Dietmar Elflein

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Dietmar Elflein (* 1964) ist ein deutscher Musikwissenschaftler, der an der TU Braunschweig am Institut für Musik und ihre Vermittlung und Musikpädagogik lehrt. Bekanntheit erlangte er mit seinen Schriften zu populärer Musik, insbesondere zu Hip-Hop und Metal. Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitet er als Tontechniker und spielt in verschiedenen Bands.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1983 am Ernestinum Coburg begann Elflein ein Studium der Ethnologie an der Universität Bayreuth. 1984 wechselte er an die Freie Universität Berlin, wo er bei Josef Kuckertz, Georg Elwert und Fritz Haug Vergleichende Musikwissenschaft und Philosophie studierte. Er schloss das Studium 1991 mit Magister ab, Titel der Abschlussarbeit Rockmusik in einer Kleinstadt - eine Fallstudie. Elflein begann, als Tontechniker zu arbeiten und spielte in verschiedenen Bands. 2006 begann er mit der Promotion an der TU Braunschweig, die er 2009 abschloss. Nach einem Lehrauftrag an der Universität Osnabrück zur Geschichte der Rockmusik wurde er 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Musik und Musikpädagogik der TU Braunschweig. Daneben lehrt er an der Hochschule der populären Künste FH in Berlin, an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim. Außerdem ist er seit 2009 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreis Studium Populärer Musik und verfasst Beiträge zum Songlexikon des Deutschen Volksliedarchivs.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Promotionsschrift Schwermetallanalysen – Zur musikalischen Sprache des Heavy Metal gilt als richtungsweisend in der musikwissenschaftlichen Analyse der Musik des Heavy Metal.[1] Die von ihm dargestellten Forschungsergebnisse brachten ihm den Ruf eines Musikexperten für den Bereich Rockmusik und Metal und er wurde von zahlreichen Medien wie DRadio Wissen,[2] Zeit Online,[3] oder der taz als Gesprächspartner herangezogen.

Ausgewählte Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze
  • Vom neuen deutschen Sprechgesang zu Oriental HipHop. In: Aus der neuen Welt, Streifzüge durch die amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts. Hg. von Annette Kreutziger-Herr und Manfred Strack. Hamburg: Lit 1997. S. 283-99.
  • Das Leben eines Gs – aktuelle Schnittmuster im deutschen Hip Hop in: Cut and Paste – Schnittmuster populärer Musik der Gegenwart (Beiträge zur Popularmusikforschung 34) Hg. von Dietrich Helms und Thomas Phleps. Bielefeld: transcript 2006, S: 11-30
  • Aggro Berlin – 100% deutscher Hip Hop in: Journal der Jugendkulturen 12, Berlin 2007, S. 11-23
  • Immer die gleichen Klassiker - Heavy Metal und der Traditionsstrom. In: No Time For Losers - Charts, Listen und andere Kanonisierungen in der populären Musik (Beiträge zur Popularmusikforschung 36) Hg. von Dietrich Helms und Thomas Phleps. Bielefeld: transcript 2007, S. 127-144
  • „Die virtuose Kontrolle der (Ohn-)Macht. Gedanken zur musikalischen Ästhetik des Heavy Metal.“ In : Metal Matters. Heavy Metal als Kultur und Welt. Reihe Medien´ Welten. Braunschweiger Schriften zur Medienkultur, Bd.15. Hg. Von Rolf F. Nohr und Herbert Schwaab. Münster u.a.: Lit 2011, S. 169-182
Monografien
  • Schwermetallanalysen. Zur musikalischen Sprache des Heavy Metal. Bielefeld: transcript, 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Schäfer: Bewusst inszenierte Gegenwelt. Musikexperte Elflein über Heavy Metal. die tageszeitung, 1. April 2011, abgerufen am 30. Juli 2012.
  2. Metal ist nicht gleich Metal, DRadio Wissen, Sendung vom 21. Juni 2011.
  3. Frank Schäfer: Heavy-Metal-Forschung. Man tobt sich aus. Zeit Online, 17. Februar 2011, abgerufen am 30. Juli 2012.