Diskussion:Berliner Pfannkuchen

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Silvester[Quelltext bearbeiten]

Die Sitte, zu Silvester einen Pfannkuchen mit Senf zu füllen, wird auch von Wilhelm Bendow in seinem Sketch "Prosit Neujahr" aufgegriffen. Er fordert die Gastgeberin auf, ihm zum Pfannkuchen eine Bockwurst zu servieren, weil er garantiert wieder den mit Senf erwischt. (nicht signierter Beitrag von 131.220.75.92 (Diskussion) )

Berliner = Fastnachtsküchle? Falsch.[Quelltext bearbeiten]

Hallöchen,

ich wollte mal kurz was korrigieren: Ich bin gebürtiger Pfälzer (geboren in Landau in der Pfalz). Berliner sind KEINESFALLS Fastnachtsküchle. Diese sind bei uns rautenförmig, von der Form her wie rheinische Mützen, umgefüllt und in einer Mischung mit Zimt und Zucker gewälzt. Ich hatte nämlich mit meiner Lehrerin damals eine riesige Diskussion, da sie mir weismachen wollte, das Fastnachtsküchle und Berliner dasselbe seien, woraufhin ich meine Eltern gefragt habe. Und in einem Backbuch sind die Fastnachtsküchle genau beschrieben (in demselben Backbuch ist auch ein Rezept für Berliner enthalten). Und das Wort Kreppel hab ich noch nie gehört. ;)

Viele Grüße DanySahne85 (Diskussion) 05:28, 16. Nov. 2020 (CET)[Antworten]

Hallo! Es handelt sich erkennbar um eine Variante des Krapfen (Hefeteig). Nun gibt da es da eine ungeheure Vielfalt, was schon mit dem Problem beginnt, dass für den Berliner auch 2 verschiedene Zubereitungen gibt. Dadurch wird es subjektiv, welches Merkmal man für so wesentlich hält, um typisch zu sein. [1] zeigt zwar eine abweichende Form, aber es wurde nur durch einmalisge Wenden gebacken, hat also den typischen Kragen, und besteht aus Hefeteig. Damit die die Zuordnung als Berliner nicht so falsch, wie Du es darstellst.Oliver S.Y. (Diskussion) 10:12, 16. Nov. 2020 (CET)[Antworten]


Ich halte die Zuordnung auch für falsch. Per Definition enthalten Berliner einer Konfitürefüllung. Fastnachtsküchle nicht.--Camper2 (Diskussion) 17:34, 16. Feb. 2021 (CET)[Antworten]

Berliner heißen in Baden-Württemberg bei den Schwaben Fastnachtsküchle[Quelltext bearbeiten]

Bei den Schwaben heißen Berliner Fastnachtsküchle. Diese Bezeichnung habe ich als Kind so häufig gehört, dass ich mir sehr sicher bin. Gehört wurde dies im Großraum Stuttgart, im Gäu und im Nordschwarzwald, beim Bäcker, in familiärer Umgebung und auch in der Schule. Es mag sein dass in der Pfalz Fastnachtsküchle etwas anderes sind, in Schwaben sind dies jedoch runde, frittierte Teiglinge mit Marmeladenfüllung. Ist der Sachverhalt aus dieser Quelle zu unsicher, kann ja mal bei der Großbäckerei Sehne nachgefragt werden, ich bin mir sicher das klärt sich. :-)

Nein, das ist nicht so. Es genügt, "Fastnachtsküchle" zu googlen. Die ersten 1000 gefundenen Rezepte und auch der Eintrag Schmalzgreben der Wikipedia erklären das schnell anders.--Camper2 (Diskussion) 16:31, 26. Feb. 2021 (CET)[Antworten]
Es wird also mit Google und WP argumentiert <kein Kommentar>. Literatur aka: Belege anyone?
Die "Berliner" kommen ursprünglich (seit dem Mittelalter; siehe Krapfen) von einem Gebäck her, das in der Vorfastenzeit kredenzt wurde. „Fastnachtsküchle" ist als Name natürlich plausibel für das Schmalzgebäck (fragt sich nur wie die in historischen Zeiten aussahen, die "Küchle").
Frage also: Wie haben sich die schwäbischen Fastnachtsküchle über die Zeit entwickelt? Seit wann ist der Begriff nachweisbar und lassen sich Rezeptur, Name und quasi "Ausgestaltung" der Fastnachtsküchle über die Zeit nachzeichnen? --Henriette (Diskussion) 00:12, 27. Feb. 2021 (CET)[Antworten]
Ich argumentiere erstens aus eigenem Wissen, zweitens aus dem meiner schwäbischen Verwandtschaft, drittens Wikipedia selbst (Lemma Schmalzgreben) und bisher jedem fehlendem Beleg, dass es anders - entgegen den vielen veröffentlichen Rezepten - sei. Selbstverständlich sind 100e veröffentliche Rezepte ein Hinweis. Besonders, wenn es für einen Gegenaussage keinerlei Beleg gibt. (nicht signierter Beitrag von Camper2 (Diskussion | Beiträge) 08:18, 27. Feb. 2021 (CET))[Antworten]
Na, dann will ich Dich aufklären: Die Belege gibt es natürlich; z. B.:
Kretschmer, Wortgeographie, 2. Auflage Göttingen 1969, S. 361f.: „Im nördlichen Baden … [heißt das Fastnachts-Schmalzgebäck; H.F.] Fastnachtsküchel.“ – unklar ist, ob es sich um ungefülltes Gebäck handelte (die mit Apfel gefüllten nannte man Krapfen bzw. Apfelkrapfen). Weiter: „In der Pfalz und in Heidelberg sagt man Fastnachtsküchele“ – dort bedeutet "Pfannkuchen" nur Eierkuchen; und "Krapfen" sind wieder Küchel mit Apfelfüllung. "Küchel" zur Bezeichnung ungefüllter Krapfen hat Kretschmer auch für das Elsaß, Bayern und die „österr. Alpenländer“.
Hier sieht man schon, daß es nicht so einfach ist und die Aussagen der schwäbischen Verwandtschaft oder "eigenes Wissen" nicht ausreichen. Einmal haben wir eine nur zu einer ganz bestimmten Zeit produzierte Speise (Fastnacht), zum anderen offenbar zwei Begriffe für Schmalzgebäck: Krapfen und Küchel(e).
Eichhoff, Wortatlas der dt. Umgangssprachen, 2. Band, Bern und München, 1978, S. 14f.: „Allerdings ließ sich aus den Angaben auf den Fragebögen nicht immer ganz zweifelsfrei ablesen, ob eine Bezeichnung tatsächlich der beschriebenen Sache [in Fett gebackene, oft gefüllte und gern zu Fastnacht gegessene Kuchen; H.F.] zukommt oder der ungefüllten Variante. Zweifel bestehen fort bei einigen Belegen für Fastnachtsküchelche(n) und Fastnachtsküchle sowie im norddeutschen Raum für Krapfen. Alle drei Bezeichnungen werden in jenen Gebieten, aus denen sie gemeldet sind, auch und vor allem für das ungefüllte Fettgebäck verwendet. Bezeichnungsübertragung ist jedoch sichergestellt durch sachlich eindeutig bestätigte Meldungen: … / … / Angemerkt sei, daß Fastnachtsküchelche(n) und Fastnachtsküchle im Südwesten für das ungefüllte Backwerk viel weiter verbreitet sind als für das gefüllte …“
Hier also nochmal: Es geht etwas durcheinander mit den Berlinern, Krapfen und Küchele. Offenbar sind die regionalen Bezeichnungen (Krapfen, Küchele) nicht so "sortenrein" einer konkreten Speisezubereitung (in Schmalz ausgebackener Bollen gefüllt/ungefüllt) zuzuordnen, wie man das eigentlich gern hätte oder gemäß „eigenem Wissen“ für absolut sicher und richtig™ hält.
Gehe ich nach dem Pfälzischen Wörterbuch ist ein "Fastnachts-kuchen, -küchelchen, -küchlein" ein „an Fastnacht gebackener Krapfen“ (zu gefüllt oder ungefüllt sagt der Artikel nichts). Gleicher Befund bei " Kuchen, Küchel(chen)“ (unter b. α.): „in Öl oder Fett gebackener Krapfen“. Genauso das Schwäbische Wörterbuch von Fischer: „Fastnacht(s)-küchle, Schmalzbackwerk, zur Fastnachtszeit gebacken“.
Erschwerend kommt hinzu: Der Urahn des Berliners, der Krapfen, ist seit dem Mittelalter bekannt. Seitdem ist sehr viel Zeit vergangen, die überall zur Ausbildung regionaler Speisenamen und -zubereitungen geführt hat. Die Moderne bringt es mit sich, daß solche traditionellen Namen und Zubereitungen sich mit anderen mischen, von ihnen überlagert oder ganz ausgelöscht werden; oder – wie vllt. im Fall der Fastnachtsküchel –, daß ein "alter Name" nun einer modernen oder eigentlich nicht "einheimischen" Zubereitungsart gegeben wird (so daß in Schwaben der Berliner Pfannkuchen mit dem traditionellen Namen für das Fastnachtsgebäck benannt wird: Fastnachtsküchel). --Henriette (Diskussion) 15:33, 27. Feb. 2021 (CET)[Antworten]
Zusammenfassung: Keinen Beleg gefunden, dass die Schwaben ihr nicht gefülltes (und damit nicht in die Definition "Berliner Pfannkuchen" passendes) Gebäck nicht "Fastnetküchle" nennen. Zum Thema Belege: Schreibe ich in einer Zeitung einen Artikel meiner Sichtweise, dann habe ich eine hier im Allgemeinen akzeptierten Beleg (mache ich aber nicht). Vielleich meldet sich ja jemand aus der oberen Etage der schwäbischen Bäckerhirachie zu Worte.--Camper2 (Diskussion) 14:21, 28. Feb. 2021 (CET)[Antworten]
Nach dem Beleg für "nicht gefülltes Gebäck nennt man nicht Fastnachtsküchle" war auch nicht suchen. Das Posting oben lautete: „Bei den Schwaben heißen Berliner Fastnachtsküchle. / … / in Schwaben sind dies … runde, frittierte Teiglinge mit Marmeladenfüllung.“ Dem hast Du widersprochen (weshalb ich Dich nach Belegen gefragt habe).
Um diese Aussage ging es; das läßt sich zwar so absolut nicht sagen/belegen, aber es ist auch nicht falsch. Dein Argument lautete: Nein, Gebäck mit Füllung kann nicht Fastnachtsküchle genannt werden, denn die Fastnachtsküchle sind immer ungefüllt (wie z. B. die Schmalzgreben) – und das ist, siehe Befund des Sprachatlas', nun mal nicht richtig. --Henriette (Diskussion) 16:57, 28. Feb. 2021 (CET)[Antworten]

EDIT: https://mizzis-kuechenblock.de/2021/02/fasnachtszeit-fasnetskuechle/ verweist auf DEN schwäbischen Kochbuch-Klassiker, der es natürlich auch richtig beschreibt. Aber der ist nur ca. 100 Jahre alt => Kiehnle Kochbuch.

Hallo! Geht dieser Stress immer noch weiter? Nochmal - Es gibt als Gruppe des Siede/Fett/Schmalzgebäcks in Deutschland Krapfen aus verschiedenen Teigen. Eine Untergruppe davon sind Krapfen aus Hefeteig, die wiederum sich in leichten und schweren Teig unterscheiden, nach Größe und ob und mit was sie gefüllt sind. Das Merkmal für Berliner ist der helle Kragen, der durch das Backen mit einmaligem Wenden entsteht. Fastnachtsküchle scheint mir wegen der Vielfalt eher ein Synonym für Krapfen (Hefeteig) zu sein.Oliver S.Y. (Diskussion) 19:16, 28. Feb. 2021 (CET)[Antworten]