicht mehr erhaltenen Burg Wogendrüssel. Er wurde im 15. Jahrhundert aufgestockt.
  • Das Kloster der Barmherzigen Brüder wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Stiftung des Oberst Friedrich Wilhelm von Röder errichtet und 1810 säkularisiert. Im Konventsgebäude befindet sich eine Kapelle im neubarocken Stil.
  • Die Klosterkirche St. Peter und Paul ist ein barocker Saalbau. Der klassizistische Hauptaltar mit Gemälden der hll. Peter und Paul sowie die Kanzel mit Relief entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts. Den Kreuzweg schuf 1870 der Maler Joseph Fahnroth aus Ziegenhals. Unter dem Sakralbau befinden sich Katakomben, welche in 16 Abteilungen aufgeteilt sind. Hier befinden sich auch die Gräber von Ordensbrüdern. Die Kirche befindet sich in der Piastenstraße (poln. ulica Piastwoska).
  • Die Pfarrkirche St. Michael wurde bereits 1321 als Marienkirche erwähnt und später dem hl. Michael geweiht. Nach einem Brand wurde sie 1612 bis 1638 wiederaufgebaut. Von 1730 bis 1738 erfolgte ein Neubau im spätbarocken Stil nach Entwurf des Architekten Johann Innozenz Töpper. Die Steinmetzarbeiten schuf Johann Georg Höhenstein, die Wandmalereien 1735 Felix Anton Scheffler. Die Fresken in der Sakristei, in der Weidingerkapelle, im Chor und Langhaus schuf 1898–1900 der Frankensteiner Kunstmaler Josef Krachwitz. Der Hauptaltar mit den Statuen der Vier Kirchenväter entstand um 1740. Das gerahmte Altargemälde Mariä Himmelfahrt ist eine Stiftung des Leubuser Abtes Konstantin Beyer. Es wurde von Christian Philipp Bentum gemalt.[25] Die Kanzel mit engelbesetztem Deckel und Standbild der hl. Barbara entstanden ebenfalls um 1740; den Kreuzweg schuf der Neisser Maler Ferdinand Winter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Patronatsgestühl stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Gemälde Christus im Gefängnis wurde 1651 von Probst Heinrich Frosius gestiftet.
  • Das Rathaus steht in der Mitte des Ringes. Es wurde 1782 im barocken Stil erbaut. Zwischen 1840 und 1842 wurde das Gebäude vergrößert. 1856 erhielt das Rathaus den im Stil des Klassizismus erbauten Turm. Die angrenzenden Gebäude stammen aus dem Jahr 1779.[26]
  • Der Jüdische Friedhof wurde um 1860 errichtet. Auf dem Friedhof sind heute noch etwa 140 Grabsteine erhalten, darunter Familiengruften der Fabrikbesitzer Fränkel und Pinkus. Auf dem Friedhof befindet sich auch ein Denkmal für die ermordeten jüdischen Häftlinge des KZ Auschwitz-Birkenau, die im Januar 1945 bei der Evakuierung des Lagers umgekommen waren.
  • Die Mariensäule mit quadratischem Sockel mit vier Standfiguren der Erzengel sowie Flachreliefs wurde 1694 gestiftet.
  • Die 1327 erwähnte Stadtbefestigung wurde 1556 und 1764 erweitert und verstärkt und nach 1858 abgetragen. Erhalten sind der Niedertorturm und zwei Befestigungstürme.
  • Der im Stil des Expressionismus erbaute Gebäudekomplex wurde 1928 als Lehranstalt für Mädchen und Jungbauern sowie Geflügelzüchter errichtet. Heute befinden sich darin eine Landwirtschaftsschule sowie das Kreisamt.
  • Das Eichendorff-Denkmal befindet sich auf der Heinrichshöhe.
  • Nepomuksäule von 1733 mit zwei Engelsfiguren
  • Adlerbrunnen mit einer von Atlanten getragenen Schale, auf der sich ein doppelköpfigem Adler befindet
  • Kapellenberg mit Wallfahrtskapelle von 1750

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fußballklub MKS Pogoń Prudnik
  • Basketballklub KS Pogoń Prudnik
  • Bogenschießklub KS Obuwnik Prudnik
  • Volleyballklub SPS Prudnik
  • Karateklub LKS Zarzewie Prudnik
  • Reitklub LKJ Olimp Prudnik
  • Fußballklub MKS Sparta Prudnik

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zakłady Przemysłu Bawełnianego Frotex S.A.

Zakłady Przemysłu Bawełnianego Frotex S.A., Textilfabrik (größter Arbeitgeber am Ort und größter Handtuchproduzent Polens). Im Bahnhof Prudnik zweigt die im Personenverkehr stillgelegte ehemalige Neustadt-Gogoliner Eisenbahn von der Bahnstrecke Katowice–Legnica ab.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Pinkus

Kunst, Literatur und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaft, Technik und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Fraenkel

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietrich von Choltitz

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Prudnik zählt auf einer Fläche von 122,13 km² rund 30.000 Einwohner und gliedert sich neben dem gleichnamigen Hauptort in 12 Dörfer.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist über die Landesstraßen 40 und 41 an das Straßennetz angebunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Prudnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Prudnik – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Konrad Kretschmer: Historische Geographie von Mitteleuropa. BoD – Books on Demand, 2016, ISBN 978-3-8460-0361-9 (google.pl [abgerufen am 17. Oktober 2020]).
  2. Mapa Moravy a Slezska z 1888 roku
  3. Reinhold Olesch: Der Wortschatz der polnischen Mundart von Sankt Annaberg. Kommission bei Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1958.
  4. a b c Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 14, Leipzig/Wien 1908, S. 578-580, Ziffer 19.
  5. hkknos.eu
  6. territorial.de: Landkreis Neustadt O.S.
  7. territorial.de: Neustadt O.S.
  8. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum: Neustadt (Oberschlesien)
  9. Franz-Josef Sehr: Professor aus Polen seit Jahrzehnten jährlich in Beselich. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2020. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg 2019, ISBN 3-927006-57-2, S. 223–228.
  10. Demografia | Wirtualny Sztetl. Abgerufen am 9. März 2020.
  11. a b c d Friedrich Gottlob Leonhardi: Erdbeschreibung der preussischen Monarchie, Band 3, Teil 1, Halle 1792, S. 91.
  12. a b c Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 1045.
  13. Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats. Band 3, Kr–O, Halle 1822, S. 282, Ziffer 1260.
  14. Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Melcher, Breslau 1830, S. 982-1011.
  15. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 885-886.
  16. a b Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 1039, Ziffer 1.
  17. a b Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Berlin 1874, S. 382–383, Ziffer 2.
  18. Gustav Neumann: Das Deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2, G. F. O. Müller, Berlin 1874, S. 182-183, Ziffer 14.
  19. a b c d M. Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006)
  20. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 auf gemeindeverzeichnis.de
  21. Główny Urząd Statystyczny Rzeczypospolitej Polskiej: Rocznik statystyczny. R. 11, 1947. Warszawa, 1947 (cyfrowemazowsze.pl [abgerufen am 9. März 2020]).
  22. a b Demografia | Wirtualny Sztetl. Abgerufen am 9. März 2020.
  23. LUDNOŚĆ W 1980 R. Spia treśol. x Uwagi ogólne Ludność... 4 s # 2. Ruch naturalny ludności PDF Free Download. Abgerufen am 9. März 2020.
  24. a b c Prudnik (opolskie) » mapy, nieruchomości, GUS, noclegi, szkoły, regon, atrakcje, kody pocztowe, bezrobocie, wynagrodzenie, zarobki, edukacja, tabele, demografia, przedszkola. Abgerufen am 9. März 2020 (polnisch).
  25. Beata Lejmann: Philip Christian Bentum malarz śląskiego baroku. ISBN 978-83-7543-033-2, S. 205.
  26. Anna Będkowska-Karmelita, Ewa Brosz, Tomasz Szwaja, et al.: Reiseführer durch das Oppelner Land. Alkazar, Oppeln 2009, ISBN 978-83-925591-3-9, S. 101.