Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden

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  Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG
Logo des Deutsche Bank Konzerns
Staat Deutschland
Sitz Frankfurt am Main
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 500 700 24[1]
BIC DEUT DEDB FRA[1]
Gründung 17. September 1995 (als Bank 24 AG)
Website http://www.deutsche-bank.de/pbc
Leitung
Vorstand Thomas Rodermann & Wilhelm von Haller (Sprecher)[2]
Rainer Burmester
Roland Folz
Guido Heuveldop
Karl von Rohr
Aufsichtsrat Rainer Neske (Vors.)

Die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutsche Bank AG und wickelt das Filialgeschäft mit Privat- und Geschäftskunden (Retail Banking) ab.

Entwicklung[Bearbeiten]

Bank 24 AG (1995–1999)[Bearbeiten]

Ab 17. September 1995 bot die Bank 24 AG, gestartet als Direktbanktochter der Deutsche Bank, Dienstleistungen zu einer eingeschränkten Produktpalette per Telefon und Internet an. Zunächst lag der Sitz in Bonn, ab 1999 in Frankfurt am Main. Auch wenn sich das Direktgeschäft besser entwickelte als erwartet, sah die Strategie der Bank Ende der 1990er Jahre eine Fokussierung auf das Vermögens-, Unternehmens- und Investmentgeschäft vor, insbesondere, da das Filialgeschäft als zu wenig ertragreich angesehen wurde.

Deutsche Bank 24 AG (1999–2002)[Bearbeiten]

Am 1. September 1999 gliederte die Deutsche Bank AG den Privatkunden- und Filialbereich aus und überführte ihn in die Bank 24, die gleichzeitig in Deutsche Bank 24 AG umbenannt wurde und nun 6,8 Millionen Kunden betreute. Während die vermögenden Privatkunden von der Ausgliederung ausgenommen waren, wurden die Filialen in Deutsche Bank 24 umgezeichnet. Neben der Möglichkeit, die neue Gesellschaft an der Börse teilweise oder komplett zu veräußern, suchte man einen Partner und glaubte, diesen in der Dresdner Bank gefunden zu haben, die eine ähnliche Strategie verfolgte. Die Fusion kam jedoch letztendlich nicht zustande. Erster Vorstandssprecher der DB24 war Herbert Walter, als späterer Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank an den Fusionsplänen beider Institute beteiligt. Nachdem Josef Ackermann seit Mai 2002 den Vorstand der Konzernmutter führte, kam es zu einem Strategiewechsel, da sich der Privatkundenbereich inzwischen zu einem lukrativen Geschäftsfeld entwickelt hatte.

Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG (seit 2002)[Bearbeiten]

Um den Geschäftskundenbereich erweitert, nennt sich die DB24 seit 1. Oktober 2002 Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG, unter deren Dach auch das Private Banking sowie der Online-Broker maxblue zusammengeführt wurden. Seit diesem Zeitpunkt hat das Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Konzernmutter abgeschlossen.

Internationale Ausrichtung[Bearbeiten]

In den letzten Jahren richtete die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG ihr Geschäft auch immer internationaler aus. So wurden u.a. in Italien, Spanien, Portugal und Polen größere Filialnetze aufgebaut. Seit 2006 wurden zusätzlich 13 Filialen für Privat- und Geschäftskunden in Indien eröffnet. Weiterhin hält die Deutsche Bank eine Beteiligung von derzeit 19,9 % an der Hua Xia Bank in China. In Deutschland wurde für die türkischsprachige Kundschaft eine muttersprachliche Betreuung eingerichtet.

Führung[Bearbeiten]

Vorstandssprecher[Bearbeiten]

  • 1995–1999 Thomas Becker (Bank 24 AG)
  • 1999–2003 Herbert Walter (Deutsche Bank 24 AG & Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG)
  • 2003–2011 Rainer Neske
  • seit 2011 Thomas Rodermann (seit 2013 Co-Sprecher)
  • seit 2013 Wilhelm von Haller (Co-Sprecher)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Impressum der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG, abgerufen am 26. Mai 2012

50.115218.64182Koordinaten: 50° 6′ 55″ N, 8° 38′ 31″ O