Diskussion:Ketwurst

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Hierher verschoben von Kettwurst Rainer Zenz 19:41, 15. Jul 2004 (CEST)

Schreibweise[Quelltext bearbeiten]

Hallo maha, eine Info zur Schreibweise: nach meiner Erinnerung schreibt sich die besagte Speise KETWURST, also nur mit einem "t" in der Mitte. Die Wortzusammensetzung läst sich von "Ketchup" und "Wurst" herleiten und hat mit einer "Kette" nichts zu tun. Rückinfo möglich zu: d.liebold@web.de

Nein, die Herleitung aus Ketchup und Wurst ist falsch. Allerdings geistert diese Herleitung durch die Medien. So gab es einen Artikel in der Berliner Zeitung, der das so abgeleitet hat. Am Kettwurst-Stand in der Schönhauser Allee hängt der Artikel mit einem Korrekturvermerk aus. Ich kenne auch keinen Kettwurststand, der Kettwurst mit einem t schreibt. Auch eine Internet-Recherche bestätigt das. Ich hätte natürlich nichts gegen einen redirect unter "Ketwurst". --maha 12:02, 19. Sep 2003 (CEST)

Der Name Ketwurst leitet sich tatsächlich von Ketchup und Wurst ab. Die ursprüngliche Zubereitung war auch, anders als hier beschrieben, eine darmlose (Kunststoffsaitling) Bockwurst, die nicht im Wasserbad, sondern im Backofen erwärmt wurde, es ging um eine möglichst rauhe Oberfläche, damit beim Eintauchen in die auf Ketchup basierende Soße möglichst viel davon hängen blieb. Danach wanderte die Wurst-Soße-Kombination in ein zuvor aufgespießtes (nicht aufgeschnitten !!!) Weichbrötchen, speziell zu diesem Zweck entwickelt und produziert. Eine andere Reihenfolge ist nicht möglich, was ein damaliger HO-Direktor schmerzhaft erfahren musste, sein Anzug war hinüber. Der mir persönlich sehr vertraute Entwickler/Erfinder Herr Specht wurde seinerzeit in Budapest inspiriert. Achso, Fait: Der derzeitige Patentinhaber hat dieses unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und ohne jeden korrekten Beleg erlangt. !!! (nicht signierter Beitrag von Ralf Niemann (Diskussion | Beiträge) 11:32, 16. Okt. 2018 (CEST))

Kettwurst oder so[Quelltext bearbeiten]

Hallo Rainer,
ich habe in meinem Leben nie eine Ketttwurst genießen dürfen, bin aber Wikipediaerfahren genug, um zu erkennen, dass es hier abweichenden Ansichten über die Schreibweise gibt. Ich lasse den verschobenen Artikel dort, wo er ist (da ich die Ketchupvariante auch plausibler finde), werde die strittige Schreibweise aber wieder einfügen - offensichtlich ist sich ja auch nicht unüblich.
Gruß, euronaut 14:45, 16. Jul 2004 (CEST)

Drei "t" finde ich jetzt doch übertrieben ;-) ich habe nochmal nachgeforscht und bin nahezu sicher, daß "Ketwurst" die richtige Schreibweise ist. Nicht nur ist die Ethymologie überzeugender (jede kleine bis mittelgroße Wurst wird "in Ketten" hergestellt und geliefert, warum sollten dann ausgerechnet diese Würstchen danach benannt sein? Klingt nach Volksethymologie), sondern auch die Quellen sind es. dem MDR und der Berliner Zeitung beispielsweise würde ich da eine gewisse Kompetenz und Sorgfalt zubilligen. Dann gibt es noch einen fotografischen Beleg von der Fotoagentur Ostkreuz: Ketwurststand am Alex 1989. Da Ketwurst zuerst am Alexanderplatz angeboten worden sein soll, halte ich das für sehr überzeugend. Oder sollten die sich im Zentrum der Hauptstadt der DDR verschrieben haben? Ich habe noch den Ketwurststand in Schönweide (der hat sich "Original Ketwurst" schützen lassen) angeschrieben, mal sehen, was die antworten. Dann gibt es auch einen Film: "Mahlzeit DDR - Broiler, Ketwurst & Grilletta", von Kuno Richter, Leipzig, 2003. Umgekehrt sind die ergoogelten "Kettwürste" häufig voneinander abgeschrieben, öfter mal von Wikipedia. Nicht daß es diese Schreibung nicht gegeben hätte, aber ich tippe, sie ist einfach falsch. Wir werden es rauskriegen und hier den einzig wahren Ketttttwurstartikel schreiben. Vielleicht sollte ich morgen erst mal zum Alex radeln und so ein Mistding probieren. Rainer Zenz 19:28, 16. Jul 2004 (CEST)


Auf Rainers Wunsch hin erläutere ich noch einmal meine Überlegungen zur Bezeichnung von Ket(t)wurst:

  1. Sprachliche Erwägungen:
    1. Aussprache: Niemand bestreitet, dass das e in Kettwurst kurz ausgesprochen werden muss. Das erfordert im Deutschen die Schreibung mit zwei t.
    2. Etymologische Erwägungen: Eine Ableitung aus Ketchup, bei der aus der als Digraph geschriebenen Affrikate [ʧ] ein t isoliert wird, ist unplausibel und auch sonst im Deutschen nicht belegt; es müsste also ein Ketchwurst entstehen.
  2. Belege:
    1. Ich selbst habe die Kettwurst am Kettwurststand auf der Schönhauser Allee in Berlin (Nähe U-Bahn-Hof gegenüber von den Arkaden) kennen gelernt. Dort hängt ein Zeitungsartikel aus, auf dem die Ableitung aus Ketchup + Wurst erwähnt wird und dazu eine Richtigstellung, dass es sich um einen Fehler handele und die Ableitung aus Kette + Wurst richtig sei.
    2. Das Argument, jede Wurst würde in Wurstketten geliefert, ist für Ostberlin nicht richtig. Die darmlose Currywurst, die bei Konopke (unweit des Kettwurst-Standes auf der Schönhauser Allee) verkauft wird, ist ein gutes Gegenbeispiel und ziemlich typisch für Ostberlin. In diesem Kontext ist eine Wurstkette schon etwas Besonderes. Im Übrigen wäre mit dem gleichen Argument ja auch jede Wurst mit Ketchup eine Ketwurst.

Heutzutage wird auf sprachliche Erwägungen ja wenig Wert gelegt, was mich als Linguist natürlich wenig begeistert. Ich will mich aber gern von der Schreibung Ketwurst überzeugen lassen (und habe auch deshalb gegen die Verschiebung nach Ketwurst nicht protestiert), wenn ich entsprechende historische Belege für Ketwurst vorgelegt bekomme, denn letztlich kommt es auf die Beleglage an. Herr Stürmer von ketwurst.com hat mir solche in Aussicht gestellt. Mal sehen! Ich werd demnächst bei ihm eine verzehren und dann weiß ich hoffentlich mehr... Einstweilen kommen wir an den zwei Schreibungen wohl nicht vorbei. --maha 22:12, 17. Jul 2004 (CEST)

Na, da wird Ketwurst.com staunen bei so vielen Anfragen ... Hoffentlich haben die echtes Beweismaterial. Ich glaube nämlich nicht, daß wir bei einem Kunstwort mit üblichen sprachlichen und ethymologischen Erwägungen (die ich durchaus schätze) sehr weit kommen - da hat sich halt um 1979 in Berlin irgendjemand ausgedacht, was man für ein Wort anstelle von "Hot Dog" nehmen könnte. Wenn wir jetzt wüßten, was er sich damals gedacht hat. Aber wir werden es rausbekommen. Ich halte allerdings das Foto vom Alex (wo die Ket(t)wurst ja zuerst angeboten worden sein soll) für einen wirklich überzeugenden Beleg, eben so das Google-Ergebnis, das rein mengenmäßig zwischen 2:1 und 3:1 für "Ketwurst" spricht. Aber Beweise sind das natürlich noch nicht, nur starke Indizien. Rainer Zenz 22:50, 17. Jul 2004 (CEST) PS: Currywurst ohne kann naturgemäß nicht als Kette geliefert werden (gab und gibt es übrigens genauso in Westberlin).

Der Fall ist entschieden[Quelltext bearbeiten]

Am 29. 7. 04 erschienen in der Berliner Zeitung zwei ausführliche Artikel zur Ketwurst und ihrer Geschichte inklusive Faksimile-Abdruck der Auszeichnung, die die Erfinder erhielten und Aussagen des damaligen stellvertretenden Leiters Außeneinrichten dere HO Gaststättenbetrieb Fernsehturm, Hartmut Wellner zu ihrer Entwicklung. Ich habe den Artikel im Sinne dieser Informationen berichtigt und ergänzt. Rainer Zenz 09:35, 30. Jul 2004 (CEST)

Perfekt - und wieder etwas dazu gelernt ;-) - Danke! -- euronaut
Das besagt nur, daß die Ketwurst als solche erfunden wurde. Deswegen kann sie trotzdem als Kettwurst vermarktet worden sein. Ich denke aber eher an eine Verdeutschung aus Catwurst (also Katze statt Hund/hot dog) Saxo (Diskussion) 12:09, 20. Jan. 2017 (CET)
Wurde sie nicht (zu DDR-Zeiten). Offiziell immer "Ketwurst" mit einem T. Was natürlich nicht ausschließt, dass der eine oder andere die schon damals falsch geschrieben hat oder volksetymologische *Theoriefindung* betrieben hat. Das mit der Katze war definitiv nicht beabsichtigt, zudem unlogisch: Dann wäre schließlich Hot Cat ;-) bedeutend naheliegender gewesen. --AMGA (d) 10:33, 21. Jan. 2017 (CET)

Ich staune hier immer wieder über die Detailkenntnisse mancher, was den DDR-Alltag und seine Phänomene angeht. Es mag vieles stimmen, an das man sich erinnert, außer dem Datum. Viele Berichte stammen aus der Zeit nach 1989, und man verbindet wegen der Umgebung die Erinnerungen mit der DDR. Die "Vermarktung" über die Betriebsteile der HO Gaststätten erfolgte in Berlin zentral. Dementsprechend waren auch die Marketingelemente wie Plakate, Fahnen und Schilder orthografisch korrekt. Wenn eine Verkäuferin auf der Kreidetafel es falsch schrieb, mag das ein Schreibfehler gewesen sein, ob es damit zu einer Verdeutschung wurde, darf bezweifelt werden. Ich gehe mal davon aus, daß diese Kräfte auch Kettchup verkauften, wodurch die Verwechslung viel naheliegender ist, da man damit an eine simple Kette denken konnte, ohne über englische Tierarten nachzudenken. Gegen den Hotdog spricht halt, das Berlin gleichzeitig die Heimat von Bockwurst mit Schrippe ist, also im Gegensatz zum Rest der Welt das auch ohne Zwiebeln und Gurken bereits etabliert war.Oliver S.Y. (Diskussion) 11:21, 21. Jan. 2017 (CET)

Anglizismen[Quelltext bearbeiten]

Wer hat den diesen Unsinn geschrieben. Wenn Anglizsmen so unerwünscht waren, hätte die Ketwurst auch nicht Ketwurst heißen dürfen. Übrigens wurde in der DDR Ketchup als Ketchup und nicht als Tomatenwürzsoße verkauft... Und wie stehts mit dem Broiler. Das ist wohl kein Anglizimus. :-) Den Satz im Artikel halte ich jedenfalls für sehr fragwürdig. --Trainspotter 11:47, 25. Jan 2005 (CET) (geändert: --Trainspotter 12:43, 25. Jan 2005 (CET)

Der Satz ist inhaltlich aus einem Interview mit dem damaligen Leiter der Gaststättenbetriebe am Alex übernommen. Der war bei der Namensfindung dabei. Rainer 12:10, 25. Jan 2005 (CET)
Dann sollte man das vielleicht erwähnen. Der Statz suggeriert, dass sämtliche Anglizismen in der DDR verpönt waren, was einfach nicht zutrifft. Sicher hat man nach einer halbwegs originellen deutsch klingendem Bezeichnung gesucht. Die Ketwurst war ja auch schließlich kein originärer Hot Dog mehr. Sonst hätte man sie ebenso als "Heißen Hund" verkaufen können.
Die Berliner Zeitung ist ein im Westen Berlins gemachtes Blatt. Es gibt leider genug DDR-Eigentümlichkeiten, die von aus Westdeutschland und Westberlin stammenden Redakteuren (sicherlich ohne Absicht und größtenteils aus Unwissenheit) einfach mal gerne verallgemeinert werden. Zumindest bezweifle ich stark, dass dieser Satz in dieser Form vom Gastättenbetriebsleiter stammt. --Trainspotter 12:43, 25. Jan 2005 (CET)
Naja, die Berliner Zeitung hat schon einen Reihe Ost-Redakteure. Berliner Zeitung vom 29. Juli 2004, Autor Stefan Strauß:
"Wenn einer etwas über die Entstehung der Ketwurst erzählen kann, dann ist es Hartmut Wellner, der Chef des Fernsehturms am Alexanderplatz. Als stellvertretender Leiter Außeneinrichtung beim HO Gaststättenbetrieb Fernsehturm übernahm Wellner im Sommer 1976 die Betreuung von acht Imbissbuden, die rings um den Alexanderplatz aufgestellt worden waren. „Das Gebiet um den Neptunbrunnen galt als größtes Naherholungsgebiet der DDR", sagt Wellner. „Doch weil die Kneipen voll waren und man überall anstehen musste, sollte der ambulante Handel entwickelt werden." In Plastikbuden verkauften die HO-Mitarbeiter Softeis, gebrannte Mandeln und Bratwurst. Doch das reichte nicht. Andere Imbissprodukte sollten her, allerdings keine Hot Dogs oder Hamburger. Die kamen aus dem Westen. „Und Anglizismen durfte es nicht geben" sagt Wellner."
Dem wollte ich nicht widersprechen. Rainer 14:25, 25. Jan 2005 (CET)
Es ist Quatsch, daß Anglizismen unerwünscht waren. Sie bezeichneten nur in der Regel ganz spezielle westliche Produkte, die es in der DDR nicht gab. Also brauchte man dafür auch keine Bezeichnung. Die Ablehnung von Anglizismen ist ansonsten auch nach wie vor im Westen sehr verbreitet. Saxo (Diskussion) 12:15, 20. Jan. 2017 (CET)
Okay, wenn das aus seinem Mund stammt, muss ich wohl passen. Sicherlich ist damit gemeint, dass neue Produkte keine englischen Namen tragen sollten... Ich habe nur leider schon oft gelesen, wie Redakteure über ostdeutsche Befindlichkeiten besser Bescheid wissen wollten als die Ossis selbst. Daher das gesunde Misstrauen. --Trainspotter 14:47, 25. Jan 2005 (CET)
Alles wurscht, "Ketchup" ist kein Anglizismus. Das Wort stammt aus dem Malayischen. Wer schonmal in einem indonesischen Restaurant war, kennt vielleicht "Babi Ketjap". Das ist dasselbe Wort Anorak 08:34, 20. Aug 2005 (CEST)
Man lernt nie aus. Wobei Ketchup in meinen Augen schon ein Anglizismus ist. Das bedeutet ja noch nicht, dass der Ursprung des Wortes aus anderen Sprachen stammt. Sonst würden wir hier ja Ketschap, was dem Malayischen wohl näher käme.
Nach Deutschland ist der Begriff natürlich über England bzw. Amerika gekommen. Ist also durchaus ein Anglizismus. Rainer ... 22:07, 23. Aug 2005 (CEST)
Für mich ist Ketchup kein echter Anglizismus. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob er nicht vielleicht auch über den Landweg (Arabien, Kaukasus) nach Mittel- und Osteuropa eingeflossen ist. Man siehe hierzu auch: Liste deutscher Wörter aus dem Chinesischen

Na das ist doch mal was, da habe ich also zu DDR-Zeiten bei einer westberliner Zeitung gearbeitet? 217.88.157.217 17:16, 21. Jul 2006 (CEST)

heißer Hund[Quelltext bearbeiten]

Ich wollte es jetzt erstmal noch nicht mit in den Text einbauen, aber mir war die Bezeichnung KETWURST bis vor wenigen Jahren gar nicht geläufig. Ich erinnere mich dafür mit Sicherheit, dass mir (in Dresden) als Kind, noch vor der Wende, ein (zumindest Ketwurst-ähnliches) Erzeugnis tatsächlich unter der Bezeichnung Heißer Hund verkauft wurde. Echt wahr! Auch meine Eltern konnten das bestätigen: kein HotDog, keine Ketwurst, sondern absurde Eindeutschnung des Anglizismus - heißer Hund -- Burts 13:52, 26. Feb 2006 (CET)

Kann ich bestätigen, das muß so um 1980 gewesen sein. Die Bockwurst wurde wie gewohnt erwärmt, in ein Doppelbrötchen gepackt und darauf kamen Gurkenscheiben und Rohkostsalat (Weißkohl gabs ja immer ;) --RalfRBIENE braucht Hilfe 11:41, 6. Jul. 2007 (CEST)


Spekulationen[Quelltext bearbeiten]

@Rainer: im wesentlichen habe ich bisherige spekulative Äußerungen korrigiert. Betrifft: im ersten Satz "Die Ketwurst ist die ostdeutsche Abwandlung des Hot Dogs" habe ich das zweite "die" durch ein neutrales "eine" ersetzt. Die Behauptung, es sei *die* ostdeutsche Abwandlung gewesen, muss der belegen, der sie macht bzw. der darauf besteht. Gegen das "die" spricht auch die "heiße Hund"-Debatte ein paar Zeilen weiter oben hier. Mein "eine" halte ich dagegen für eine neutrale Formulierung.

Das nächste ist meine These, Ketwurst sei außerhalb der Berliner Innenstadt selten gewesen. Ein Nachweis der Nicht-Existenz ist prinzipiell schwer zu führen. In mehreren Diskussionen in news://de.alt.folklore.ddr wurde diese Frage erörtert, es gab lediglich Hinweise auf einen Stand in Schwerin und einen in Leipzig. (die entsprechenden Threads kann man unter http://groups.google.com/advanced_search?q=& und der Suche nach Ketwurst aus der Gruppe de.alt.folklore.ddr finden).

Es wäre, glaube ich, stimmte meine These nicht, umgekehrt leicht nachzuweisen, dass ich falsch liege. Sprich, wenn Ketwurst außerhalb Berlins und zwei, drei Ausnahmeorte wirklich häufig verkauft worden wäre, gäbe es Zeitzeugenberichte.

Was ich zu belegen habe, wäre mein "Heutzutage wird Ketwurst vermutlich an mehr Stellen verkauft als zu DDR-Zeiten". Ich kann Dir auf die Schnelle eine Reihe von Orten in Berlin nennen, wo sie verkauft wird: - zwei Stände am Ostkreuz - mehrere ehemalige Mitropabahnhofsimbisse, u.a. auf dem Bahnsteig 6/7 in Berlin Ostbahnhof oder in der Bahnhofshalle in Berlin Spandau - der seit Jahren bestehende Kettwurststand (mit 2t) gegenüber des Bahnhofes Schönhauser Allee. - vier Standorte in Berlin, siehe www.ketwurst.com - Rostock in der Fußgängerzone. Weil ich das "mehr ... als" so in der Tat nicht zweifelsfrei belegen kann, habe ich es durch eine neutralere Formulierung ersetzt.

Was ich auch zu belegen hätte, wäre mein erster Satz des letzten Absatzes "Ketwurst und Grilletta gelten heute oft fälschlicherweise als typische Produkte der DDR-Imbisskultur." Nimmst Du mir ihn trotzdem so ab, oder soll ich die diversen Literaturstellen mit Bezug auf die Ketwurst raussuchen?

Völlig spekulativ ist übrigens dagegen die These im Artikel "Anglizismen wie Hot Dog waren in der DDR zu dieser Zeit nicht erwünscht. " Andere Wörter ursprünglich englischer Herkunft wie "Broiler" oder "Dispatcher" sprechen zudem gegen diese Annahme. Ich vermute eher eine bewusste Abgrenzung von in der BRD üblichen Begriffen, aber *das* ist nun auch nur Spekulation und deswegen habe ich es nicht geändert. M.E. könnte der fragliche Satz aber auch ersatzlos raus.

Naja, Anglizismen waren unerwünscht, das weiß jeder, der die Zeit erlebt hat. Broiler und Dispatcher waren vom Staat geschaffene Ausnahmen, mit denen man sich <gerücht> als vom Westen modern abheben wollte. Quellen wird man dafür sicher keine finden, solange Stasi-Unterlagen nicht offen zugänglich sind. --RalfRBIENE braucht Hilfe 13:29, 1. Sep. 2007 (CEST)
Zu 1: Gab es andere Varianten des Hotdog in der DDR? Mir unbekannt, aber ich bin Wessi. Ok, scheint es gegeben zu haben, Bockwurstbrötchen mit Krautsalat (noch weniger Hotdog als Ketwurst).
Zu 2: Es bestreitet niemand, dass es Ketwurst vor allem in Berlin gab. Das rechtfertigt aber nicht einen Satz wie Ketwurst und Grilletta gelten heute oft fälschlicherweise als typische Produkte der DDR-Imbisskultur. Gleich zwei Spekulationen auf einmal. Gelten sie denn als typische Produkte? Und wenn, wäre das falsch? Ich würde es einfach weglassen. Ein Hinweis darauf, dass es sie im wesentlichen nur in Berlin gab, kann meinetwegen bleiben, das trifft ja zu. Meines Wissens gab es dauerhaft sogar nur den Stand am Alexanderplatz.
Was die heutige Ketwurst angeht: Da gibt es halt diesen einen Anbieter, der sich die Namensrechte gesichert hat, und mit der DDR-Nostalgie ein ganz gutes Geschäft zu machen scheint (es sei ihm gegönnt). Den hatte ich eigentlich absichtlich nicht erwähnt.
Rainer Z ... 13:53, 1. Sep. 2007 (CEST)
Ich kann mich an "heißer Hund" in Dresden erinnern, Wurst mit Krautsalat im Brötchen. Krautsalat gabs das ganze Jahr, Ketchup war Bückware. Warum soll Ketwurst und Grilletta fälschlicherweise als typische Produkte gelten? Sie waren typisch. Beim FDJ-Studentensommer 1982 in Frankfurt/O gab es etliche Ketwurst- und Grilletta- Stände in der Stadt. Ketwurst gabs nicht nur in Berlin, da war es aber besonders auffällig. --RalfRBIENE braucht Hilfe 04:31, 2. Sep. 2007 (CEST)
Mal nur aus Neugier: Wie kam es, dass Ketchup knapp war? Tomaten gab es doch vermutlich genug in den Bruderländern im Balkan. Rainer Z ... 13:36, 2. Sep. 2007 (CEST)
Ja eben, in Bulgarien. Alle Länder waren per Dekret zu bestimmten Leistungen verpflichtet. Wein kam aus Bulgarien/Rumänien, Sekt aus der SU, Tomaten hat die DDR kaum produziert. Als Gegenwert hatte die DDR Produkte des Maschinenbau, Kran- und Schiffbau usw. Das wurde aber lieber gegen Devisen an den Westen verkauft anstatt für schnöde Tomaten. Das Einzige, was es immer ausreichend gab, waren Weißkohl und Zitronen. Selbst Kartoffeln oder Äpfel, die ja in der DDR angebaut wurden, gab es nicht immer. Die beste Ware ging in den Westen. Brot, Butter, Milch gabs immer und überall. Alles, was auch nur annähernd an Luxus grenzt, war entweder sehr teuer ("Freß-Ex") oder das gabs nur rationiert. Dazu zählte auch Ketchup, es gab doch genug Mostrich ;) --RalfRBIENE braucht Hilfe 15:28, 2. Sep. 2007 (CEST)
Ja, und wo kam da die Senfsaat her? Und die Zitronen? Luxus! Rainer Z ... 16:07, 2. Sep. 2007 (CEST)
Daß Senf importiert wird, wußte ich garnicht? Im Artikel steht nichts dazu, wo er angebaut wird... Zitronen gab es, um der Bevölkerung immer genug Vitamin-C zur Verfügung zu stellen, frisches Obst gab es ja nicht genug. Es war wohl billiger, dies mit Zitronen als mit anderem Obst zu machen. Mit Cuba, China, Ägypten und Chile waren ja zumindest zeitweise befreundete Länder Lieferanten. Cuba-Apfelsinen sind übrigens was ziemlich schlimmes, die bekommt man kaum gepellt und sie schmecken auch nicht wirklich. --RalfRBIENE braucht Hilfe 21:59, 2. Sep. 2007 (CEST)
Je nach Sorte (weiß, braun, schwarz) kommt das Zeug wohl aus Asien oder dem Mittelmeerraum. In Deutschland heimisch ist keine Senfart. Rainer Z ... 23:58, 2. Sep. 2007 (CEST)
Zu Ketwurst und Grilletta gelten heute oft fälschlicherweise als typische Produkte der DDR-Imbisskultur. Wenn es Ketwurst außerhalb Berlins nur selten gab (was hier wohl weitgehend unstrittig ist), so können sie logischerweise nicht typisch für die DDR-Imbisskultur gewesen sein. Und ob sie es gelten? Ich denke, schon. Kein DDR-Wörterbuch kommt ohne die Ketwurst aus, die recht bekannte DVD "Mahlzeit DDR" beginnt mit dem Kapitel: "Broiler, Ketwurst und Grilletta. Dennoch: mein "fälschlicherweise" muss da nicht stehen. Eigentlich sollte man sich in solchen Artikeln sowieso eher vor derartigen Ausdrücken hüten, wenn's nicht sehr wichtig ist. Ich hab's rausgenommen, ich denke, es liest sich so besser.
@Rainer: zum Ketwurstanbieter: der ist ja nicht nur ein heutiger. Er sagt ja, er wäre damals ein Miterfinder der Wurst gewesen. Auf www.ketwurst.com findet man ja auch diverse Hintergründe, unter anderem die Quellen für den dritten Absatz (Kettwurst/Ketwurst) des Artikels hier. Wenn man die Hintergründe nicht kennt, liest sich dieser Absatz m.E. sehr spekulativ. Ansonsten kann man der Site noch einiges mehr entnehmen, etwa, dass etliche Leute aus Sachsen und Thüringen sich drauf freuten, mal nach Berlin zu kommen, weil sie dort Ketwurst kriegten. Kurz: sie war eben nicht typisch für die ganze DDR. Ich hab den Link auf ketwurst.com aber dennoch wieder rausgenommen, weil ich die Site technisch Mist finde.
@RalfR: Broiler und Dispatcher zeigen, dass Anglizismen nicht pauschal verdammt wurden. Der Aussage "Anglizismen waren unerwünscht" würde ich dennoch nicht prinzipiell widersprechen, aber die Aussage: "Ketwurst heißt Ketwurst, weil Anglizismen unerwünscht waren" halte ich nach wie vor für pure Spekulation. Dafür, dass es eher eine generelle Abgrenzung vom Westen war, spricht auch, dass Nicht-Anglizismen wie Pizza (Krusta) ebenso betroffen waren; dafür spricht auch, dass sich ja nicht nur die Namen, sondern auch die Produkte selbst von ihren West-Äquivalenten unterschieden. Ich finde, der Artikel verliert nichts und gewinnt an Klarheit, wenn man den (Halb)satz einfach streicht. Was meint Ihr?--Global Fish 23:33, 3. Sep. 2007 (CEST)
Um es kurz zu machen: vorn mir aus ok. --RalfRBIENE braucht Hilfe 02:48, 4. Sep. 2007 (CEST)

nicht nur Berlin![Quelltext bearbeiten]

Ich denke, der Hinweis "fast nur in Berlin" ist sachlich falsch. Seit ca. 1980 - definitiv jedoch vor 1985 - gab es in Schwerin einen permanenten Ketwurst-Stand in der Hermann-Matern-Straße (heute Mecklenburg-Straße) vom Pfaffenteich kommend auf der rechten Seite kurz vor dem Kaufhaus "Magnet" (heute "Kressmann"). (Anm: Kressmann ist keine Schleichwerbung sondern dient Mecklenburgern als Orientierungspunkt in der City). Gewissermaßen "angefixt" von diesem neuen Geschmack war auf Klassenfahrten immer der Ketwurst-Stand eines der wichtigeren Ziele. Leider erinnere ich mich nicht mehr, in welchen anderen Städten das konkret war (Magedeburg? Dresden? Leipzig?) -- Modem Man (08:47, 20. Dez. 2009 (CET), Datum/Uhrzeit nachträglich eingefügt, siehe Hilfe:Signatur)

Dass es in Schwerin Ketwurst gab, ist nichts Neues, steht schon weiter oben auf dieser Diskussionsseite, auch Leipzig ist überliefert. Sonst aber bisher wenig. Und weil diese Fälle bekannt sind, steht im Text auch "fast nur in Berlin" und nicht "nur in Berlin". Solange nur so wenig Beispiel für Ketwurst in der DDR außerhalb von Berlin bekannt sind (und ich rechne nicht damit, dass es *wesentlich* mehr werden), finde ich "fast nur in Berlin" völlig in Ordnung.
PS: bitte neue Diskussionsbeiträge unten auf der Seite anfügen --Global Fish 15:41, 21. Dez. 2009 (CET)
Bin trotzdem gegen die Formulierung "fast nur in Berlin"! Sie würdigt die anderen Städte herab. Wobei das ja schon fast wieder richtig wäre, da es zum damaligen Zeitgeist paßt: "in der Hauptstadt muß mehr gebaut werden - auf dem Dorf reichen Zelte" (alter Erich-Witz über die überzogene Zurschaustellung und Förderung Berlins nach seinem Staatsbesuch in der Mongolei).-- Modem Man 07:57, 21. Feb. 2010 (CET)
Was heißt "würdigt" herab, bei lediglich 2 Ständen außerhalb Berlins würden die beiden wohl unangemessen hervorgehoben.Oliver S.Y. 10:44, 21. Feb. 2010 (CET)
Es *waren* *nicht* nur zwei außerhalb Berlins, es sind hier nur zwei genannt - feiner Unterschied. Außerdem: der eine Stand in Schwerin - das bedeutete praktisch die Fastfood-Marktführerschaft in dem Nest :P (okay, ich übertreibe; aber die Richtung stimmt). Und überhaupt: weitgehend auf die Berliner Innenstadt beschränkt - ist das durch irgendwelche Quellen außer die persönlichen Erinnerungen der/des Artikelautoren gedeckt? Wenn nicht: POV - raus damit! -- Amga 09:26, 4. Feb. 2011 (CET)
Es gab Ketwurst ebenfalls in Dresden in der Prager Straße gegenüber dem Rundkino, zwischen den Hotels. In Stralsund am Bahnhof, wenn man rauskommt, gleich links auf dem Gehweg. In Schwedt am Centrum-Warenhaus, in Potsdam auf dem Luisenplatz...--Marcela Miniauge2.gif 09:37, 4. Feb. 2011 (CET)
Ich liebe Fernschach, und Antworten, die nach 11 Monaten erfolgen sind auch sehr zielführend. Ich kann nur sagen, daß die Bereiche Friedrichshain und Mitte der HO Gaststätten Berlin, zu denen diese Imbisse gehörten im Belieferungsplan standen. Nun ist "Innenstadt" als Zusammenfassung sicher ein wenig POV, aber wir reden hier vom Alltag in der sozialistischen Planwirtschaft, und wenn HO Prenzlauer Berg nicht im Plan war, gehörte es auch nicht zum Verbreitungsgebiet. Problem bei der Ketwurst waren ja eben die Brötchenwärmer und vor allem die Brötchen, die Spezialanfertigungen waren. Sry Ralf, was ich da Ende der 80er Jahre dann in der DDR kennelernte war viel zu häufig eine Currywurst im Brötchen, was aber weder was mit Hotdog noch Ketwurst zu tun hatte.Oliver S.Y. 09:56, 4. Feb. 2011 (CET)
Nee, das waren schon die aufgespießten Weichlinge. Davon gabs in den 80ern mehr als nur eine Handvoll. Zum Pfingsttreffen der FDJ waren in Frankfurt mehrere der Stände, die wurden aber auch wieder abgebaut. --Marcela Miniauge2.gif 10:01, 4. Feb. 2011 (CET)
OK, dann nehmens wir raus. Womit ich Bauchgrimmen habe ist die Zuschreibung allgemein zur "DDR-Küche", obwohls nur für einen geringen Anteil der Bewohner im Angebot war. Als Vergleich, Pinkel werden ja auch nicht allgemein der deutschen Küche zugerechnet. Also nehmens wir besser raus, als das auf dieser Grundlage zu erweitern. Dachte, es geht um die Innenstadt.Oliver S.Y. 10:06, 4. Feb. 2011 (CET)

Aber noch 'ne andere Frage: Inzwischen gibt es Ketwurst an verschiedenen Orten in Berlin und in anderen Städten. Stimmt, hier in der Nähe, in Rostock z.B. gibt es an mobilen Ständen *etwas* mit der Bezeichnung "Ketwurst". Allerdings entspricht das nicht der oben beschriebenen DDR-Ketwurst. Es ist ein völlig normales (dünnes) Würstchen mit einem *geringfügig* umfangreicheren Brötchen als bei einem Fransk Hot Dog. Auch der Ketchup entspricht nicht dem DDR-Ketchup. Ist das ein spezielles Rostocker Phänomen oder generell bei heutiger Ketwurst so? Offenbar nicht, siehe Foto von 2003... wo gibt es denn "echte" Ketwurst? (Nebenbei: ist "das Ketchup" eigentlich Gastro-Sprech à la "an Sauce" oder Süd-Sprech à la "das Cola" ;-)? -- Amga 10:57, 4. Feb. 2011 (CET)

Also in ne richtige Ketwurst gehört schon ne "dicke" Wurst rein. Zu DDR-Zeiten gabs die Ketwurst ab ca mitte der 80-er auch in den "Aussenbezirken" von Berlin, z.B. in Marzahn am heutigen Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße oder in Lichtenberg am Bahnhof Friedrichsfelde Ost. Bei den heutigen Ketwurst-Ständen (die ich kenne) sind zwar Brot und Wurst wie früher (z.B. S-Bahnhof Ostkreuz), die Sauce/der Ketchup weicht aber nach meiner Erinnerung vom Original ab, möchte mich da aber echt nicht festnageln lassen, ist zu lange her, um es vergleichen zu können. (nicht signierter Beitrag von 91.66.92.24 (Diskussion) 05:15, 6. Mär. 2011 (CET))

In München und in Frankreich habe ich diese Hotdogs auch gesehen, also von wegen Berlin... 95.91.235.159 00:01, 8. Dez. 2013 (CET)

Ketwurst in München und Frankreich? Send pix! --AMGA (d) 22:43, 8. Dez. 2013 (CET)

Neubrandenburg[Quelltext bearbeiten]

Die Ketwurst gab es schon in den 80ern in Neubrandenburg vor der Stadtbibiliothek, nicht "inzwischen" (nicht signierter Beitrag von 92.226.38.233 (Diskussion) 22:16, 29. Jul 2011 (CEST)) Die Ketwurst gibt es noch heute dort, allerdings nicht mehr lange der Inhaber muß leider seinen ganzen Imbiss abreißen. (nicht signierter Beitrag von 188.102.34.35 (Diskussion) 08:08, 6. Jan. 2012 (CET))

Mag sein, nur ist da wirklich die Frage, ob es eine "Echte" war, oder eine Imitation. Erinnerungen können da manchmal täuschen.Oliver S.Y. 11:43, 6. Jan. 2012 (CET)

ähnliches Produkt im Westen?[Quelltext bearbeiten]

ich bin vor ein paar Tagen eher zufällig auf diesen Artikel gestoßen. Dabei hat sich mir folgende Frage gestellt: Gab es ein ähnliches Produkt auch im Westen? Ich kann mich nämlich erinnern, als Kind solches gesehen (und auch gegessen) zu haben. Aus der Erinnerung waren es Brühwürste in eher weichen Brötchen, die Brötchen wurden wie oben beschrieben "aufgespießt". Mit ziemlicher Sicherheit war das vor 1975 in Nürnberg (typische "Kindheitserinnerung"). (nicht signierter Beitrag von 193.22.166.88 (Diskussion) 10:12, 3. Jun. 2013 (CEST))

Kann ich bestätigen. Im gesamten süddeutschen Raum gab es in den 70ern diese Würste im Brötchen. Sie wurden als Hot-Dog angeboten (erinnere mich noch ganz genau an das Schild). In den Strandbädern hier war das damals der Renner. Die Brötchen wurden auf einen heißen Spieß gesteckt und wurden dann mit Ketchup oder Senf oder auch beidem befüllt, danach wurde die Wurst hinein geschoben. Meist kamen spezielle Wiener Würstchen zum Einsatz, die gerade waren. (nicht signierter Beitrag von 188.110.248.235 (Diskussion) 16:08, 5. Jul 2015 (CEST))
Ja, sicher, eine Art Hotdogs, die gibt es noch immer in vielen Ländern. Das ist aber *keine* Ketwurst, die sah/sieht anders aus. Bspw. waren das ursprünglich keine "Art Wiener Würstchen", s. Artikel und andere Beiträge hier. --AMGA (d) 21:10, 5. Jul. 2015 (CEST)

Ketwurst vs. Párek v rohlíku (CZ)[Quelltext bearbeiten]

Also zumindest auf der Seite dieses Kenners der tschechischen Küche http://bamb.bplaced.net/frame-Dateien/orte/Glossar.htm wird cs:Párek v rohlíku mit der Ketwurst synonym gesetzt. Und ich sehe auch keinen Unterschied zur Ketwurst. (Hinweis zu WP:CS: nepřesně hotdog = fälschlich als Hot Dog bezeichnet! - also auf keinen Fall dorthin verlinken!) Bin daher versucht, ggf. sogar ein Interwiki zu wagen. Doch was sagen die anderen? -andy 77.191.35.152 21:36, 8. Dez. 2013 (CET)

Párek heißt Würstchen (also das Gleiche); v rohlíku heißt im Hörnchen also nicht ganz identisch. Die Tschechen haben einfach die bei ihnen weit verbreiteten Hörnchen genommen statt wie in der DDR spezielle Backwaren zu erfinden. Es wird das gleiche Gerät verwendet, ich würde sagen, das ist weitgehend eine Ketwurst. Und die Dinger sind noch heute weit verbreitet. --Pölkky 21:52, 8. Dez. 2013 (CET)

Hallo! Das Problem ist hier die Beleglage. Es ist keinesfalls ausgeschlossen, daß in Ostberlin die "Erfinder" ein Gericht aus dem Urlaub mitbrachten. Aber in dies gab es weder in Ostberlin, noch die dazu passenden Brötchen und vor allem nicht die Toastspieße. Ansonsten ist das ein klassisches Problem von "Essen aus XYZ" und "Essen in XYZ". Keinesfalls ausgeschlossen, daß dies Gericht nach Sachsen und weiter nach Tschechien exportiert wurde.Oliver S.Y. (Diskussion) 21:54, 8. Dez. 2013 (CET)

Das tauchte in der Tschechei erst mit der Wende auf. Vorher waren es Würstchen in aufgeschnittenen Hörnchen mit dem typischen tscechischen Senf. Die wiederum sind uralt. Beides hat den gleichen Namen, nur daß jetzt eben die Spieße zum Aushöhlen und Aufwärmen benutzt werden. Das ist einfach praktischer und hat sich durchgesetzt. Ich hab eine Quelle, die von den Párek v rohlíku schon vor über 100 Jahren berichtet. Allerdings nur der Name, der Spießer kam, als die Dinger in der DDR nicht mehr gebraucht wurden, weil die westlichen Hot Dogs kamen. --Pölkky 22:13, 8. Dez. 2013 (CET)
Nein das stimmt nicht, in Prag (bspw. Wenzelsplatz und nähere Umgebung, an mehreren Stellen, wo sonst ;-) gab es das mindestens schon um 1980 mit nicht-aufgeschnittenen Hörnchen, sondern wie heute mit aufgespießten-mit-Loch. Allerdings mit Senf, das stimmt. (Ich habe in der Zeit dort gewohnt, also nicht nur mal so kurz als Tourist, und die relativ häufig gegessen. Heute nicht mehr, weil i.d.R. fleischhaltig ;-) --AMGA (d) 22:28, 8. Dez. 2013 (CET)
PS Zur Eingangsfrage: würde ich nicht machen. MMn sind sowohl die Ketwurst, als auch Párek v rohlíku (in der heutigen Form) Abwandlungen des Hot Dogs (d.h. einer bestimmten Art Hot Dog), ersteres halt die DDR-Variante, zweites die tschechische (bzw. tschechoslowakische). Ob zwischen beiden ein *direkter* Zusammenhang besteht, wage ich zu bezweifeln, zumindest ist sie nicht belegt (oder belegbar), wie Oliver schon schreibt. Die Ur-Ketwurst, wie sie zu DDR-Zeiten aussah, hat sich noch viel mehr vom Párek v rohlíku unterschieden, als heute (und erst recht von der Variante im aufgeschnittenen Hörnchen, von der Pölkkyposkisolisti schreibt). Anderes Brot, anderes Würstchen, andere Sauce - bisschen viel Unterschiede... --AMGA (d) 22:37, 8. Dez. 2013 (CET)
Nur noch zur Ergänzung - ich hab die Ketwurst immer als "Currywurst im Brot" verstanden. Die Vergleiche mit dem HotDog waren eher was für "Zugereiste". Der Artikel hier ist Scheiße, und eine TV-Reportage des MDR aus 2003 sicher nicht als Quelle geeignet. Fängt schon damit an, "besondere Bockwurst", das ist Quark, es ist eine Brühwurstvariante. Warum es eine Art von Hotdog sein soll, wird nicht erklärt, denn was ist überhaupt ein HotDog? Fängt schon bei der Frage an, ob die Wurst im Wasserbad erwärmt wird, oder gebraten. Eine Ketwurst wird in Sauce geschwenkt, bei HotDog kommen die Saucen drauf. Bei einem Hotdog kann es diverse Beilagen wie Zwiebeln und Gurken geben, bei einer Ketwurst fehlt dies völlig. Ich kürze den Artikel darum wegen Theorieetablierung etwas. Oliver S.Y. (Diskussion) 22:47, 8. Dez. 2013 (CET)
Currywurst? Bei "uns" (Nordbezirke) zu DDR-Zeiten immer ohne Curry. Hot Dog für mich: irgendeine Wurst (so in der Art Wiener Würstchen, eher gekocht) in irgendeiner Form von länglichem Brötchen (sei es aufgeschnitten, sei es im Loch) mit Sauce (Ketschup o.ä.) + evtl. diverses (saures) Gemüse usw. Also bspw. keine Brat- oder Bockwurst in einem "normalen" aufgeschnittenen Brötchen, aber Ketwurst - eher ja. Das war leicht ;-) In "Sauce geschwenkt" oder drauf ist dabei völlig egal. Aber schon klar, hält einer wissenschaftlichen Defintion nicht stand ;-) --AMGA (d) 00:16, 9. Dez. 2013 (CET)
In Ostberlin war ne Currywurst meist eine Bratwurst ohne Darm, aber wenn diese nicht ausreichend zur Verfügung standen, auch die Bratwürste (aus der Folie). Darauf wurde Ketchup gespritzt, und dieser mit Curry bestreut. Für Ketwurst konnte am Imbiss also entsprechend die selbe Grundsauce (leicht verdünnt) gegeben werden. Mußte das mal für ein Volksfest vorbereiten, also zumindest Augenschein vorhanden. Für Hot Dogs werden meiner Kenntnis nach zwingend Frankfurter oder Wiener im Saitling verwendet. Dementsprechend mit geringerem Durchmesser als Bock/Knack/Extrawurst. Der wesentlichste Unterschied ist meist, das für Hotdog, Bockwurst und auch die "Berliner Currywurst" Pökelsalz zur Rötung eingesetzt wird, und diese meist leicht geräuchert werden. Eine übliche Bratwurst ist weder geräuchert noch gerötet. Bei einer Ketwurst ist es übrigens auch nicht egal, ob die Wurst geschwenkt wird oder nicht, denn nur so kommt die Sauce ins Brötchen. Wenn man sie rübergibt, hat man nur das erste Drittel Wurst mit Sauce.Oliver S.Y. (Diskussion) 00:26, 9. Dez. 2013 (CET)
Bei uns war das Currypulver zumindest seit 1982 (das weiß ich, weil das hierzustadt auch heute so beworben wird, also "nach dem alten Rezept von 1982" ;-) immer *in* einer speziellen, ich sage mal, Ketchupsauce, niemals draufgestreut. Und die wurde nicht für Ketwurst verwendet (jedenfalls afair). Bei der Ketwurst geht das mit der Sauce auch so, ohne "schwenken": genug reinlöffeln, dann steigt die seitlich hoch. Gehört natürlich gewisses Fingerspitzengefühl dazu. --AMGA (d) 01:31, 9. Dez. 2013 (CET)

Heutige Verbreitung[Quelltext bearbeiten]

Bis zum letzten Dezember war ein Hinweis auf die relativ häufige Verbreitung von Ketwurst-Ständen in den letzten Jahren (also in der heutiger Zeit) drin, ich glaube, ursprünglich war er vor langer Zeit von mir. Zuletzt lautete er: Inzwischen gibt es Ketwurst an verschiedenen Orten in Berlin, in Neubrandenburg vor der Stadtbibliothek und in anderen Städten. Dort wurde er rausgeworfen. Das (auch wenn es mal "mein" Satz war) geschah nicht zu unrecht, der Satz war unbelegt, und die Aufzählung ist läppisch. Andererseits ist die heutige Existenz des Produktes m.E. nicht unwichtig, wenn auch prinzipiell schwer zu belegen (gut, man kann die Stände fotografieren) und dort, wo die aktuelle Existenz durch Presseberichte belegt werden kann etwa Ostkreuz oder Schönhauser Berlin, würde das diese Imbisse gegenüber anderen aufwerten). Andererseits scheinen mir die Versuche, einzelne Imbisse zu nennen, irgendwie ein Anzeichen zu sein, dass die Frage nach der heutigen Verbreitung schon interessant für den Artikel ist. Wie gehen wir damit um? --Global Fish (Diskussion) 22:41, 14. Apr. 2014 (CEST)