Die Alm an der Grenze

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Filmdaten
Originaltitel Die Alm an der Grenze
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1951
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Walter Janssen
Franz Antel
Drehbuch Franz Antel
Peter Ostermayr
Aldo von Pinelli
Produktion Ottmar Ostermayr
Peter Ostermayr
Musik Bernhard Eichhorn
Kamera Peter Haller
Werner Krien
Schnitt Adolf Schlyssleder
Besetzung

Die Alm an der Grenze heißt ein deutscher Spielfilm von 1951 unter der Regie von Walter Janssen nach der Novelle »Der Besondere« von Ludwig Ganghofer (1855–1920). Der Film trug die Arbeitstitel Der Berg der Liebe sowie Der Besondere. Seine Uraufführung hatte er am 20. September 1951 im Filmpalast in Augsburg. [1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Martl, der Bauer vom Bründlhof, beim Bürgermeister Pfroitner um die Hand seiner Tochter Zäzil anhält, holt er sich eine doppelte Abfuhr: Er ist dem Bürgermeister nicht gut genug und Zäzil ist verärgert, dass Martl nicht zuerst mit ihr gesprochen hat. Martl ist ihr nicht Manns genug, zumal sie sich in Martls zupackenden Holzknecht Sepp verliebt hat. Sepp beeindruckt zahlreiche Frauen im Dorf durch sein forsches Auftreten.

Eines Tages erscheint der Bürgermeister mit einem Grenzpolizisten bei Martl, um Sepp festzunehmen. Der erstaunte Martl erfährt, dass sein Knecht aus dem Zuchthaus entflohen ist und seit seiner Zeit auf dem Bründlhof in Schiebereien über die Grenze verwickelt ist. Martl bietet sich an, Sepp, der gerade in den Bergen unterwegs ist, zurückzuholen und der Polizei auszuliefern.

Er kann Sepp in einer abseits gelegenen Almhütte ausfindig machen, doch ist der zu seinem großen Verdruss nicht allein: Zäzil ist bei ihm. Gerade als Martl sich zurückziehen will, geht jedoch eine Lawine nieder und verschüttet die drei Personen in der Hütte. In dieser Stunde der Bewährung erkennt Zäzil die grundlegende Unterschiedlichkeit der beiden Männer: Martl erweist sich als der Starke und setzt all seine Kraft ein, um die Hütte vor dem Einbruch unter der Schneelast zu bewahren. Er rettet so allen dreien das Leben, während Sepp sich ängstlich selbst aufgegeben hat. Die Hütte wird von auf den Berg geeilten Helfern im Dachbereich freigelegt. Als ein Seil herabgelassen wird, greift der Sepp sofort danach, um sich zuerst nach oben ziehen zu lassen, wird jedoch vom Martl unsanft beiseite geschoben, der Zäzil das Seil reicht. Er selbst lässt sich zuletzt hochziehen. Nachdem Sepp sich in dem allgemeinen Durcheinander erst einmal davonstehlen kann, kommt es in der Folge bei einer neuen Gemeinheit seinerseits zu einer Verfolgung durch zwei Grenzbeamte. Bei einem Sprung über eine breite Felsspalte verschätzt der Flüchtende sich und stürzt in die Tiefe.

Zäzil weiß inzwischen, wer „der Besondere“ ist und bereut es, den Martl abgewiesen zu haben. Martl wird bald darauf zum neuen Bürgermeister gewählt, und geht erneut zum Pfroitnerhof, wo Zäzil ihm schon freudestrahlend entgegenkommt. Beide fallen sich wortlos in die Arme und küssen sich und natürlich gibt die junge Frau ihm nun nur allzugern ihr Jawort.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um einen Peter Ostermayr-Film im Unitas und Kopp-Verleih. In Österreich startete der Film bereits am 31. August 1951. Am 22. Juli 1967 hatte das Filmdrama Fernsehpremiere im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF).[2]

Elisabeth Huber geht in ihrer Magisterarbeit „Der ‚Neue Bayerische Heimatfilm‘ im 21. Jahrhundert, dargestellt am filmischen Werk von Marcus H. Rosenmüller“, auch auf den Film Die Alm an der Grenze als Beispielfilm ein und führt u. a. dazu aus: „In dem Film Die Alm an der Grenze tritt das Bergmilieu in der Erscheinungsform ‚An der Grenze‘ auf. Gebirgsmilieu wird hier zu einem gefährlichen Ort, der die Menschen bedrohen kann. Im Film kommen gefährliche Klettereien am Fels und Schmuggel auf unwegsamen und verstecken Wegen vor, die nur der Held bewältigen kann. Die Verknüpfung von Gebirgslandschaft mit dem Geschehen in diesem Film hat den Zweck, Charaktereigenschaften der Filmpersonen zu verdeutlichen und herauszustellen.“[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Volkstümliche Ganghofer-Verfilmung nach altbewährtem Schema: Schmuggler, Wilderer und die Liebe in einem Gebirgsdorf. (Alternativtitel: ‚Der Besondere‘, ‚Der Berg der Liebe‘).“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Gute Hausmannskost aus der Blütezeit des Heimatfilms.“

Evangelischer Filmbeobachter[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Alm an der Grenze bei filmportal.de
  2. a b Die Alm an der Grenze im Lexikon des internationalen Films
  3. Der „Neue Bayerische Heimatfilm“ im 21. Jahrhundert
  4. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 319/1951