Dodecylbenzol

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Strukturformel
Strukturformel von Dodecylbenzol
Allgemeines
Name Dodecylbenzol
Andere Namen
  • n-Dodecylbenzol
  • 1-Phenyldodecan
  • Dodecylbenzen
  • Laurylbenzol
Summenformel C18H30
CAS-Nummer
  • 123-01-3
  • 26264-06-2 (als Sulfonat)
PubChem 31237
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit aromatischem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 246,44 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,86 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−7 °C[1]

Siedepunkt

331 °C[1]

Dampfdruck

0,1 mbar (50 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,482 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: 413
P: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dodecylbenzol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aromatischen Kohlenwasserstoffe bzw. Alkylbenzole.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dodecylbenzol wird in der Petrochemie aus Erdöl gewonnen und kann auch durch Friedel-Crafts-Alkylierung aus Benzol und Halogenalkanen hergestellt werden.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dodecylbenzol ist eine farblose Flüssigkeit mit aromatischem Geruch. Sie besitzt bei 20 °C eine dynamische Viskosität von 7 mPa·s. Bei starkem Erhitzen zersetzt sich die Verbindung wobei Kohlenmonoxid, Kohlendioxid sowie reizende Dämpfe und Gase entstehen. Das technische Produkt stellt ein Isomerengemisch dar, wodurch der Siedepunkt und andere physikalische Eigenschaften je nach Zusammensetzung variieren.[4]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dodecylbenzol wird für die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln (z. B. Natriumdodecylbenzolsulfonat) verwendet. Es wird auch als Transformatorenöl eingesetzt.[5] In Polyvinylchlorid dient die Verbindung als Verdünner zur Herabsetzung der Viskosität des Polymers.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • O. H. Iversen: „Studies of the carcinogenesis and tumorigenesis of skin applications of dodecylbenzene on hairless mice“, in: Br J Ind Med., 1989, 46 (9), S. 608–616; PMID 2506921; PMC 1009835 (freier Volltext).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Dodecylbenzol in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt 1-Phenyldodecane bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 1. Juli 2010 (PDF).
  3. Alkylbenzole (wissenschaft-online)
  4. ICSC Dodecylbenzol (GESTIS)
  5. Andreas Küchler: Hochspannungstechnik: Grundlagen – Technologie – Anwendungen; ISBN 978-3-540-78412-8.
  6. Hans K. Felger, Alexander von Bassewitz: Polyvinylchlorid. 2. Auflage, Hanser Verlag, 1986, ISBN 3-446-14360-2, S. 1089 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).