Diskussion:Soma (Getränk)

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Atypische Rigveda-Stelle! (2005)[Quelltext bearbeiten]

Zitat: „So in Rig Veda VIII,48“: die Stelle ist atypisch, vgl. en:Soma. --Dbachmann (Diskussion) 14:39, 3. Jan 2005 (CET)

Persisches Haoma eine Mischung? (2005)[Quelltext bearbeiten]

schenkt man http://www.huxley.net/soma/ (der aus "The Encyclopedia of Psychoactive Substances" zitiert) glauben, dann ist es inzwischen relativ wahrscheinlich, dass zumindest das (iranische) haoma eine mischung mehrerer substanzen war, entweder aus Cannabis und Ephedra oder Opium und Ephedra. --212.202.11.4 (Diskussion) 11:57, 17. Jun 2005 (CEST)

*hüstel*, *hüstel* (2007–2008)[Quelltext bearbeiten]

Der Satz der mit „der ursprüngliche Soma-/Haoma-Kult starb in Indien und Persien aus…“ anfängt hat grosse "Schwächen".

  1. Die Rede von einem *Kult* von Soma/Haoma is höchst Spekulativ denn die Religion der Indoiranern ist nur aus den Vedas und Avesta Texten zu rekonstruieren. Aus diesen Texten ist ein *Kult* von Soma/Haoma nicht rekonstruierbar, es gibt keine Indizien dafür.
  2. Der *Gebrauch* von Soma/Haoma ist weder in Indien noch in Iran (im Zoroastrismus) ausgestorben.
  3. >> Andeutungen an den Soma-Kult finden sich vor allem in der post-islamischen ...
    Mag sein das Andeutungen von irgend einem Pflanzenkult in islamischen (post-islamischen???) Texten zu finden ist, aber diese sind nicht "vor allem" dort, selbst wenn diese überhaupt was mit Soma/Haoma zu tun haben (und wer bitte soll denn das gesagt haben?)
  4. Soma/Haoma war/ist a) einer bestimmten Pflanze, b) die Gottheit dieser Pflanze. Dieses galt sowohl für Indien als auch Iran, und gilt weiterhim sowohl für den Hinduismus/Buddhismus/Jainismus usw als auch für den Zoroastrismus. In Indien *und nur dort* ist es auch der Name eines Extrakts ("Getränk" laut Artikel Titel) dieser Pflanze. In Iran (im Zoroastrianismus) heisst der Extrakt Parahaoma bzw Par(a)hom.

--134.93.244.84 (Diskussion) 14:13, 22. Jul. 2007 (CEST)

ps: Btte, Bitte, BITTE, verwechsele "Persien" nicht mit Grossiran (cf: en:Greater Iran, fr:Monde iranien). Es gibt Gründe warum von "Indoiranisch" und "iranische Sprachen" usw gesprochen wird. Diese Gleichsetzung ist eine von England und Großbrittanien ähnlich. --134.93.244.84 (Diskussion) 14:13, 22. Jul. 2007 (CEST)
"Es handelte sich zunächst um den berauschenden, mit Milch und Mehl gemischten und einige Zeit der Gärung überlassenen Saft einer Pflanze" - das klingt für mich exakt nach dem in Indien nach wie vor recht verbreiteten "Bhang"-Getränk. Nicht die "Bang-Lassies", die wohl vielen Indien-Touristen bekannt sind, sondern das Getränk, das die Hindus auf manchen religiösen Festen trinken. Beispielsweise beim jährlichen Shivaratri Festival in Varanasi wird dieses Getränk kostenlos und z.T. unter Aufsicht der Polizei verteilt. Die für die berauschende Wirkung verantwortliche Pflanze ist dabei Cannabis. Der Rauschzustand ist dem des Cannabis-Rauchens [das ja auch von vielen Sadhus oder Babas als Sakrament praktiziert wird] ähnlich, wird jedoch von manchen als enthusiastischer und weniger ermüdend beschrieben.
Leider habe ich dazu keinerlei schriftliche Quellen, aber vielleicht möchte ja jemand der Sache nachgehen...
schönen Gruß (nicht signierter Beitrag von --91.8.127.86 (Diskussion) 21:49, 27. August 2008)

Ergänzung: Asclepias acida Roxburgh[Quelltext bearbeiten]

Die Seidenpflanze (Asclepias acida) käme ebenfalls in Frage für den Somasaft.

  • „Der Somasaft heißt auch I n d u, Tropfen; er ist der Saft des Cynachum viminale oder Asclepias acida oder Sarcostemma vimin.; er hat eine narkotisch-berauschende Wirkung. Die Pflanze wurde in mondheller Nacht auf Bergen gesammelt, mit der Wurzel ausgehoben, von den Blättern gereinigt und zwischen Steinen gepresst; dann wurden die zerquetschten Stengel mit Wasser besprengt, um mit den Händen durch ein Sieb gepresst, der Saft mit geklärter Butter oder Molken in Gährung gebracht, und dann zu den drei Tageszeiten gespendet und von den Brahmanen genossen.“

Quelle: Adolf Wuttke, Geschichte des Heidenthums: in Beziehung auf Religion, Wissen, Kunst, Sittlichkeit und Staatsleben. Das Geistesleben der Chinesen, Japaner und Indier, Band 2, 1853, S. 346 (http://books.google.de/books?id=hxpBAAAAcAAJ&hl=de&source=gbs_navlinks_s)
--91.63.111.113 (Diskussion) 23:40, 1. Mai 2012 (CEST)

Fußnoten[Quelltext bearbeiten]

Es ist ja schön, dass der Artikel Fußnoten hat, allerdings wird bei diesen grundsätzlich die Seitenzahl angegeben, die fehlt hier. Und bei Literaturangaben gibt man grundsätzlich Ort und Jahr der Erscheinung an, wie z.B. München 2012, oder mit Verlag, C.H. Beck, München 2012. Wäre schön, wenn das nachgetragen wird. Bei einigen anderen Veda/Hinduismus-Artikeln fehlen auch teilweise die vollständigen Literaturangaben. --Maya (Diskussion | Beiträge) 18:55, 2. Nov. 2012 (CET)

Zu Hanf und Ephedra[Quelltext bearbeiten]

In diesem Zusammenhang wäre vielleicht sowohl der bei Herodot bezeugte rituelle Gebrauch von Hanf bei den Skythen wie auch die Beigaben von Ephedra bei den Mumien des tarimbeckens von Interesse. --Hajo-Muc (Diskussion) 01:47, 13. Jan. 2013 (CET)

Nachtrag: Es wäre nicht überraschend, wenn im Zuge von Wanderungen anstelle eines ursprünglichen das der neuen Heimat adäquate Rauschmittel verwendet wurde und damit Soma auch Zubereitungen aus verschiedenen Pflanzen und mit unterschiedlichen Wirkungen bezeichnen könnte. --Hajo-Muc (Diskussion) 01:56, 13. Jan. 2013 (CET)

Berliner Ausstellung 2010[Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es im Hamburger Bahnhof von Berlin eine ganze Ausstellung allein zum Soma; soweit ich mich an die damalige Berichterstattung durch einen lokalen Radiosender (Spreeradio?) erinnere, war da alles zusammengetragen worden, was die rekonstruierend-hermeneutische textkritische, pharmakologische und archäologische Wissenschaft der letzten 500 Jahre zum indo-persischen Somathema hergab, und obendrauf auch noch sämtliche Beschäftigungen abendländischer wie orientalischer Künstler damit (u. a. Huxley oder einige Skulpuren und Installationen dazu).

Wenn es dazu einen Austellungskatalog gegeben haben sollte, könnte der eventuell als weitere Quelle hier im Artikel Verwendung finden, also zumindest, was den seriös-wissenschaftlichen Teil angeht. Der Radiosender hat damals übrigens Freikarten für die Somaausstellung verlost, unter dem Motto: "Für alle, die 'nur so ma' das Soma sehen wollen!" --2.240.192.143 (Diskussion) 13:52, 16. Nov. 2013 (CET)

Die Hymnen über Soma in der Rig-Veda[Quelltext bearbeiten]

In der Rig-Veda sind zahlreiche Hymnen über Soma enthalten, welche zum Beispiel lauten:

  • "apama somam (Wir trinken Soma) amrta abhumaganma jyotir (Lebenselexier und verschaffst körperliche Stärke) avidama devan (verschaffst Kontrolle über die Sinne)" - Rig Veda 8.48.03
  • "icchanti devah sunvantam na svapnaya sprhayanti yati pramadam atandrah"
  • "Die Götter suchen einen, der Soma braut; nicht bedürfen sie des Schlafes; unermüdlich gehen sie auf Reisen." - RV 8.02.18
  • "soma yati vicarsanih"
  • "Soma, höchst aktiv, geht voran" - RV 9.44.03

Viele Hymnen sind Soma gewidmet und beschreiben neben der stärkenden und wachmachenden Wirkung, auch die Eigenschaft, dass es äußerst redselig macht und die Gedanken anregt.

  • "punanascamu janayan matim kavih soma devesu ranyati"
  • "das fromme Denken erweckend ist der Denker (Poet) Soma gern bei den Göttern" - RV 9.107.18

Auch ist beschrieben, dass das Kraut in den Bergen wächst:

  • asavyamsurmadayapsu dakso giristhah syeno na yonimasadat
  • "Der Stengel ward zum Trank ins Wasser ausgepreßt, der wirksame, auf dem Berge gewachsene." - RV 9.62.04

Die Farben der Pflanze werden ebenfalls beschrieben:

  • "Haritha varnam" grün Halme und "Aruna Varnam" rote Früchte

In Indien ist Somalatha die Bezeichnung für Ephedra:

  • सोम soma = der Mond -> सोमलता soma-lata = Mond-Pflanze

Auch interessant ist die Ähnlichkeit zwischen Soma und dem nordischen Skaldenmet. Der Skalden-Met (Dichter-Met) ist der Trank, welcher ein jeden zu einem Denker und Dichter macht. So wie es auch in der Prosa-Edda von Snorri Sturluson beschrieben ist:

  • "...und daraus entstand jener Met, welcher jeden, der davon trinkt, zum Dichter oder Gelehrten macht." Skaldskaparmal

Der Skaldenmet wurde auch Óðrerir genannt, was soviel beduetet wie "der (zur Exstase) Anregende" oder auch "der Anreger der Inspiration".

Quellen:

  1. The Rgvedic Soma Plant, Rajesh Kochhar - http://rajeshkochhar.com/data/publications/RgvedicSomaPlant.pdf
  2. SOMALATA – A Pioneer Herb in the entire Plant Kingdom- Ethnopharmacological Perspective Through Vedic Literature; Sudha karayil, MalliKarjun Rao.Y, K. Veeraiah, K.R.S. Sambasiva Rao - http://www.ijrpbsonline.com/files/RW16.pdf
  3. Prosa-Edda - Altisländische Göttergeschichten, Snorri Sturluson

Schöne Grüße, Stefan --Stefan Bach7777 (Diskussion) 03:56, 28. Jan. 2014 (CET)

Soma war Honig![Quelltext bearbeiten]

bitte, warum kann, wo der rigveda durchdrungen ist von madhu = honig, nicht honig, das produkt von bienen sein, wo selbst shiva, vishnu, indra und krishna als bienen bezeichnet werden? (nicht signierter Beitrag von 178.7.171.188 (Diskussion) 00:06, 14. Nov. 2014 (CET))

Kann durchaus sein. Nur, um das im Artikel zu erwähnen, müsstest Du geeignete Quellen zitieren. Bitte siehe dazu Wikipedia:Belege. --Zinnmann d 01:19, 14. Nov. 2014 (CET)
[Hierhin verlagert aus dem Artikel: --Chiananda (Diskussion) 18:54, 24. Nov. 2014 (CET)]
Die ursprüngliche rigvedische Somapflanze war weder grüne Pflanze noch Pilz: Gepreßt wurden Bienenwaben. Sicht eines Entomologen. - B. Forssman und R. Plath, 2000, Indoarisch, Iranisch und die Indogermanistik - Arbeitstagung 1997 in Erlangen. --188.98.12.4 (Diskussion) 17:32, 24. November 2014 (CET)

"Die ursprüngliche rigvedische Somapflanze war weder grüne Pflanze noch Pilz: Gepreßt wurden Bienenwaben. Sicht eines Entomologen." ist eine Arbeit von Jürgen Lehmann, die er im Jahr 2000 veröffentlicht hat. Sie ist hier weitgehend vollständig und ergänzt zu finden: http://rigvedischersoma.de/index.htm (nicht signierter Beitrag von 2003:62:464B:7088:C816:B975:FF55:B0B2 (Diskussion | Beiträge) 21:15, 9. Mär. 2017 (CET))