Diskussion:Lakefleisch

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Qsicon Fokus2 grey.svg Der Artikel „Lakefleisch“ wurde im Januar 2020 für die Präsentation auf der Wikipedia-Hauptseite in der Rubrik „Schon gewusst?vorgeschlagen. Die Diskussion ist hier archiviert. So lautete der Teaser auf der damaligen Hauptseite vom 22.01.2020; die Abrufstatistik zeigt die täglichen Abrufzahlen dieses Artikels.

Garen oder Kochen?[Quelltext bearbeiten]

Ich verstehe sozusagen nichts von Essenszubereitung. Trotzdem oder gerade deswegen die Frage: Wird Garen von Fleisch im eigenen Saft in einer Alufolie allgemein als Kochen bezeichnet? -- Lothar Spurzem 00:36, 14. Jan. 2020 (CET)

Hallo! Lässt sich nicht so eindeutig beantworten. Allgemein bezeichnet man ja die Zubereitung von Essen als "Kochen", weshalb auch zum Beispiel Backen dazugehört. Dem Grundprinzip nach handelt es sich hier um das Verfahren "Dünsten", ein kombiniertes Garverfahren aus den Teilverfahren Kochen und Dämpfen. Es wird allgemein für wasserreiche Lebensmittel verwendet, hier wird dem relativ wasserarmen Fleisch ja durch das Pökeln diese Flüssigkeit vorher zugegeben. Deshalb erscheint mir hier "allgemein" Kochen zu stimmen, aber nicht im Speziellen.Oliver S.Y. (Diskussion) 10:06, 14. Jan. 2020 (CET)
Vielen Dank. Das es ein recht spezielles Gericht ist, würde ich das Dünsten gegenüber dem allgemeinen Kochen vorziehen. Herzliche Grüße -- Lothar Spurzem 11:11, 14. Jan. 2020 (CET)
Ich weis, das Du Backen gerne zum Kochen zählst. Trotzdem werden ich Brot immer lieber noch backen. Bzgl. des Lakefleisches habe ich noch niemanden gehört, der sein Fleisch zum Dünsten ins Lagerfeuer legt, vielleicht noch um es anschließend stilvoll zu denieren. Das Fleisch wird in der Glut gegart. Der erste Satz im Artikel Dünsten lautet: Dünsten ist eine Zubereitungstechnik der Kochkunst, bei der rohe Lebensmittel ohne oder mit nur wenig zusätzlicher Flüssigkeit gegart werden. Erstens würde ich die Zubereitung von Fleisch in der Glut nicht als Kochkunst bezeichnen und zweitens kommt der Begriff garen im Artikel zum Dünsten genauso häufig vor wie dünsten. Damit ist garen genausowenig falsch wie dünsten, nur eben geläufiger. Ich habe noch nie jemand gehört, der zum Verkaufstresen zurückgelaufen ist und sich beschwert hat, dass das Fleisch nicht ausreichend gedünstet wurde, allerdings vielleicht schon eher, dass es nicht ganz gar ist. Genauso könntest Du auch darauf bestehen, dass die Zwiebeln innerhalb der Alufolie als Garnitur oder die Drahtkörbe lieber als Kochgeschirr zu bezeichnen sind. Ich würde aufgrund dieser Ausführungen lieber gerne das Wort garen in der Einleitung sehen.--Salino01 (Diskussion) 20:49, 14. Jan. 2020 (CET)
Garen ist ein Oberbegriff, kann Kochen oder Dünsten sein. ;-) In der Alufolie ist es Dünsten. -- Lothar Spurzem 21:08, 14. Jan. 2020 (CET)
@Salino, ich verstehe dieses Eskalieren nicht. Es ist nunmal Merkmal der Deutschen Sprache mehrdeutig zu sein. Kochen ist im allgemeinen Sinn Garen, im engeren Sinn das Garen in heißen Flüssigkeiten. Darum gehört auch Backen zu den entsprechenden Garverfahren, wobei damit ja auch 2 verschiede Verfahren erfasst werden. Das hier entspricht dem Grundverfahren Dünsten. Deine Begründung der Änderung war nicht schlüssig. Schließlich sind wir hier angetreten, eine Enzyklopädie zu erstellen. Deine Ambitionen passen besser zum Kochwiki.Oliver S.Y. (Diskussion) 21:16, 14. Jan. 2020 (CET)
Ich habe im Spessart, wo ich seit fast zwei Jahrzehnten wohne, schon des Öfteren Lakefleisch gegessen, wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass es gedünstet oder gekocht wäre. Es ist einfach in Alufolie in einem Gluthaufen gegart. Mahlzeit, Peter Gröbner -- 21:29, 14. Jan. 2020 (CET)

Ich hab nochmal mein Lehrbuch von 1988 vorgeholt, dort nannte man zur Unterscheiden das Verfahren "Sieden". Da hier wegen der Kandidatur wahrscheinlich mehr Leute als üblich mitlesen, auch nochmal die widersprüchliche Fachliteratur dazu. Der Brockhaus Kochkunst schließt Backen ausdrücklich aus. Die Küchenbibel nennt eine ähnliche Definition, wie ich sie vertrete, demnach ist Kochen die thermische Behandlung bei mind. 65 bis 70 °C während mind. 2 Minuten. Für das Kochen/Sieden wird präzisiert, dass es in viel Flüssigkeit bei 96 bis 100°C erfolgen muss. Was hier also eigentlich von der Beschreibung her eine Verwechslung ausschließt. @Peter, das ist einfach eine Frage der Technik bzw. Technolgie. Einem Verfahren kann alles zugeordnet werden, ggf. ein kombiniertes Verfahren. "einfach" ist da leider nie etwas. An anderer Stelle fragte heute jemand, ob Lasagne ein Auflauf oder Gratin ist, simple Antwort, ein gratinierter Auflauf. Es kann einfach sein, und hat trotzdem einen Namen.Oliver S.Y. (Diskussion) 21:33, 14. Jan. 2020 (CET)

Ich denke, dass es zumindest außerhalb der Fachsprache (und diese beherrschen wohl die meisten Leser nicht) auch regionale Unterschiede gibt. Für mich als Wiener ist zum Beispiel gebacken auch ein Synonym für paniert, in großen Teilen Deutschlands nach meiner Erfahrung nicht. Ich lege Holz in den Ofen, die Spessarter schieben den Braten hinein. Semmeln und Weckerln (Brötchen und Kipf) sind für mich Gebäck, in Deutschland nur für Fachleute. Daher halte ich das allgemein verständliche gemeindeutsche garen für angebracht, der genaue Prozess wird ja ausführlich beschrieben. Gruß euch allen, Peter Gröbner -- 07:58, 15. Jan. 2020 (CET)
Und ich habe mir einfach schnell mal den Duden herausgeholt. Laut Duden ist das Dünsten wie folgt definiert: (Speisen) in einem zugedeckten Gefäß mit wenig Fett oder Flüssigkeit garen; dämpfen. Wo ist denn beim Lakefleisch bitte sehr das Gefäß? Wird von Euch die Alufolie jetzt zu einem Gefäß oder Kochgeschirr? @Oliver: In dem Lehrbuch von 1988 hast Du den Abschnitt Dünsten bewust weggelassen?--Salino01 (Diskussion) 21:39, 14. Jan. 2020 (CET)
P.S. Inzwischen geht es in der Diskussion übrigens nebenbei bemerkt nicht mehr um Kochen und Garen, sondern um Dünsten und Garen.--Salino01 (Diskussion) 21:43, 14. Jan. 2020 (CET)
Es geht hier um Kochen oder Dünsten, also höre bitte auf, hier irgendeinen Streit zu inszenieren! Natürlich steht im Lehrbuch der Kochausbildung auch dmals "in einem abgedeckten Gefäß" in der Kurzdefinition. Da ist jedoch das "abgedeckt/zugedeckt" der wesentliche Fakt, nicht das "Gefäß". Denn da würde man wiederum über dessen Verständnis sprechen. Das selbe Verfahren ist Braten/Backen/Dünsten im Brotteig, Ton oder Lehm, in Bananenblättern oder einem verschlossenen Bambusrohr. Alles Dünstvarianten, je nach Tradition und Zeit. In der dazugehörigen Grafik sind aber für das Verfahren die Garflüssigkeit, die Wärmequelle, die Leitung und Konvektion wesentlich. Übrigens werden dort alternativ auch Kippbratpfannen und Kochkessel genannt, obwohl dies keine Küchengefäße, sondern Küchengeräte sind. Wesentlich sind die Deckel.Oliver S.Y. (Diskussion) 21:49, 14. Jan. 2020 (CET)
Es geht inzwischen darum, dass Du dünsten im Artikel haben möchtest und ich garen. Kochen war von mir ürsprünglich drin gewesen, was ich aus einer Quelle fälschlich übernommen hatte. Dass das Fleisch in der Glut gegart wird, ist denke ich mal unbestritten. Den Nachweis, dass das Verfahren „in Alufolie eingewickelt in einer Glut“ zubereitet als dünsten bezeichnet wird, ist von Dir noch zu erbringen. Hast Du dafür eine belastbare Quelle? Ohne diese Quelle würde ich den Begriff dünsten als Theoriefindung abtun und im Artikel revidieren. P.S. Und wenn beim Dünsten der Deckel, wie oben von Dir ausgeführt das wichtige Merkmal des Dünstens ist, handelt es sich beim Lakefleisch definitiv nicht um dünsten.--Salino01 (Diskussion) 21:58, 14. Jan. 2020 (CET)
Hätte ich diese Frage noch einmal anzuschneiden, …! Trotzdem Zusatzfrage: Erfüllt die Alufolie nicht auch die Funktion eines Deckels? Oder sind es offene Aluschalen, in denen das Fleisch gegart wird? Und außerdem, für den Begriff „Dünsten“ eine „belastbare“ Quelle zu fordern, halte ich für übertrieben. Wenn es allerdings sein muss, könnte Duden: Deutsches Universalwörterbuch, ISBN 978-3-411-05508-1, herhalten. -- Lothar Spurzem 22:34, 14. Jan. 2020 (CET)
Hallo Lothar. Das Lakefleisch ist vollständig mit Alufolie umhüllt (wie auch im Artikel beschrieben), also keine offene Aluschale. Der Duden gibt nur wieder, dass es das Wort dünsten gibt, wobei nach Definition im Duden die Speise in einem zugedeckten Gefäß zubereitet wird. Alufolie ist aber kein Gefäß. Alle Suchanfragen bei Google liefern für Dünsten eine Zubereitung im Topf oder vergleichbaren Gefäßen. Ich habe keine Seite gefunden, die eine Zubereitung in der Glut als Dünsten beschreibt. Damit bleibe ich dabei, dass der Ausdruck dünsten für das Lakefleisch nicht passt und daher im Artikel nichts zu suchen hat.--Salino01 (Diskussion) 22:56, 14. Jan. 2020 (CET)
Hallo Salino01, Du schriebst oben auch, dass zum Dünsten ein Deckel gehört, und ich sagte, dass die Folie, die das ganze Stück Fleisch umgibt, die Funktion des Deckels (und des Topfes) übernimmt. „Garen“ ist der Oberbegriff, „Dünsten“ besagt genauer, was geschieht. Aber was soll man darüber streiten; es muss ja nicht so genau sein, wie es sein könnte. ;-) -- Lothar Spurzem 23:02, 14. Jan. 2020 (CET)

Das ist ein wahrhaft amüsanter Disput - letzendlich um des Kaisers Bart. Garen ist ein Oberbegriff, der die Umwandlung roher Lebensmittel in eine zumindest am Ende der Fertigstellungsphase warme Mahlzeit umschreibt. Erstaunlicherwise hat das Deutsche für den Prozeß des Garens in Alufolie, bei dem das Gargut einer deutlich höheren Temperatur ausgesetzt als beim Kochen (Temperaturdefinitionen s.o.), wohl noch keinen eindeutig spezifizierenden Begriff. Dünsten ist weder wirklich richtig noch richtig falsch: Es erfüllt nur einfach nicht alle einschränkenden Kriterien. Mich würde viel mehr interessieren, wie so etwas fertig aussieht und ggf. schmeckt. Im Gegensatz zu Braten oder Grillen bleiben ja alle Inhaltsstoffe beieinander, es kommt wahrscheinlich so weder zu einer geschmacksfördernden Maillard-Reaktion, noch zu einer Entfettung durch Abtropfen. Also stelle ich mir das Ergebnis als eher wabbelig, fettig und von farblosem Saft umgeben vor. Zu Zeiten, als das Feuer schon per eh-da Kosten geregelt war und man eh weiter nicht viel hatte, kann das ja noch angegangen sein. Heute ist es IMHO höchstens naja. Nur eins noch, Oliver S.Y.: Bei Pökeln wird dem Fleisch Wasser entzogen, da der Salzgehalt der Lake höher ist als der des Gewebes. Ergo: Keine Flüssigkeitszugabe.--2.204.107.33 14:31, 22. Jan. 2020 (CET)

Artikel Lakefleisch

Hallo Peter, ich danke Dir sehr für die Belehrung zur Sprache im Artikel Lakefleisch, der ich mich allerdings nicht anschließen kann. Der Gebrauch des Relativpronomens „welcher“ ist, wenn auch vielleicht nicht sehr schlechtes, dann aber doch schwerfälliges und altmodisches Deutsch. Einen interessanten Artikel dazu habe ich beim Googeln gefunden. Und was unseren „Fall“ hier betrifft: Für viele Menschen ist alles, was in Wikipedia steht, richtig und vorbildliche Sprache, die man sich aneignen sollte. Deshalb halte ich es für unsere Pflicht, auf inhaltliche Richtigkeit der Artikel und auf eine gute Sprache zu achten. Texte mit dem Relativpronomen „welche“, dem übermäßigen Gebrauch des Demonstrativpronomens „dieser“, dem häufigen Gebrauch von „aufgrund“, „erfolgt“, „mittels“ usw. sind nicht gut, auch wenn jeder versteht, was gemeint ist. Freundliche Grüße -- Lothar Spurzem 18:34, 14. Jan. 2020 (CET)

Ich persönlich verwende welche(r,s) auch nur, um Wortwiederholungen zu vermeiden, die die Lesbarkeit meiner Meinung nach erschweren. Im vorliegenden Fall bin ich aber dafür den Autorenwunsch von Salino01 zu achten. Gruß euch beiden, Peter Gröbner -- 18:57, 14. Jan. 2020 (CET)
Ob es der Autorenwunsch war bzw. ob der Autor das altmodische Relativpronomen bewusst als sprachliches Gestaltungsmittel einsetzte, kann ich nicht beurteilen. Wenn es so war, war wahrscheinlich auch der auffallend häufige Gebrauch des Attributs „groß“ beabsichtigt und hätte nicht verringert werden dürfen. Für die mir in der Zusammenfassungszeile vorgehaltene Unhöflichkeit habe ich mich also anscheinend zu entschuldigen. -- Lothar Spurzem 19:33, 14. Jan. 2020 (CET)

Bitte nicht streiten. Ob es nurmehr „welcher“ oder „das“ heißen soll, ist mir relativ egal. Ich benutze beim Schreiben häufiger das Wort „welche“, kann aber genausogut mit „das“ oder anderen Worten leben. Auch „nurmehr“ ist für mich ein ganz normales Wort, wobei ich nicht wusste, dass ich dieses Wort aus Österreich entliehen haben soll. Das Wort „groß“ hatte ich deshalb gewählt, weil bei kleineren Lakefleichessen mindestens 1 Raummeter Holz benötigt wird, um ausreichend Glut zu erzeugen. In dem ersten Bild der Bildgalerie ist der Haufen an Glut (inkl. der Körbe) etwa so groß wie ein Sarg. Da braucht man schon eine deutliche Menge Holz. Dazu kommt das kleinere Feuer, was man in den zusätzlichen Bildern auf Commons sieht. Hier wird neue, frische Glut produziert, damit bei jedem Fleischwechsel (im vorliegenden Fall 4 Drahtkörbe mit jeweils etwas 21-24 Portionen Fleisch) genügend Glut das Fleisch umgibt. Das Feuer wurde übrigens um 4 Uhr morgens entzündet, um etwa 10 Uhr die erste Fleischladung garen zu können. Das Wort garen habe ich nebenbei bemerkt extra gewählt, weil kochen meist mit viel Wasser in Verbindung gebracht wird und dünsten etwas hochgestochen klingt.--Salino01 (Diskussion) 19:51, 14. Jan. 2020 (CET)

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich wusste auch nicht, dass nurmehr nur in Österreich verwendet wird, bis mir in Unterfranken, wo ich jetzt lebe, gesagt wurde, dass ich es hier nicht verwenden möge. Gruß euch beiden, Peter Gröbner -- 20:00, 14. Jan. 2020 (CET)
Es ging nicht um die Frage, ob der Holzhaufen groß ist (obwohl das eine subjektive Einschätzung ist), sondern um den häufigen Gebrauch dieses Attributs in dem verhältnismäßig kurzen Artikel. Und was „kochen“ betrifft: Ich hatte auf der Diskussionsseite gefragt, ob „kochen“, wie es ursprünglich im Artikel stand, die richtige Beschreibung von Garen in einer Alufolie sei. -- Lothar Spurzem 20:11, 14. Jan. 2020 (CET)
Habe gerade gesehen, dass mir da bei der Erstellung ein Kochen hineingerutscht war. Lag wahrscheinlich daran, dass das Wort in einer der Quellen verwendet wurde. Trotzdem beiden vielen Dank für die Bearbeitungen des Artikels.--Salino01 (Diskussion) 20:19, 14. Jan. 2020 (CET)

Hallo Peter, wenn Du jetzt in Unterfranken wohnst, interessiert dich vielleicht unser Stammtisch WP:Unterfranken. Würde mich freuen, wenn Du mal vorbeischaust. Wenn Du dich auf der Seite Wikipedia:Unterfranken/Einladungsliste einträgst, bekommst Du auch einen Einladung für die Treffen.--Salino01 (Diskussion) 20:15, 14. Jan. 2020 (CET)

Hallo miteinander, inzwischen lässt die Sache (auch) mir kaum noch Ruhe. Die in der oben erwähnten Zusammenfassungszeile zitierte Regel, verbunden mit dem Hinweis auf unfeines Verhalten meinerseits, betrifft nicht sprachliche Änderungen, sondern die Änderung von Schreibweisen, wie zum Beispiel „aufwändig“ in das vom Duden empfohlene „aufwendig“. Andererseits achten etliche Kritiker peinlich darauf, dass auch stilistisch in Artikeln nichts verbessert wird, solange das Gesagte einigermaßen verständlich ist. – Vorhin habe ich mir einen Artikel angeschaut, in dem zum Beispiel steht, dass der Zugang zur Stiftspfarrkirche St. Kassian (Regensburg) „mittels einer Treppe“ erfolgte und der Altarbereich „mittels einer Kommunionbank“ vom Altarbereich abgetrennt ist. Die Orgel verdeckt „aufgrund ihrer Größe“ das Westfenster, die Kreuzwegstationen „befinden sich“ an den äußeren Seitenschiffwänden und der Dachreiter „weist Schalllöcher auf“. Das „befinden“ oder „befindet“ kommt übrigens 17-mal in dem Artikel vor. Es kribbelte mir in den Fingern, den einen oder anderen Satz zu ändern, aber wahrscheinlich lasse ich es besser bleiben. Viele Grüße und gute Nacht -- Lothar Spurzem 22:54, 14. Jan. 2020 (CET)
Ich empfand und empfinde immer noch das Wort weiterhin in der Bedeutung außerdem als verstörend bis missverständlich, ich kannte es nur als auch in Zukunft. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es auch vielen Bundesdeutschen in dieser Verwendung unbekannt ist. Daher war ich dafür, es ebenso wie das österreichische weiters, das allerdings nicht missverstanden werden kann, in der deutschsprachigen Wikipedia mit dieser Bedeutung nicht zu verwenden. Ich versuchte, meine Meinung klarzustellen (Benutzer:Peter Gröbner/Weiterhin), was aber als Mission missverstanden wurde. Es kam zu langwierigen Diskussionen: Benutzer Diskussion:Peter Gröbner/Weiterhin, wikt:Diskussion:weiterhin. Ich konnte im Schwesterprojekt Wiktionary nicht einmal erreichen, dass vermerkt wird, dass diese Bedeutung (zumindest) in Österreich weitgehend unbekannt ist.
Dadurch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass vor allem in Artikeln, die großteils von einem Ersteller stammen, der Autorenwille zu achten ist. Gruß euch allen und Dank für die erfrischende Diskussion, Peter Gröbner -- 08:05, 15. Jan. 2020 (CET)
Abgesehen davon, dass für die meisten Spitzenautoren von Wikipedia der Duden überhaupt nicht gilt, wie mir des Öfteren gesagt wurde, folge doch mal diesem Link. Ich hatte eine ziemlich umfangreiche Sammlung speziell zu „welcher“, auf die ich dummerweise zurzeit keinen Zugriff habe, sonst würde ich sie Dir zukommen lassen. -- Lothar Spurzem 20:00, 16. Jan. 2020 (CET)

Ich verstehe es nicht

Hallo Peter, Deinen erneuten Revert verstehe ich nicht. Das Relativpronomen „welches“ ist zwar auch richtig, aber es ist schwerfälliges, altmodisches Deutsch. Wikipedia hilft allerdings vielleicht, es wieder modern zu machen. Denn insbesondere für junge Leute gilt, was in Wikipedia steht, und so übernehmen sie, was ihnen darin vorgesetzt wird. Vielleicht schreiben wir demnächst auch wieder „behufs“ oder „zu diesem Behufe“, wenn wir „zum Zweck“ meinen (?). Und Dein Argument, dass der Hauptautor das „welches“ ganz bewusst einsetzte, mag zutreffen. Ich nehme aber eher an, dass er es ohne besondere Überlegung gebrauchte, möglicherweise, weil er es in Wikipedia schon oft gelesen hatte. Manche Wörter und Redensarten verbreiten sich wie ein Virus; denk zum Beispiel an das „viral“, das wir immer häufiger lesen, oder an „abbilden“ statt „wiedergeben“ oder „darstellen“. Vor paar Jahren war mal alles „geschuldet“; inzwischen hört man das Wort erfreulicherweise nur noch selten. Viele Grüße -- Lothar Spurzem 19:03, 16. Jan. 2020 (CET)

Du empfindest welches als „schwerfälliges, altmodisches Deutsch.“ Ich nicht. Weder im Online-Duden noch im Schwesterprojekt lese ich einen einschränkenden Kontext. Gruß, Peter Gröbner -- 19:20, 16. Jan. 2020 (CET)
Abgesehen davon, dass für die meisten Spitzenautoren von Wikipedia der Duden überhaupt nicht gilt, wie mir des Öfteren gesagt wurde, folge doch mal diesem Link. Ich hatte eine ziemlich umfangreiche Sammlung speziell zu „welcher“, auf die ich dummerweise zurzeit keinen Zugriff habe, sonst würde ich sie Dir zukommen lassen. -- Lothar Spurzem 20:00, 16. Jan. 2020 (CET)
PS: Ich zitiere aus Duden, Band 9: Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle – Richtiges und gutes Deutsch, 8. Auflage, Berlin 2016, ISBN 978-3-411-04098-8, S. 1019: „… welcher, welche, welches/der, die, das: Das Relativpronomen welcher, welche, welches wirkt im Vergleich zu der, die, das häufig schwerfällig und wird deshalb meist nur dann verwendet, wenn der, die, das vermieden werden soll: Der Mann, mit dem (selten: welchem) er sprach … Aber: Diejenige, welche die Bücher kaufte … (neben: Diejenige, welche die Bücher kaufte …)“ Ich wundere mich jetzt, dass Deine Duden Gegenteiliges sagen. Aber vielleicht sind das neuere Ausgaben, obwohl der Band 9 nicht allzu oft neu aufgelegt wird. -- Lothar Spurzem 20:26, 16. Jan. 2020 (CET)
Den Anfang, die Grundlage dieser netten Diskussion kenne ich nicht. Ist der fragliche Artikel vor allem für Schweizer interessant? Dann wäre der Amtsstubenstil evenbtuell zu rechtfertigen. --93.234.217.179 13:22, 17. Jan. 2020 (CET)

Von meiner Diskussionsseite übertragen, Peter Gröbner -- 13:26, 17. Jan. 2020 (CET)

Willkürliche Zwischenüberschrift[Quelltext bearbeiten]

Mit fehlt hier noch das Verb "braten". Kuchen backe ich und Fleisch, einen Braten brate ich im Backofen oder vielleicht hier in der Glut. --Hfst (Diskussion) 07:47, 22. Jan. 2020 (CET)

Zum Braten gehört ursächlich die Bildung von Röststoffen in signifikantem Umfang. Das ist bei einer derartigen Isolierung des Fleisches durch mehrere Lagen Alufolie plus feuchtes Zeitungspapier nicht gegeben. Es ist also ein Garen bei über 100° C ohne Maillard-Reaktion.--2.204.107.33 14:15, 22. Jan. 2020 (CET)

Das meinte ich mit der Notwendigkeit, das Garverfahren klar zu benennen. Die Merkmale entsprechend dem Dünsten, u.a. wegen der Reaktion, aber vor allem dem Garen ohne Fett- und Flüssigkeitszugabe "im eigenen Saft", auch wenn dies Pökelflüssigkeit ist.Oliver S.Y. (Diskussion) 15:42, 22. Jan. 2020 (CET)
Unter Dünsten stelle ich mir das Vorhandensein einer Dunstphase vor, selbige ist aber beim Lakefleisch ob der räumlichen Enge nicht möglich. Gruß, Peter Gröbner -- 17:00, 22. Jan. 2020 (CET)
Eigentlich schon, da das Papier nicht so eng anliegt wie z.B. beim Sous-vide. Das ist ja gerade das Prinzip, dass die Folie bzw. das Papier diesen Dunst im Päckchen hält.Oliver S.Y. (Diskussion) 18:19, 22. Jan. 2020 (CET)

Wie dem auch wolle: Ich bin der Ansicht, das es für diese recht spezielle Art des Garens einfach noch keinen Fachbegriff gibt. Dünsten ist - druckloses Verfahren vorausgesetzt, ja auf die Temperatur um den Siedepunkt von Wasser begrenzt. Die wird ja hier bedingt durch das Lagern in der Glut, wahrscheinlich überschritten. Am Ende ist dieser Disput aber der Aufmerksamkeit von Erwachsenen nicht würdig: A mind is a terrible thing to waste. Stehen wir lieber auf, schalten den Rechner aus und gehen raus, um mit sinnvollem Tun die Welt ein bisschen besser zu machen.--2.204.107.33 15:17, 24. Jan. 2020 (CET)