Die Schneekönigin (1967)

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Schneekönigin
Originaltitel Снежная королева (Sneschnaja korolewa)
Produktionsland Sowjetunion
Originalsprache Russisch
Erscheinungsjahr 1967
Länge 85 Minuten
Stab
Regie Gennadi Kasanski
Drehbuch Jewgeni Schwarz
Produktion Lenfilm
Musik Nadeschda Simonjan
Kamera Wadim Grammatikow, Sergei Iwanow
Schnitt I. Nowoschilowa
Besetzung

Die Schneekönigin ist ein sowjetischer Märchenfilm[1] aus dem Jahr 1967, der auf dem Märchen Die Schneekönigin von Hans Christian Andersen beruht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großmutter der Geschwister Kai und Gerda bekommt an einem Winterabend Besuch von einem unfreundlichen Fremden, einem reichen Kommerzienrat, der unbedingt die Rosen der Großmutter haben will, um sie teuer weiterzuverkaufen. Diese weigert sich jedoch vehement, da die Rosen ein Geschenk des Untermieters, eines Märchenerzählers, sind und man Geschenke nicht verkaufen darf. Der Fremde kündigt an, sich dafür zu rächen und bei seiner Königin, der Schneekönigin, zu beschweren. Diese erscheint kurz darauf und will Kai mitnehmen; sie bietet Kai dafür ein Leben in ewigem Wohlstand. Als Kai sich weigert, gibt die Schneekönigin ihm zum Abschied einen Kuss, wodurch sich das Herz des Jungen in einen Eisklumpen verwandelt.

Wenig später hängt sich Kai mit seinem Schlitten an den Pferdeschlitten der Schneekönigin und wird entführt. Als er im Frühjahr noch immer nicht zurückgekehrt ist, macht sich Gerda auf die Suche nach ihrem Bruder. Das Rabenpaar Karl und Klara erzählt ihr, dass Kai möglicherweise der Bräutigam der Prinzessin Elsa geworden ist, und bringt sie zum Schloss. Der Prinz ist jedoch nicht Kai, sondern heißt Klaus. Er und Elsa haben durch die geschwätzige Krähe, einer Verwandten von Karl und Klara, jedoch schon von Gerda und Kai gehört und stellen ihr eine goldene Kutsche zur Verfügung, damit Gerda sicher zum Palast der Schneekönigin gelangen kann, um Kai zu retten. Als Elsas eigentlich gutmütiger Vater, der König, auf Druck des Kommerzienrates Gerda einkerkern will, kommt ihr der Märchenerzähler zur Hilfe und duelliert sich mit dem Kommerzienrat. Mit der Hilfe von Klaus und Elsa können die beiden schließlich entkommen.

Um Gerda doch noch aufzuhalten, setzt der Kommerzienrat eine Räuberhauptfrau und deren Bande auf die Goldkutsche an. Die Räuber freuen sich über die leichte Beute und wollen Gerda dem Kommerzienrat ausliefern. Als aber die Tochter der Räuberhauptfrau Gerda als Spielkameradin für sich behält, beauftragt der Kommerzienrat einen der Räuber, Gerda umzubringen. Dieser schleicht sich nachts zu Gerda in die Räuberhöhle, entpuppt sich aber als der verkleidete Märchenerzähler und befreit sie. Die Räubertochter ertappt die beiden bei der Flucht, lässt sich schließlich aber erweichen, Gerda gehen zu lassen und gibt ihr ihr sprechendes Rentier mit, das den Weg zum Palast der Schneekönigin kennt.

Als Gerda den Palast der Schneekönigin erreicht, ist diese unterwegs, um den Frühling aufzuhalten. Kai soll in der Zwischenzeit das Wort „Ewigkeit“ aus Eissplittern zusammensetzen; als Belohnung hat ihm die Schneekönigin die ganze Welt und ein paar neue Schlittschuhe versprochen. Der innerlich vereiste Kai weigert sich zunächst, mit Gerda mitzugehen, taut aber wieder auf, als er von seiner weinenden Schwester umarmt wird und sie ihm von zuhause erzählt. Als die beiden den Palast bereits verlassen haben, taucht plötzlich die Schneekönigin auf und versucht, die Geschwister zurückzuhalten; jedoch vergeblich, da Gerda vor nichts mehr Angst und Kai kein kaltes Herz mehr hat.

Die Nachricht von Kais Rettung verbreitet sich schnell unter allen Freunden, die Gerda auf ihrer Reise getroffen hat. Die Großmutter schließt glücklich ihre Enkelkinder in die Arme und der Märchenerzähler meint, dass nichts und niemand sie jemals trennen kann, solange sie alle immer zusammenhalten.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drehort war u.a. die Altstadt (Domstadt) von Tallinn. Der 1966 bei Lenfilm produzierte Kinderfilm hatte am 6. November 1967 Premiere.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Die Schneekönigin auf S. 175 - 178 in 77 Märchenfilme - Ein Filmführer für jung und alt (hrsg.) Eberhard Berger, Joachim Giera u.a. Henschel Verlag GmbH; Berlin 1990; ISBN 3362004474
  2. http://www.kino-teatr.ru/kino/movie/sov/6585/annot/