Doerner Institut

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Das Doerner Institut dient zur Betreuung der Bestände der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Es wurde 1937 gegründet und hat derzeit (2017), die Voluntäre inbegriffen, 54 Mitarbeiter.[1] Seit 2003 wird es von Andreas Burmester geleitet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits um 1932 plante Walter Gräff eine Untersuchungs- und Forschungsanstalt für Gemälde und andere Werke der bildenden Kunst. 1937 erfolgte dann die Gründung des Institutes durch Max Doerner, der Landschaftsmaler und Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München war.

Die Aufgabe des Instituts bestand ursprünglich darin sich mit der Maltechnik der Alten Meister zu befassen und diese in praktischen Versuchen zu rekonstruieren. Diese Arbeit wurde jedoch durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. 1958 wurde das Doerner Institut an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert und 1977 mit Restaurierungswerkstätten vereint. In der Folge erlangte das Institut unter Christian Wolters und Hubertus Falkner von Sonnenburg Weltruf.

Im Jahre 2008 war das Doerner-Institut maßgeblich daran beteiligt, einen der größten Kunstfälscher-Skandale seit dem Zweiten Weltkrieg aufzudecken. Bei einer chemischen Analyse des Werkes Rotes Bild mit Pferden, dass der Maler und Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi als Werk von Heinrich Campendonk verkaufte, wurden geringe Mengen von modernem Titanweiß entdeckt, welches zur Zeit Campendonks aber noch nicht existierte.[2] Das Bild war zuvor beim Kölner Auktionshaus Lempertz für 2,4 Mio. Euro versteigert worden.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Burmester: Der Kampf um die Kunst. Max Doerner und sein Reichsinstitut für Maltechnik, 2 Bände. Böhlau Verlag, Köln 2016, ISBN 978-3-412-50376-5.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Doerner Institut – Mitarbeiter, abgerufen am 10. Februar 2017.
  2. Der Jahrhundertfälscher: Heinrich Campendonk: Rote Bild mit Pferden. In: Die Zeit. 23. Januar 2014, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  3. Der Blaue Reiter und das Rote Bild mit Pferden. Der rheinische Expressionist Heinrich Campendonk. Abgerufen am 6. Juli 2017 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 8′ 59″ N, 11° 34′ 21″ O