Dieter Salbert

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Dieter Salbert (* 2. August 1932 in Berlin; † 6. Juli 2006 in Meine) war ein deutscher Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salbert erhielt ab 1938 Klavierunterricht und begann früh mit Improvisationen auf Klavier und Akkordeon. Nach seinem Abitur 1952 am Humboldt-Gymnasium in Berlin-Tegel studierte er Komposition und Klavier am Stern’schen Konservatorium und legte 1957 die Reifeprüfung in Komposition ab.

Ab 1959 lebte er in Nürnberg, wo er eigene Werke im Kabarett „Die Roten Funken“ präsentierte. Danach studierte er Schulmusik in München. In den Folgejahren war er Musikdozent an der Akademie Remscheid, an der Pädagogischen Hochschule Braunschweig und an der Fachhochschule für Sozialwesen Braunschweig. 1986 promovierte er in Hamburg. 1981 gründete er die Neue Akademie Braunschweig und rief das Synthesizer-Musikfestival Braunschweig ins Leben, das er bis 2001 leitete.

Salbert veröffentlichte über 200 Kompositionen, darunter Orchester- und Chorwerke, Kammermusik und radiophone Produktionen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theatralische Messe. Texte: aus der Liturgie und von Rainer Kirsch, Eva Zeller, Kurt Marti, Álvaro Menen Desleal, Eckart Bücken, Helmut Preißler. UA 1977 Braunschweig (Martinikirche; Martini-Kantorei, Dirigent: Werner Burkhardt)
  • Stationen der Hoffnung. Ein szenisches Oratorium für Sopran, Sprecher, Chor, Pantomime, Streichorchester, Gitarre, Bassgitarre, Synthesizer, Percussion und Orgel. Texte: Paul Gerhardt, Martin Luther, Uwe Hoppe u. a. UA 1981 Braunschweig (Madrigalchor Braunschweig)
  • Tageszeiten. Ein weltliches Oratorium nach Gedichten von Rahel Mann (* 1937) für 2 Solo-Soprane, Chor, Orchester, Orgel, Schlagzeug und Synthesizer. UA 18. Juni 1985 Nürnberg (Meistersingerhalle; Hans-Sachs-Chor Nürnberg, Dirigent: Wolfgang Riedelbauch)
  • Europa. Musik für den Frieden für Sopran, Bass, Chor und Orchester. Texte: Nelly Sachs u. a. UA 20. November 1991 Nürnberg (Meistersingerhalle; Hans-Sachs-Chor, Dirigent: Wolfgang Riedelbauch)
  • Shalom, Luther… für Chor und Posaune (nach Martin Luthers Choral Ein feste Burg ist unser Gott). UA 7. Juni 1996 Nürnberg (Egidienkirche; Hans-Sachs-Chor, Dirigent: Wolfgang Riedelbauch)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1965: Förderpreis für Musik der Stadt Nürnberg
  • 1975: Richard Wagner-Medaille Bayreuth
  • 1985: Niedersächsisches Künstlerstipendium
  • 1986: Bundesverdienstkreuz am Bande

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]